Frage zum K 700: Was macht den K 700 so besonders

zetor5011

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Hallo,

bitte nicht wundern, dass ich diese Frage stelle. Ich war vor kurzem in Zinnowitz auf Usedom im Urlaub und ein Highlight war der K 700. Zu dem Urlaub möchte ich einen Reisebericht erstellen. Die Leserschaft des Reiseberichtes ist nicht spezialisiert auf DDR-Landmaschinen. Welche Besonderheit hat der Traktor, die einem Laien sofort begreiflich zu machen ist? Das Märchen vom möglichen Einsatz als Zugmaschine für mobile Raketenstartrampen wollte ich auch nicht wiederholen, da ich nicht weiss, ob es stimmt. Der Reisebericht soll am Freitag, 10.07.15, fertig gestellt werden. Was würdet Ihr mir empfehlen, was ich dazu schreiben kann?

Ich füge hier ein Bild ein, das im DDR- Fahrzeug- und Zweiradmuseum in Dargen entstanden ist.

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Danke im Voraus für Eure Infos.

Gruß Andreas
 
Moin Andreas

Der K700 war nach dem ZT300/303 in der Landwirtschaft ein weiterer Quantensprung in Sachen Bodenbearbeitung. Kraft und Sound sind beeindruckend und man sitzt auf der rechten Seite ;-) .

vG Fiete
 
Der K 700 geht durch "Dick und Dünn" , Imposante Erscheinung zur damaligen Zeit, 

manny
 
Hallo Andreas,

das mit dem K-700 und der Verwendung als Zugfahrzeug für Raketenrampen dürfte schon ins Reich der Märchen gehören. Es ist nach der Wende keinerlei derartige Satteltechnik dazu aufgetaucht, ebenso wenig die dazu notwendigen Sattelplatten. Und auch im Bereich "Militär" gibts genug Spezialisten die die aufgetauchte Technik genauestens unter die Lupe genommen haben, gerade in Sachen Raketen- oder Atomtechnik. ;-)

Viele Grüße Jan
 
Hallo Jan, du zäumst das Pferd von hinten auf... vielmehr müsste man (ob urban legend oder nicht) fragen, hat das sowjetische Militär bei der Konstruktion und dem Forderungskatalog seine Finger im Spiel gehabt oder nicht? Das dass Fahrzeug dann nicht in den Bestand der Armee übernommen worde, kann auch andere Hintergründe haben, wie zum Beispiel die relativ geringe Geschwindigkeit oder Fortschritte bei der Waffentechnik bzw. deren Trägern... Und da es nun mal durchkonstruiert war, wurde es für die Land- und Bauwirtschaft übernommen... die Russen sind/waren bei sowas immer recht schmerzlos...

Ein Indiz für eine ursprüngliche andere Verwendung wäre auch, ob die sowjetische Bodenbearbeitunsgindustrie parallel entsprechende Arbeitsgeräte für Traktoren dieser Größenklasse bereitgestellt hat, oder ob das eher improvisiert wurde oder länger dauerte...
 
Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, welcher militärischen Forderung der K-700 entsprungen sein soll. Dem sowjetischen Militär standen zum Zeitpunkt der Entwicklung des K-700 diverse geeignetere Alternativen in Form von Kettenzugmitteln (AT-S und AT-T) oder Schwerlastkraftwagen (MAZ-535/ 537, JaAZ bzw. KrAZ) zur Verfügung, als dass es auf einen Traktor angewiesen gewesen wäre. 
 
Die Tatsache, daß keine Zusatzausrüstungen für den militärischen Einsatz gefunden wurden, ist genau so wenig wie die Tatsache, daß genug andere Zugmittel vorhanden waren, eine ausreichende Begründung dafür, daß der K 700 nicht doch eventuell im Spannungsfall einen entsprechenden Einsatz erfahren sollte.  

Die W50 - TLF waren ja auch nicht nur als Feuerwehrfahrzeuge konstruiert worden...

MfG Uwe
 
Hallo,

Der Andreas möchte einfach nur wissen, welche Besonderheiten der K 700 für die Landwirtschaft hatte.

