Ludmillas im Ruhrgebiet BR 241

Hallo Andreas,

ja interessanter und legendärer Film. Auch "Franz Blobel" wurde so zu einer Instanz!

Heute ist von den 241 leider nicht mehr viel übrig. Zuletzt waren noch 3 oder 4 bei der Starkenberger Baustoff GmbH im Einsatz und 2 beim Erfurter Bahnservice EBS. Leider haben die Starkenberger ihre Loks total überfordert. Hier ging es nur um Tonnage und nochmals Tonnage. Die Loks waren überwiegfend im "Stuttgart21"-Verkehr im Einsatz, also Sandzüge von Kayna nach Stuttgart und Abraum wieder zurück. Da gab es fast täglich "Liegenbleiber". Als die Loks mal Richtung Augsburg mit Sand unterwegs waren glaube ich ist wochentlich der 1 Zug nie ohne Hilfslok über die bayrische Grenze gekommen. 2600t Plauen raus zu wuchten mit einigen Jahren alten Loks ist halt mehr wie unvernünftig. 200t weniger wäre da wohl das Maß der Dinge gewesen.

Jetzt haben die neuen Eurodual von Stadler (BR159) den 241 den Todesstoß verserzt. Glaube die SBW haben 4 Stk davon.

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Nach Nürnberg kamen die 241 nur sehr sehr selten, und doch hatte ich 1x Glück :-)

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Hier 241 008 - jetzt bei der SBW in deren Hausfarben - mit dem Abraumzug aus Stuttgart Ri Kayna zum verfüllen bei der Wismut. Der Zug kam meist über Nacht zurück. Nur mit Glück bekam man es mit und konnte im bayrischen ein Foto erhaschen. Hier krabbelt der Zug an der Pegnitz bei Neuhaus in Richtung Hof.

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Und die auch oft im Video gezeigte 241 697 mit dem Abraum aus Kaufering. Den Zug hatte mein Sohneman gefahren.....

...ja ein schönes und sehr interessantes Kapitel der "Ludmilla"..... :-) Mal sehen was aus den SBW-241 wird, vlt findet sich ein Käufer der die Loks noch etwas mit mehr "Köpfchen" einsetzt....

Viele Grüße Jan
 
Hallo Jan,

danke schön für Deine textlichen und fotografischen Ergänzungen zu dem Videolink. Eine Nachfrage zum Film habe ich aber noch: Im Film sagt ein Lokführer aus dem Ruhrgebiet, er hätte eine der Loks starten wollen, habe es aber nicht getan, weil er die Lok nicht beschädigen wollte. Bekamen denn die Lokführer keine Einweisung oder lag es daran, dass ein dieselelektrischer Antrieb bei der DB nicht bekannt war?

Gruß Andreas
 
Hallo Andreas,

doch eine Ausbildung gab es natürlich. Aber bei der DB gab es bis zu dieser Zeit nur Dieselloks mit Dieselhydraulischem Antrieb, wie die BR 211, 212, 215, 216, 217 und 218. Weiterführende Entwicklungen und vor allem Dieselelektrische Loks gab es nicht, die DB setzte sehr schnell auf eine flächendeckende Elektrifizierung. Erst um die Wendezeit gab es als Drehstrom-Diesellok die im Film auch kurz gezeigte BR 240. Leider blieb es bei 4 Exemplaren, weil just die Wende im Osten überzählige starke Dieselloks ins Land spülte. Diese waren allerdings nun auch noch russisch beschriftet, also in kyrillisch. Zumindest die Störanzeige und Relais oder Schütze die man zur Störungssuche eben brauchte. Im Osten war russisch ja Schulfach, in der BRD natürlich nicht. So war die Abneigung gegenüber den Loks fast Hausgemacht. Waren sicher nicht alle so, aber 80% bestimmt.

Und von der Ausbildung bzw vom Stoff ist die 132/232 schon sehr anspruchsvoll. Die Dieselhydraulische Lok hat nen Motor, ne Welle zum Wandler>Achsgetriebe und fertig. Hier arbeiten viele Strom-Baugruppen zusammen. Generator>Gleichrichtung>Regelung. Die Lok ist schon ein Meisterwerk der russischen Loktechnik. 

Das Nicht-Starten hatte der Koll aber begründet weil da Relaiskappen noch in der Hochspannungskammer umherlagen, da wusste er nicht ob die Werkstatt fertig war oder nicht. Und wenn die Lok nicht startet war die wohl noch nicht fertig. Aber so richtig Ahnung hatte der Junge auch nicht. Mir ist nämlich aufgefallen, daß einmal nach dem Start des Motors sofort der Luftverdichter ansprang, das soll auch nicht sein, den Schalter sollte man erst nach Anlauf des Motors einlegen. Und selbst während der Fahrt hat er diesen Schalter auf dem besetzten Führerstand "AUS", das heißt also der Schalter ist hinten auf Fst 2 "EIN". Macht er den Motor jetzt mal AUS kann er den Verdichter wieder nicht ausschalten.... :( Zumindest bei der Zugfahrt sollte man den "hinten" AUS haben und vorn "EIN".

Ich kann über die Loks nicht klagen, hab jetzt 26 Jahre weg und gerade 2 Hilfsloks, und diese nicht mal auf der Strecke! Einmal war ne Laufbuchse gerissen, da läuft dann das Kühlwasser weg, und einmal hab ich bei nem Halt zufällig gesehen daß unten Diesel tropft, und das dort wo eig keine Leitung ist. Konnte also nur von "oben" kommen, also rein zum Motor. Oha, was war da, feinster Dieselnebel im Motorraum, Dieselleitung gerissen....

Ansonten ist die Bahnfest und robust und mit paar Kniffen kann man viel machen.

Viele Grüße Jan
 
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