Die Entwicklung bleibt nicht stehen

Hallo,

kurz und bündig: solche Technik braucht in Deutschland keiner!
Natürlich wird es in der Zukunft in Ländern wie Rußland oder Amerika solche Traktoren geben und dort können sie auch sinnvoll eingesetzt werden. Aber doch bitteschön nicht auf solchen "Handtuch-Flächen" wie wir sie in Deutschland haben.
Diese Technik ist ein Witz, der Wirkungsgrad ist absurd, wenn ich für 5kg Kartoffeln im Discountladen 1,50€ bezahle, was bekommt da der Erzeuger?? und wie will er davon die Technik bezahlen?? Subvension heist die Antwort.
Seit doch mal alle ehrlich, eine bezahlbare Landwirtschaft gibt es doch in Deutschland gar nicht mehr und sie wird auch in weiter Zukunft bei uns keinen Bestand mehr haben. Abgesehen von den kleinen Nebenerwerbsbauern besteht doch heute nur noch eine Monokulturen-Landwirtschaft, die nur auf Profit aufgebaut ist. Ein arbeiten im Einklang mit der Natur (wie noch vor 100 Jahren) ist doch schon lange nicht mehr vorhanden. Und die Wenigen, die es noch versuchen eine ausgewogene Landwirtschaft mit Pflanzenanbau und Tierhaltung zu erhalten, werden von unserer Politik in den Ruin getrieben!!
Also Landwirtschaft in Deutschland ist ein einziger Betrug und Raubbau an der Natur.

Wer das nicht zugibt oder eingesteht, sollte mal drübernachdenken, wie er ohne Subvensionsgelder, Fördergelder oder sonstige Prämien für sinnlose Stilllegungen zurecht käme!!

MfG Jens
 
Hallo,

ich sehe das ziemlich entspannt.

Erstens:
Niemand muss deswegen um seinen Arbeitsplatz fürchten.
Der aktuelle Nutzen ist meiner Meinung nach noch zu gering. Die Einsparung von Lohnkosten steht noch in keinem Verhältnis zum zusätzlichen Aufwand aufgrund Fehlerbehebung.

Zweitens:
Die Gesellschaft überaltert und es stehen langfristig gesehen, immer weniger Werktätige zur Verfügung (habe was von 3 Rentner auf 1 Arbeiter gehört). Es fehlen also in Zukunft von Haus aus die Fahrer für diese Maschinen (es sei denn Ihr wollt noch mit über 80 auf dem Traktor,Drescher,... arbeiten -> siehe 3 Rentner).
Insofern haben wir in Zukunft (dann wenn ich und ihr einer von den 3 Rentnern seid) ein Problem weniger, weil es diese Technik gibt.

Gruß Matthias
 
hallo gemeinde

das ist doch super ;-) ;-) ;-)
ich werde mir so einen schlepper aber erst kaufen wenn der auch allein steine lesen kann ;-) ;-) ;-) ;-)

mfg alexander
 
@Jens
So ganz kann ich da nicht mit - in Deutschland, speziell im Osten aber auch in einigen Regionen im Westen gibts durchaus große Felder. Und Monokulturen sind per Definition mehrere Jahr gleich angebaute Kulturen wie Wald oder in manchen Gegenden leider auch schon Biogasanlagenmais.
Solang ich eine Fruchtfolge mache, was ja auch wirtschaftlich langfristig Sinn macht, hab ich keine Monokultur. ;-)

@Mathias
Die Gesellschaft überaltert - richtig. Aber dann ist das von dir aufgezeigte Problem nur kurzfristiger Natur, denn irgendwann muss die Rentnerwelle (ich nenn es jetzt mal so brutal, Sorry!) weggestorben sein. Bei einem Geburtenrückgang bleibt die Rentnerbugwelle ja nicht gleich hoch, sie ebbt mit natürlicher Verzögerung auch wieder ab.

@Alexander
Richtig - und ausm Schlammloch soll sich die Karre dann bitteschön auch selbständig befreien können - wenn schon, denn schon. :-)

http://www.zetor-forum.de
 
Und was für mich noch negativ ist, dass dort viel komplizierte Technik verbaut ist.

m.f.g Max
 
genau sehe ich auch so
komplizierte Technik geht auch schneller kaput oder nicht den was nicht da ist kann auch nicht kput gehen

gruß michael
 
Hallo,

die mit Pferden arbeitenden Bauern, haben früher sicher auch solche Diskusionen über die "sinnlose" Entwicklung von Traktoren geführt...

Gruß Johnny
 
Hallo,

das Thema hat mich ein bisschen beschäftigt und es scheint doch schon fortgeschrittener zu sein als ich gedacht habe. Automatisches Vorgewende-Management und GPS-Lenksysteme gibt es ja schon. Die kombinieren und der Schritt zur Vollautomatik ist scheinbar wirklich nicht mehr weit.

siehe hier
oder hier

Und "Fahrerloser Traktor" ist wirklich nix Neues, damit habe ich auch schonmal auf dem Feld gearbeitet! (aber der war im ersten Gang auf Handgas und ich habe hin und wieder von außen mit der Heugabel gelenkt ;-) -> bitte nichts davon der Berufsgenossenschaft sagen).

Und Johnny hat imho den Nagel auf den Kopf getroffen. Abgesehen davon gab es schon vorher Schlimmeres, siehe Weberaufstände im 19. Jahrhundert. Kennt wahrscheinlich niemand mehr, aber im Endeffekt gleicht sich halt irgendwie alles aus.

