DDR Fahrzeuge und ihre Preise in Mark

Leinels

Traktorist
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15. Mai 2012
Beiträge
68
Hey Leute,
ich hab mal eine Frage an euch. Wer weiß noch, wie viel oder was damals die ganzen Produktionen von IFA usw. gekostet haben? Ich habe mal gehört, dass ein L60 doppelt so teuer wie ein W50 war. Was hat er aber tatsächlich gekostet? Oder was hat ein T174 oder ein GT124 gekostet? Leider kann mir das niemand mehr so richtig sagen und ich würde mich sehr über eure Beiträge freuen.

Grüße aus dem Vogtland
 
Aus dem Handelssortiment von 1980.
IFA W50 L/K Mark 36,682,-
T 174-2 Mark 95,850,-
 
....ich hab noch irgendwo die Rechnung von meinem Trabant 500 , Bj.61, der hat den damaligen Käufer 6668,- Mark gekostet....
Grüße Ingo ;-) ;-) ;-)
 
Hallo

Ich würde denken mein Vater hat immer gesagt das unser 1.3 Wartburg um die 31.000 Mark gekostet hat.Weiss es aber nicht genau.

MfG Andreas
 
na genau, das war der Preis für die Limousine....und der Tourist lag sogar bei knapp 34000-35200 Mark, je nach typ und Ausführung...

Grüße Ingo :-) :-) :-)
 
W50L/Sp mit Plane und Spriegel wurde 1970 für 36.000 Ostmäuse verkauft. Mein Vater war einer der wenigen Glücklichen, die sich damals einen neuen W50 kaufen durften ....

VG Gerd
 
Also ich freu mich riesig,dass ihr so die ganzen Preise textet! Wenn ihr auch noch wisst,was die Anhänger gekostet haben-bitte schreibt das auch. Egal ob CampTourist oder HW 80 :-)
also vielen Dank für eure Beiträge!

Grüße aus dem Vogtland
 
Achso, der HL60 war 1980/81 von Lübtheen für 14.000 Ostmäuse zu haben, nur brauchte man dazu den richtigen Bilanzanteil, den wir als Ostfuhrunternehmer hier leider nicht bekommen haben, Export nach Mocambique war dringlicher.

VG Gerd
 
hallo

ich hab mal ne andere frage
gab es in der ddr mehrwertsteuer ???

mfg alexander
 
Hallo,

hier mal eine Orginalrechnung vom IFA L60 DSK von 1989.

MfG Alf

 
Hallo,

hier handelt es sich nicht um Exportpreise!

Bis zum 31.7.1964 war die Währungsbezeichnung in der DDR:

Deutsche Mark der deutschen Notenbank (DM).

Ab 1.8.1964: Mark der deutschen Notenbank (MDN).

Daher läßt sich der Zeitraum der Datenblätter auf ca.1963-64 eingrenzen.









Gruß Thomas
 
Servus Thomas,

klasse!

Hast du noch mehr davon und würdest du uns davon teil haben lassen?

m.f.g Max
 
@ Alexander:
eine Mehrwertsteuer im Sinne von heute gab es zu DDR Zeiten nicht, sondern wir hatten ein vereinheitlichtes Preissystem, in dem alle Preise gleich waren für denselben Artikel,EVP hieß der und da kostete eben das Brot in Thüringen genauso viel (oder besser wenig...1.24M zB.)wie in Mecklenburg oder Sachsen...
Eine Verkaufssteuer wird es schon intern im Sozialistischen Handelssystem gegeben haben...nur eben nicht ausgewiesen wie wir es heute kennen...Abgaben wurden staatlicherseits festgelegt und zwar einheitlich....

Grüße Ingo ;-) ;-) ;-)
 
Also die Umsatz- oder Mehrwertsteuer ist eine Erfindung der Bundesrepublik irgendwo aus den 60ern, um die klammen Kassen zu füllen, das gabs in der DDR nicht.

Hier gab es einheitliche festgelegte Preise, hier konnte auch nicht jede Firma ihre Preise willkürlich machen, sondern die Preise mußten genehmigt werden, heute unvorstellbar.

Da die politisch gewollten Preise nicht immer den Herstellkosten entsprachen, wurden auf einen Teil Produktgebundene Abgaben (PA) erhoben und der andere Teil durch Produktgebundene Stützungen (PS) finanziert.
Auf manchen Teilerechnungen sind diese Differenzen durch eine Angabe von verschiedenen Preisen erkennbar (nur bei Rechnungen zwischen den Firmen).

Die Abrechnerei war eine genausolche sinnlose Arbeit wie das Steuergerechne heute, jedoch überschaubarer.

Es sind mindestens noch genausoviele "Faultierfarmen" existent wie zu DDR-Zeiten, früher waren es Abteilungen für Wettbewerbsabrechnungen, Krankengeldabrechnungen, gewaltige Instandhaltungskolonnen, Ferienheime und vieles mehr in den VEBs. Der Unterschied zu heute besteht eigentlich nur in der Verselbständigungen derselben. Heute haben diese "Faultierfarmen" im Osten in AOK, Amt für Statistik, Arbeitsamt usw. umfirmiert in schönen Glaspalästen.

Das Finanzamt war in der DDR die Abt. Finanzen beim jeweiligen Rat des Kreises, heute Landratsamt.

Instandhaltung und Ferienheime wurden nach der Wende outgesourst.

Achso, der Trabant P601 Grundpreis 11.415 Ostmäuse kam 1989 mit Ausstattungspaket und Rollgurten inklusive Zulassung 12.773 Ostmäuse, die entsprechende Rechnung ist im Fahrzeuglexikon Trabant abgedruckt.



VG Gerd
 
Hallo,

@ Max: Du hast es so gewollt!

Wie schon im ersten Beitrag gesagt, waren das die Preise etwa um 1963-1964.











Gruß Thomas
 
so mal ganz Grob überschlagen:

1 M DDR ist umgewandelt 1/1 in 1 DM die wiederum 2/1 in Euro wurde also 0,50 cent eine DDR Mark

Nur das galt bis zu einer Grenze von 4000 DDR Mark, darüber war der Kurs DDR zur BRD 2/1 bedeutet 25 cent = 1 DDR Mark

Dagegen gerrechnet auf dem Schwarzmarkt:
10 DDR zu 1 DM = 1 Mark der DDR = 0,05 Cent ;-)

Oder man nimmt den Alupreis heute.....
 
Hallo,

bin wieder mal fündig geworden.

Ein Brief vom 7.6.1988:



Inhalt:
Termin und Aufforderung zur Unterzeichnung eines Kaufvertrages
und das hier


am 21.6.1988 war es dann so weit

man achte auf das Bestelldatum!
Vereinbarter Liefertermin: Dez. 1988
Farbe: delphingrau

Überraschung etwa am 20.7.1988

interessant der Auslieferungstag und die Farbe!



der 27.7.1988




Folgekosten:
Anbau Nebelscheinwerfer, Nebelschlußleuchte, Rückfahrscheinwerfer, Zweiklanghupe


Unterbodenschutz, Hohlraumkonservierung


das war er


Gruß Thomas
 
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