Bilder Kirowez-Traktoren (K-700,K-700A,K-701,K-701M,K 734,K 735,K 744,K 745)

Hallo Leute,

ich hätte da mal eine Frage zu K 701M. Denn wie man im Netz sehen kann, gibt es eine Ausführung ohne Steg zwischen den Scheiben. weiß jemand da Bescheid? Hat es mit dem Baujahr zutun? Oder warum ist das so?

Gruß Mirko
 
Moin Mirko,

der K-701M war der mit dem Steg in der Mitte bei der Front und Heckscheibe und der K-701M-1 hatte diese Stege nicht mehr in der Scheiben und  hatte noch eine etwas leichter zu bedienende Kupplung. Beide Typen wurden zeitgleich angeboten, aber der K-701M-1 war sehr selten anzutreffen, zumindestens hier in Deutschland.

Gruß Jens ;-)
 
Hallo,

Jens, der letzte Traktor, der auf dem Foto zu sehen ist, hat ja sogar ein 25er Schild. War der dann auch bei der Firma in Stadtilm zu Besuch zum Ändern des Getriebes?

Gruß Andreas
 
Moin Andreas,

bei dem K-701 denke ich eher, dass die Bauern den "25‘er Kuckuck" das selber an die Tür geklebt haben. Der Fahrer wird sicher noch mit dem DDR Führerscheinklasse T unterwegs gewesen sein und da durfte man Traktoren nur bis 25km/h bedienen. Der Kirovets schaffte aber 33 km/h und durfte zu DDR Zeiten nur mit Führerschein Klasse 5 (LKW) bedient werden. Nach der Wende kam noch dazu, dass man mit der DDR Führerscheinklasse T nicht die Traktoren fahren durfte die schneller als 25km/h liefen.Die Klasse ging dann beim Füherscheinwechsel in L (Landmaschinen) über. Es bestand aber die Möglichkeit, diesen Führerschein zuändern auf T. Dann durfte man auch alle Traktoren über 25km/h bedienen. Wer es nicht gemacht hat oder konnte, hatte dann im neuen Führerschein nur noch das L für Landmaschinen bis 25km/h. Den T Führerschein konnte man, mit Vorlage eines Beschäftigungsnachweises in einem landwirtschaftlichen Unternehmen umschreiben lassen. Man mußte den T Schein nicht extra neu machen. Ob die L&K damals überhaupt einen K-701 neu angeboten hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Gebraucht sind sicher einige übern Tisch gegangen. Beim K-700A war es anders. 1993 hat man ein K-700A Standdardausrüstung mit 215 PS, mit Zapfwelle begrenzt auf 25km/h, KFZ Brief + DEKRA Gutachten für läppische 47.000 DM von der L&K Stadtilm angeboten bekommen. Der K-700A OHNE 25km/h Begrenzung, aber mit der selben Ausstattung kostete aber dann schon 58.000 DM. Ich gehe mal davon aus, das damals manch eine Agrargenossenschaft egal war, ob der Kiro nu mit 25 km/h oder mit 33 km/h auf der Straße fahren konnte. Letztendlich hat man ja 11.000 DM gespart, das war wohl mehr der Grund des ganzen. Ein K-700A mit 33km/h "fahren", ist schon ein Erlebnis. Da ist konzentriertes Fahren angesagt und schön die Hände am Lenkrad halten. ;-) Ich hoffe ich liege mit meinen Ausführungen richtig, lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

Gruß Jens
 
Hallo Jens,

danke für die Info. Doch es gibt ein Bild vom 701Mer wo kein Steg zwischen den Scheiben ist. Dort steht nichts vom K 701M-1. Wurde es nicht vermerkt? Kannst du mir das genau erklären?

Gruß Mirko

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Moin Mirko,

das habe ich ja auch gar nicht bezweifelt, dass es kein Bild vom K-701M-1 gibt. Der Traktor selber war nur selten hier Deutschland anzutreffen. Der K-701M-1, der auf deinen Bildern zusehen ist, hat schon mal ne Lackierung bekommen und leider hat man das mit der Beschriftung auch nicht immer so ganz genau genommen. Ab Werk stand auch nie V8, 32V dran, das war wohl eher eine Idee von der L&K in Marlishausen. Der Kirovets Schriftzug war Original aus Plaste und an der Motorhaube links angeschraubt. Rechts stand gar nichts dran, warum auch immer? Bei deim gezeigten sind das extra angefertigte Aufkleber.