Gruß Matthias
 
Hallo,

also, letztendlich wird immer der Mensch gebraucht als Kontrollinstanz. Man sieht es ja an den Versuchen des US-Militärs, dort werden Roboter-Autos getestet und bewertet, aber, ganz ohne Mensch kommt man auch nicht aus.

Gruß Andreas
 
Moin,

ich denke Thomas liegt ganz gut, mit seiner Meinung.

@Andreas
Was ist mit den Dronen? Die Aufklärer werden ja schon ersetzt und glaub mir - Militär ist ein denkbar schlechtes Beispiel.
Warum hat man denn Kriege geführt und führt sie noch heute? Zumeist ging es doch um Ressourcen. Und wofür brauch ich die? Um noch mehr zu produzieren um noch mehr Abhängigkeiten zu erschaffen um noch mehr Kohle zu verdienen.

Ich mein ich bin ganz sicher kein Rückwärtsdenker, aber schon Marx hat dieses Problem des Kapitalismus erkannt.
Man spielt uns Demokratie vor und gelebt wird ja doch der pure Lobbyeismus.

Technik, wo sie dem Menschen sein Leben erleichtert ja - wo sie ihn überflüssig macht, nein.

Um auf den autonomen Traktor zurück zu kommen - wozu bitteschön brauch man sowas?

Reicht es zur Arbeitserleichterung nicht aus, das man mittlerweile vollgefederte Traktoren, mit leisen klimatisierten Kabinen, tollem Soundsystem und mit einer Bedienung, über wenige leicht zu bedienende Knöpfchen hat? Warum muss ich dann wegrationalisiert werden? Glaubt wirklich auch nur einer, das dadurch auch nur ein Landwirtschaftlich erzeugtes Produkt günstiger wird oder wir als Landwirte einen Cent mehr verdienen?

Wie war das denn bisher? Jede noch so kleine Preiserhöhung für Getreide und co wurde doch Postwendend durch die uns beliefernde Industrie mit Preiserhöhungen quittiert. Und wenn der Getreide Preis wieder fiel? Dann hatten die 1000 Gründe den Preis halten zu "müssen".

Abhängigkeiten waren noch nie gut, weder früher noch heute.

Sorry, aber ich seh einfach keinen langfristigen Vorteil auf Verbraucherseite (und damit meine ich auch die Landwirte) bei so Spielzeugen.

http://www.zetor-forum.de
 
Hallo,

Das Engelsche Gesetz sagt aus:

Bei steigenden Einkommen der Haushalte, sinkt der Anteil den ein Haushalt für Nahrungsmittel ausgibt.

Durch "technischen Fortschritt" können die Betriebe mit "weniger Geld" mehr produzieren, somit steigt das Angebot. Da jedoch die Nachfrage aufgrund des Engelschen Gesetzes nicht sehr stark steigt, steigen die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse auch nur wenig, es gibt sozusagen mehr Angebotene Menge zu geringerem Preis.

Und das Problem bei dieser Entwicklung ist, das Landwirte immer effektiver und kostengünstiger produzieren müssen um ihren Betrieb halten zu können.

Nur mal ein anderes Beispiel:

Wenn man mal die Pflanzenzüchtung betrachtet und die Weizen- ,Raps-, etc.-Erträge von heute mit denen von 1990 betrachtet, dann lässt sich dort ein Unterschied erkennen.

Genauso ist es mit der Technik, seit einigen Jahren finden immer mehr Melkroboter in die Betriebe und warum??? Weil es a) nur noch wenige Leute gibt die melken wollen und b) das es einem Betrieb in der jetzigen wirtschaftlichen Lage gar nicht möglich ist Melker angemessen zu bezahlen aufgrund der dramatisch schwankenden Milchpreise, das Ergebnis daraus ist, dass man als Betriebsleiter auch nur sehr schwer Melker findet.

Und bei der Technik auf dem Acker kündigt sich auch solch ein Trend in den nächsten Jahren an,
Es ist als Betrieb wirklich schwer gute Leute zu bekommen, da es sehr große außerlandwirtschafliche Konkurenz gibt (z.B VW, Industrie etc.) Es sind doch nur noch wenige bereit z.B am Wochenende zuarbeiten, und diese Entwicklung schreitet weiter voran.

Daher ist meine Meinung: Um auch in der Zukunft Landwirtschaft mit Erfolg zubetreiben, ist es dringent von Nöten die Technisierung weitervoran zu treiben, damit auch weiterhin Menschen von Landwirtschaft leben könne (im vor- und nachgelagerten Bereich),

weil wir alle von Märkten und Marktgeschehen beeinflusst werden, ob gut oder schlecht sei dahin gestellt.

Gruß Johnny
 
Hallo,

ich hatte den Forschungswettbewerb der US-Army nur als Beispiel dafür gesehen, dass es ohne menschliche Kontrolle nicht geht. Über den Sinn oder Unsinn von Kriegen wollte ich eigentlich nicht streiten, bei Kriegen gibt es keinen Gewinner.

Gruß Andreas
 
Das Problem beginnt doch schon auf dem Feld wenn man zB. Grubbert oder mit der Scheibenegge arbeitet kommt es auch mal zu verstopfungen,der Fahrer sieht das und löst das Problem sofort.Der Computer Schlepper würde das vielleicht durch seine Sensoren erfassen können aber dann müsste erst der Fahrer oder Bauer zum Schlepper fahren und das Problem beseitigen,wenn der aber nicht erreichbar ist steht der ganze Computerzirkus unnütz herum.Dadurch spart man am falschen Ende.
Gruss Dirk

Achtung Lesen gefährdet die Dummheit!!!
 
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