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Oberlungwitz/Hohenstein-Ernstthal: Wetter bremst Traktoren aus
Viel Regen und jede Menge Schlamm gab es bei der siebten Auflage des Russentreffens am Wochenende an der Goldbachstraße
Oberlungwitz/Hohenstein-Ernstthal. Am Sonntagnachmittag war beim Russentreffen zwischen Hohenstein-Ernsthal und Oberlungwitz Flexibilität gefragt. Das Programm musste wegen des schlechten Wetters umgestellt werden. Und auch ein Teil der Traktoren konnte nicht auf der Festwiese bewundert werden, sondern auf einem Parkplatz auf der anderen Straßenseite. "In der aufgeweichten Wiese könnten die Fahrzeuge ins Rutschen kommen. Deshalb haben wir sie aus Sicherheitsgründen auf den Parkplatz dirigiert", sagte Organisationschefin Andrea Werner.
Insgesamt waren rund 250 Fahrzeuge bei dem Treffen dabei. Es handelte sich nicht nur um Traktoren russischer Fabrikate, sondern auch um Oldietraktoren, Lastwagen und verschiedene andere, teils liebevoll gepflegte Fahrzeuge. Bei der traditionellen Rundfahrt durch Nachbarorte, die über Bernsdorf in Richtung Lichtenstein und dann zurück führte, waren mehr als 60 Fahrzeuge dabei. Die Besucherzahl schätzte Andrea Werner am Sonntagnachmittag auf 5000 Gäste. "Damit haben wir die Zahl des Vorjahres erreicht, trotz des schlechten Wetters", war die Bernsdorferin erleichtert.
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Einer zieht, der andere wird gezogen: Das nennt sich Traktor-Pulling und war auf der vom Regen durchweichten Wiese an der Goldbachstraße am Wochenende eine der Attraktionen, die das Publikum anlockte.
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Zur Rundfahrten durch die Orte rund um den Sachsenring reihten sich mehr als 60 Traktoren aneinander.
Foto: A. Kretschel
Im Verlauf der Woche waren die Zweifel groß gewesen, da der Wetterbericht sogar Dauerregen angekündigt hatte. Am Sonntag war es auf dem Gelände zwar schlammig, doch gestört hat das kaum. "Leute aus der Landwirtschaft kommen damit klar und Besucher aus der Stadt müssen so was einfach mal miterleben", sagte Andrea Werner mit einem Augenzwinkern. Als erneut Starkregen einsetzte und die Zugwettbewerbe abgebrochen werden mussten, endete das siebente Russentreffen am Sonntagnachmittag etwas eher als geplant. Für die achte Auflage im Mai 2013 hat die Bernsdorfer Organisatorin schon jetzt eingeladen.
Ein Wechselbad der Gefühle erlebten am Wochenende auch Thomas Werner und Markus Roscher, die im Vorfeld des Russentreffens monatelang an ihrem "Renntraktor" geschraubt hatten, damit das rund 500 PS starke Kraftpaket bei den Zugwettbewerben vorn mitmischen kann. Am Samstag bekamen die Pläne der beiden einen herben Dämpfer. "Bei einem Trainingslauf hat es uns den Turbolader zerlegt", sagte Thomas Werner. Aus Leipzig holte Markus Roscher noch am Nachmittag Ersatz, der bis in die Abendstunden mit Unterstützung einiger anderer Traktorfans eingebaut werden konnte. Am Sonntag lief der Spezialtraktor dann. Doch beim ersten Lauf gab es ein weiteres Problem, denn am Start gab es durchdrehende Räder. "Die Bodenverhältnisse sind grenzwertig", kommentierte Markus Roscher, der den Boliden steuerte. Dennoch zog der Spezialtraktor aus Bernsdorf den Lastschlitten zweimal den Hang hinauf, und konnte sich als "Stärkster Russe" fühlen.
Im Gegensatz zu den anderen Traktoren wird bei dem Spezialmodell dabei auf Tempo gesetzt - und dicke Rauchschwaden dürfen ebenfalls nicht fehlen. Kein Wunder, denn pro Minute werden in der Maschine bis zu 10 Liter Diesel verbrannt.
In der offiziellen Wertung fuhr der PS-Gigant aber ebenso wenig mit wie die riesigen K700-Traktoren, von denen diesmal drei Exemplare auf der Festwiese an der Goldbachstraße zu Gast waren. Bei den Serienmodellen gewann Thomas Nitschke aus Dresden. In der Kategorie der Sondermodelle hatte Stefan Tröger aus Langenweißbach die Nase vorn. Ein Filmteam des MDR war am Sonntag beim Russentreffen dabei. Der Beitrag soll voraussichtlich am Montag in der Sendung "Hier ab Vier" zu sehen sein.