Anbei mal ein Bild, wo du noch etwas vom Schriftzug lesen kannst. Kirovets...1m-1. Die 7 und die 0 sind schon flöten gegangen.

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Und auf dem unteren Bild ist der Kiro Schriftzug schon kurz vorm abfallen. :(

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Es sind Beide vom gleichen Typ, nur das man bei dem zwillingsbereiften Emmerich mit der Bezeichnung "geschludert" hat. ;-)

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Bei den K-744‘er mit Deutz Motoren war das auch so. Die ein Deutz Triebwerk drin hatten, da stand das dann auch "manchmal" drauf K 744D, aber es gab auch einige, da stand nur K-744, trotz Deutz Motor. Das hat man wohl alles nicht so eng gesehen. ;-)

Na denn, wünsche dir ein schönes Wochenende.

Gruß Jens
 
Hallo Jens,

gab es denn bei den K 744 mehrere Motorenlieferanten? Oder, hat man die Deutz-Motoren nur in Exportmaschinen für das westliche Ausland verbaut?

Gruß Andreas
 
ulli-wgs:

Das ganze Typschild ist bemerkenswert, da es nicht in russischer Sprache ist... Evtl in Marlishausen (?) extra neu angefertigt wurde. Bei Grauimporten wäre das nämlich auch in der Landessprache...
...normal waren die Typschilder auch innen links oben über dem Armaturenbrett angebracht. Die hier sind ganz sicher nachgefertigt.

@Jens: Klasse Bilder! Leider schon vieles weg.....

Viele Grüße Jan
 
Hallo Andreas,

ja der K-744 wurde mit verschiedenen Motoren angeboten. Zum Beispiel hat der Motor, der auch im K-700 und K-700A verbaut wurde auch im K 744A seinen Platz gefunden. Der Unterschied war, dass er statt 215 PS dann 250 PS hatte und die Bezeichnung hat sich dadurch auch etwas geändert, hieß dann JaMZ 238 ND4 (Jaroslawl V8). Der K 744 hatte den JaMZ- 8481.10 (Tutajew V8) mit 350 PS verbaut und der K 744D auch mit 350 PS, hatte den Deutz Motor BF6 M 1015C (V6 Zylinder). Ja es ging damals schon recht bunt zu. ;-)

@Jan ja genau das denke ich auch. Die Schilder wurden hier nachträglich angebracht, schön an den Popnieten zuerkennen. 1992, das war ‘ne Zeit, da ging alles drunter und drüber. jeder hat irgendwie versucht, mit‘n Arsch an der Wand zubleiben oder wieder ran zukommen. Ich vermute mal, dass sich da einer ran gewagt hat, die 701‘er aus Russland zu expotieren. Wird sicherlich nicht von langer Dauer gewesen sein und bei einer geringen Stückzahl ist es wohl auch geblieben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die L&K diese Schilder da damals nachträglich "rangenagelt" hat.

Jan, schön, das wir damals mit der Rollei durch die Gegend gezogen sind und diese Burschen in Bildern festgehalten haben. Ne gewisse Vorahnung hatten wir ja da schon, dass diese Gattung aussterben wird. :(

Wünsche euch ein schönes Wochenende.

Gruß Jens
 
Guten Morgen,

zu den deutschen Typschildern habe ich mich mal bei der L & K in H. erkundigt.

Nach der Wende brauchten die Kirowetz eine "Typzulassung" (ich hoffe der Begriff ist rechtlich richtig) für Deutschland. Deshalb erhielten die Traktoren ein deutsches Typschild vom Importeur.

Wolfram
 
K 701 M mit Zwillingen im August 2012  :-) ; er wurde dann durch einen K 744 ersetzt ...  :(

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Viele Grüße aus dem verregnetem Sachsen

Wolfram
 
Moin Wolfram,

ja der gute Emmerich war wohl schon bißchen dolle anfällig. Der Fahrer meinte, zum Schluß mehr geschraubt, als gefahren zu sein. Die Jungs haben aber ein feines Angebot von der L&K unterbreitet bekommen und diesen doch recht schicken Ersatz dann dafür eingekauft. ;-)

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Schön Sonntag euch, Hier regnet es schon den ganzen Tag. :(
 
Hallo Jens, 

laut deiner Aussage zum Kasi 701M sieht man das du da der Experte bist. Damit kann ich was anfangen. Auch ein großes Danke für die schönen Fotos vom K 701M-1. Denn es soll mal ein Modell von dem K 701M-1 werden.

