Eine (hoffentlich dumme) Frage zum Motor ZT323

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Hi Leute,

Seit wenigen Tagen steht ein ZT 323 in der Scheune. Ein sehr verbreitetes Phänomen beim ZT soll Undichtigkeit sein, und so war ich nicht überrascht, das meiner offensichtlich keine Dichtung mehr hat, die noch diesen Namen verdiehnt. Beim Zerlegen und Instandsetzen des linken Achsvorlegers ist mir aufgefallen, das ich entweder einen Glücksgriff getan habe oder die Konstruktion derartig robust ist, das die 30 Jahre kaum Spuren hinterlassen haben, wenn ich mal von den Dichtungen absehe.

Nun bin ich beim lesen von inoffiziellen Quellen darauf gestoßen, das der W50 das Aggregat für den ZT spendiert hat. Hier fängt meine Unwissenheit richtig an, ich habe überhaupt keine Peilung was der W50 für Besonderheiten hatte, allerdings ist mir ein Artikel untergekommen, wonach der W50 bereits Commenrailtechnik (Hies glaube ich Gleichdrucktechnik) hatte, als wir Besserwessis nicht mal wussten wofür das gut sein soll. Da ich seit 1991 nur Motoren von innen gesehen habe, die vor 1970 gebaut wurden, fehlt mir das Wissen über Commonrailtechnik.

Daraus folgt meine Frage: Hat der ZT nur den Block geerbt, oder muss ich spontan auch noch Commonrail lernen, wenn ich den Motor zerlege und neu abdichte?  
 
Hallo

Der W50 hat mit Commonrail Technik nun garnix zu tun, Es war der L60! Somit ist dein Zt 323 auch ohne.

Gruß Roland 
 
Guten Abend!

Weder im ZT 323, noch im W 50 werkelt ein Motor mit Common Rail Technik.

Der Grundmotor ist an beiden gleich, nur unterscheiden sie sich in der Einspritzpumpe (100 PS ZT, 125 PS mit Spritzversteller W 50) und der Ölwanne.

MfG Dettl
 
Im IFa Museum gibt es einen Motor, auf dessen Schild steht "Motor W50 in Gleichdrucktchnik Baujahr 1984" Meinen bescheidenen Informationen war der L60 erst 1986 fertig. Da ich Besserwessi bin hoffe ich einfach, das Ihr Recht habt.
 
Hallo, was der Dettl schreibet ist 100 pro richtig. Der Motor aus dem Museum war bestimmt ein Veruchsobjekt was nie in Serie ging. Da gab es viele verschiedene Ansätze. Gruß René
 
Hallo,

ich denke mal Dumme Fragen gibt es nicht. IFA ist ja nun auch schon Geschichte und da gerät auch mal was in Vergessenheit oder einer kennt es nur vom Hörensagen. Der Dettl hat aus meiner Sicht auch Recht im ZT egal welcher Typgab es keinen Commonrail Motor. Man hatte in Nordhausen einen Serienreifen Motor mit Commonrail Technik, wer sich den nach der Wende günstig an Land gezogen hat ist sicher ein Geheimnis. Interssant ist natürlich das der Motor4 VD14,5/12-1 SRW über Jahrzehnte das Triebwerk in der DDR war. Für jeden Einsatzzweck gab ein paar keine Änderungen. Für den ZT 300 wurde der Motor mit 90 PS verbaut, im ZT 303 mit 100 PS, MD E 512 105 PS und 2000 U/min, E 514 115 PS. ZT 323 hatte glaube ich 110 PS. Wir haben bei Einspritzpumpen Schaden immer versucht eine Mähdrescher Pumpe zu bekommen, da lief der ZT dann gleich etwas schneller. Es wäre noch zu erwähnen das zu LPG Zeiten  peinlich darauf geachtet wurde das die E-Pumpe ordentlich verplombt war, nicht das jemand sich ein paar Umdrehungen selbst zugeteilt hat. Kraftstoff sparen stand ganz oben auf der Agenda. Schönes Thema, vielleicht hat der ein oder andere auch noch eine Anekdote aus vergangenen Zeiten. Bleibt gesund!
 
Hallo Egon!

Genau so ist es.

Ich bin beim Güllefahren mit HTS 100 und ZT 303 kurz vorm Mittag auf glatter Strecke liegengeblieben. Der Motor ging einfach aus und ließ sich nicht mehr starten. Diesel an der Förderpumpe lag aber an.

Der kürzlich ausgelernte Jungfacharbeiter ;-) vermutete eine gebrochene Reglerfeder. Regler geöffnet, kleinen Splint aus der Werkzeugkiste gekramt, auf den Ferderstummel gefädelt und in den Reglerhebel eingehakt, umgebogen. Klar, mit nur 1300 U/min in die Werkstatt getuckert, das Mittagessen in der Kantine war kalt.

Der ZT Schlosser, "...hab ich nicht.", kramte aber nach etwas Zögern im Werkzeugschrank und brachte doch  da eine Drescherfeder (E 512) hervor. Eingebaut, lief sehr fein, drehte bis zur Ladekontrolle!!!

Gruß Dettl
 
Also in meinem 323er Schein werden 74 KW behauptet, das wären nur je nach Rundung 100 - 101 PS. vermutlich werde ich nie erfahren wie viel es wirklich sind, da ich keine Maschine habe, die mehr als 70 KW will.
 
74 KW, etwa 100 PS sind richtig. Wollte man, so könnte man...! ;-)

Die originale Reglereinstellung steht bei etwa 100 PS, mit geringer Schwarzrauchentwicklung aus dem Auspuff bei Belastung.

ZT´s in der Bodenbearbeitung wurden in den Werkstätten immer etwas besser eingestellt, W 50 Triebwerke vor der AU etwas gezähmt, um dann wieder "gedreht" zu werden. :-)
 
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