Getreideernte in UdSSR

Webmaster Jan

Admin
Teammitglied
Registr.
20. Mai 2005
Beiträge
3.879
Tja Jan, bei den Kollegen Tawarisch liefen die Uhren schon immer etwas anders... haste ja mal eine feine Erntestudie gefunden. Gerade die Koloß Drescher haben mir früher im visuellen Vergleich zum 512er viel Kopfzerbrechen bereitet. Ich konnte anfangs auch nicht verstehen, was diese "Falten" außen an der Kabine sollten und wie der Fahrer da irgendwas sehen konnte, auch die Lage des Körnerbunkers sowie der Aufstieg war mir auf den damaligen Fotos ein Rätsel. Im Vergleich mit dem noch relativ jungen 512er waren die Kisten wie aus einer anderen Welt... Die Dinger sehen mit den zwei großen Leuchten(?)  im Dach auch aus, wie große Insektenmonster aus irgend einem Science Fiction Film.

Gruß Uwe
 
Hallo Uwe,

Diese "Falten" aussen an der Kabine sind Verschattungselemente, diese verhindern das die Sonne in die Kabine scheint, der Fahrer kann aber noch raussehen. Ist sicher gewöhnungsbedürftig da durchzuschauen, aber vlt wäre pralle Sonne doch die schlechtere Option.... ;-)

Ja der SK-6 "Koloss" ist schon ne Hausnummer, den würde ich auch gern mal live sehen. 

Viele Grüße Jan
 
Hallo,

sehr interessantes Video. Mir sind folgende Dinge aufgefallen: Die Mähdrescher ernteten das Getreide teilweise liegend, vorher fuhren Traktoren mit Heckmähwerken über das Feld. Der Überladewagen am T 150 K wäre wohl in Deutschland nicht möglich. Die Mähdrescher hatten hinter sich Anhänger, wohl eine Korntankerweiterung, gesehen habe ich das so noch nie.

Gruß Andreas
 
Hallo Andreas,

in einigen Regionen lässt das Klima und die Art der Böden ein homogenes "Abreifen" der Druschfrucht nicht zu. Hierfür wurde damals das Getreide zum besseren Abreifen, von Schwadmähern auf Schwad gelegt. Nach erfolgter Reife konnte dann mittels Pickup, die Druschfrucht aufgesammelt und gedroschen werden. Es wurde auch sehr oft in Küstennähe in Deutschland, dem Baltikum oder in England so verfahren. Auch speziell bei Druschfrüchten mit viel Masseanteil (Raps usw.). Die heutigen Saatgut-Züchtungen und Möglichkeiten der Agrochemie, haben dieses Verfahren nahezu ersetzt.

Zu den Anhängern am Drescher: Bei uns schon lange zeit Geschichte, wurde in einigen Regionen der Erde das Spreu aufgefangen und als Futtermittel verwendet. Was Du siehst sind Spreusammelanhänger. Einen mittlerweile wieder interessanter erscheinenden Vorteil hat das Spreusammeln noch: Ausfallgetreide und Unkräuter werden so aufgesammelt und nicht auf dem Acker verteilt. Das spart Chemie und Arbeitsgänge bei der Bodenbearbeitung, sowie das ungewollte Verteilen von Unkrautsamen.

Gruß,

Daniel
 
Hallo Andreas,

einiges hat Daniel ja schon erklärt.

Ich meine es waren auch Strohsammler im Video zu sehen. Das sind große Gitter am Heck die das Stroh erstmal im Gitter sammeln, wenn "voll" wird das dann im Haufen abgelegt. Diese Variante gibt es auch heute noch an SK-5 Mähdreschern in Osteuropa zu sehen.

Der Überladewagen am T-150K wäre in D sicher auch möglich, warum nicht. Auf dem Feld sicher mal gar kein Problem. In Thür gabs nen Bauern der hat mit T-150K und T088 Mist gestreut.....

Viele Grüße Jan
 
Hallo

soweit ok.Daniel, aber Spreusammlung ist es nicht.

Die Drescher haben anstelle der Schwadleger ein Häckselgebläse angebaut.

Das Stroh wird so in einem Arbeitsgang mit dem Dreschen geborgen.

Im Film seht ihr auch die Abfahrer ganz gut, Anhängerwechsel wie bei uns mit den gezogenen Häckslern.

Der Arbeitsgang Häckseln wird eingespart und damit ein Traktor eine Maschine und ein Traktorist. 

In der Gafik wird das auch alles gut erklärt. 

Überladewagen wurden eingesetzt um Transportkosten zu sparen.

Der T150K war auf dem Acker schneller unterwegs und konnte zwei LKW oder ein LKWzug beladen.

Die LKW brauchten also nur vom Feld zum Bunker.

Der Film wurde sicher in der Ukraine gedreht, da sind die Felder ja riesig

und da braucht es eben auch Methoden und Technik die so bei uns nicht nötig sind.

In diesem Film sind noch viele schöne Dinge zu sehen und hören, feines Filmchen.

mfghorst
 
Stimmt Horst, da hast Du Recht. Da habe ich nicht genau hingeschaut und so nicht gemerkt, dass die Stroh-Schwade fehlen.

Gruß,

Daniel
 
Zurück
Oben