Gruß Mirko
 
Hallo Mirko,

danke für die Blumen. ;-) Als Experte fühle ich mich aber N I C H T. Ich finde diese Kiros beeindruckend und beschäftige mich gerne mit diesem Thema. Ich bin stolz drauf, dass ich Ihre Glanzzeiten miterleben durfte.

Ich freue mich, dass ich dir weiterhelfen konnte und finde es super, dass du da ein Modell von bauen möchtest. Das du das kannst, hast ja schon an Hand von schicken Bildern gezeigt. Laß uns bitte dran Teil haben, wenn du damit loslegst. ;-)

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Gruß Jens
 
Hallo Jens

da bist du ja wegen den Kasi‘s weit gereist /styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley11.gif; bei mir stehen sie fast vor der Tür  :-) , Sommer 2015:eup-1125023324-990039cd63e7b55d4ecce6e99e05afd5-1447602026_big.webp  

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noch mit LEMKEN-Grubber [error_image] ;-) [/img]/member/forum/images/77/user_163177/fupl/eup-1125023324-529dcad992a5249b4ade110cc7c35737-1447602261_big.jpg[/error_image]

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Gruppenbild mit der "Energetischen Basis"[ATTACH]435[/ATTACH] 

... ja, es regnet immer noch ...

Wolfram
 

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Hallo Wolfram,

na nur wegen dem K-744R habe ich die lange Reise mit meinem Hobby-Kollegen nicht gemacht, da machten wir ne große Runde und hatten noch einiges andere auf dem Zettel. Für mich war nur sehr interessant zusehen, wie er sich verändert hat. Damals war der mal paar Tage hier in Mecklenburg zu Gange.

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So wie du die mobile "Tankstelle" mit dem Dutra gesehen hast, stand damals der scheinbar "immer bereite Pionier"  mit der Tanke im schlepptau. ;-)

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Gruß Jens
 
Hallo Gemeinde,

es gab/gibt doch K700(?) mit einem 12 Zylinder V-Motor. Gab es dafür eine spezielle Bezeichnung und wo wurden diese vorwiegend eingestzt? Ich hatte vielleicht vor 4 Jahren mal einen in der Nähe von Bad Doberan gesehen. Äußerlich gab es da auf den ersten Blick keinen großen Unterschied.

Gruß Jan
 
Hallo Wolfram,

schönen Dank für das Bild vom Dutra. Schön, dass er auch mal mit einem Anhänger zu sehen ist.

Jens,

schönen Dank für die Bilder mit dem Pionier. Ist das Fass nicht ein bisschen groß für ihn?

Gruß Andreas
 
-krazjan-:

Hallo Gemeinde,

es gab/gibt doch K700(?) mit einem 12 Zylinder V-Motor. Gab es dafür eine spezielle Bezeichnung und wo wurden diese vorwiegend eingestzt? Ich hatte vielleicht vor 4 Jahren mal einen in der Nähe von Bad Doberan gesehen. Äußerlich gab es da auf den ersten Blick keinen großen Unterschied.

Gruß Jan
Hallo Jan,

das dürfte wohl der K-701 und K-701P gewesen sein. Das "P" ist allerdings noch die russische Schreibweise, und da ich weiß daß Du auch noch russisch hattest dürftest Du wissen, daß dies dann in dt als "R" gesprochen wird. Es steht wohl für "Russia" was hier bedeutdet, daß dies eigentlich Fahrzeuge für den russischen Markt waren. Einige K-701 kamen auch vor der Wende, jedoch gab man dem sparsameren K-700A den Vorzug, der V12 war dann den Funktionären doch etwas zu durstig. Die "R" kamen erst ab nach 1990 hier ins Land, zumeist als sogenannte "Grauimporte" über verschiedene Händler und nicht die L&K als Generalimporteuer.

Hier mal ein V12-Triebwerk (JaMS-240) im ausgebauten Zustand, der Motor wurde dieses Jahr in Markkleeberg vorgeführt, das war schon ein Hörgenuß wenn der losbrüllt. Unter Last klingt der aber noch deutlich besser! ;-)

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Viele Grüße Jan
 
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