Mahlzeit Timo,
die Geschichte wird uns wohl auch immer erhalten bleiben.

Meiner Meinung nach ist das etwas falsch dargestellt worden. Als die ersten K-700 Ende der 60‘ger, anfangs der 70‘er Jahre in die DDR kamen, mußte man diesen Trecker nicht erst für die DDR Landwirtschaft fit machen. Im KFL Seelow hat man die K-700 auf DDR Anforderungen umgerüstet. Dort bekamen sie unteranderem eine vernünftge Beleuchtung ran. Die K-700‘s hatten hinten z.B. keine Rücklichter. Das wurde dann alles erst in Seelow umgerüstet, wie auch die "Torpedoleuchten", als Begrenzungsleuchte vorn, wie der W 50 sie auf dem Dach hatte, ihre Verwendung dort gefunden hatten.
Die alten K-700 Fahrer und Schlosser haben immer wieder erzählt, wie es war, als die 1. K-700 dann auf den Betriebshöfen standen und keiner so wirklich wußte, was man damit anfangen sollte. Es gab keine Arbeitsgeräte für ihn, man wußte so gar nichts! Die ersten K-700 hatten damals aus der Not heraus sogar mit einem B 201 gepflügt. Man erkannte aber schnell, dass ein Traktor der 5 Mp Klasse was größeres braucht um den Sozialismus aufzubauen.

Somit hat man im Weimar-Kombinat den Pflug B 500/ B 501 entwickelt. Das einzige Werkzeug was man für den Kiro importiert hat, war meines wissens nach, die Scheibenegge BDT 7. Der Pflug B 500/ B 01, B 550, B 540, Kopplungswagen T 890, B 620, Schiebeschild oder Siloforke ist alles hier in der DDR für den Kiro produziert worden.
Ich gehe schon, wie in meinem vorherigen Beitrag beschrieben, davon aus, dass in der Entwicklung des K-700 auch an eine Verwendung fürs Militär gedacht wurde. Vielleicht stand das ja sogar mal ganz im Vodergrund? Es muß aber Gründe gegeben haben, dass diese Idee wieder verworfen wurde. Ich bin da mit Jan einer Meinung, es wird nur davon erzählt, belegen wird uns dies wohl keiner können.
Ich wünsche dir einen schönen 3. Advent und freue mich, wenn du im April wieder mal hier in Mecklenburg zum Pflügen kommst.
Gruß Jens