Gruß Oskar
 
Im Kriegsfalle wäre er, wie wohl die meisten verfügbaren Nutzfahrzeuge, in den Militärdienst gepresst worden. Zu beweifeln ist aber, dass er für den militärischen Einsatz konstruiert wurde. Dann hätte er wohl anders ausgesehen. Viel wahrscheinlicher ist es, dass er vor dem Hintergrund der riesigen Ackerflächen in der Sowjetunion entwickelt wurde. Die Parallele dazu gab es in den USA, wo Bauern in den sechziger Jahren im Eigenbau (!) um leistungsstarke LKW-Motoren herum sehr ähnliche Maschinen herstellten.
 
Guten Abend Fan‘s,

warum mich der Kasi so begeistert, hängt zum 1. mit seiner imposanten Größe zusammen. Den K-700 fand ich als Kind schon gewaltig, als er in die DDR eingeführt wurde, aber der K-700A/ K-701 ist immer noch mein Favorit, bei allem was noch so kam. 2.das Pfeifen des Turboladers, EINMALIG beim A. Beim 701‘er, der 12 Zylinder, ein donnern, der blanke Wahnsinn. Nach der Wende, als die ersten Altbundesländer nach Mecklenburg kamen und die Kasis auf den Feldern sahen waren doch recht sprachlos. :-) Die waren von der Größe des Traktors sehr beeindruckt und fragten, "Ist das ein LKW?" da hab ich erstmal die Stirn gerunzelt und habe die Frage gar nicht verstehen können, wieso LKW? Sie waren vom Fahrerhaus iritiert, da es so breit war und die Türen aufgehen, wie bei einem LKW und die lange Haube. Ich schmunzelte damals nur und fragte, ob im Westen die LKW‘s so ‘ne großen Räder haben. Das verneinten sie aber dann doch. Die Leute waren sehr von der Schlagkraft begeistert. Manch einer von den Leuten, die sich für unsere Technik interessierten standen da manchmal ne ganze Stunde und guckten und guckten und fotografierten. "So‘n Trecker, so‘n langen Pflug, so‘ne großen Felder haben wir noch nie gesehen. War damals ne schöne Zeit, wenn solche Leute am Feldrand anhielten und staunend guckten.

Als Kind fand ich das immer Spitze, wenn wir umgerückt sind auf ein neuen Schlag und ich links saß und wenn dann ein Bus oder LKW kam, war ich stolz wie Oskar, weil ich glaubte der LKW oder Busfahrer dachte sicher, ich fahre den Kasi. ;-)

Ich bin jetzt 44 Jahre alt und hatte mit 5 mein erstes Erlebnis mit dem K-700 und seit dem zieht es mich immer da hin, wo welche zusehen sind. Die Momente sind in den letzten Jahren drastisch zurück gegangen. Hier in Mecklenburg sehe ich sie noch bei Trecker-Treck Veranstaltungen, wo Sie auch die Zuschauer nach wie vor begeistern. Zugkräftig sind sie heute immer noch und lassen hin und wieder modernere Technik mal blas werden.

Zum Thema Raketenschlepper gebe ich Jan recht, das ist nur mal in der Konstruktionphase des K-700 mit einbezogen worden. Diese Idee hat man aber schnell wieder verworfen. Sicher, wäre es soweit gekommen, das erneut ein Krieg ausgebrochen wäre, hätte man sicher die Kasis mit rangezogen. Der hätte mit großer Wahrscheinlichkeit die Stallinorgel da hingeschliffen, wo sie hin sollte. Unsere Nachbar LPG MUSSTE damals zwei K-700 abnehmen, wollten aber gar keine haben. Mag vielleicht auch mit Stratgie zu tun gehabt haben. Wir waren ja mal gerade 30 Kilometer vom Westen weg. Egal wie, am Ende bleiben uns doch nur Spekulationen zu diesem Thema.

Ich habe hier noch zwei Bilder gefunden von zwei kleinen Pippel‘s, der Eine, heute mit 26, immer noch Fan von den Leningradern ist und der Junge im Gelben, dürfte jetzt so 14-15 sein und wir treffen uns alle Drei jedes Jahr auf Veranstaltungen, wo Kasis zusehen sind. Mir gehts also nicht alleine so und das freut mich sehr, dass auch die jüngere Generation Freude und Interesse an diese Boliden hat.

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Übrigens Sportsfreund da im Gelben, der Pioniergruß ging aber ganz anders. ;-)

So Andreas, das waren mal so meine Eindrücke vom Großen aus der UdSSR.

Dein Bild vom K-700 aus Dargen, schrecklich was sie aus diesem Burschen gemacht haben. Das Fahrerhaus vom K-700A genommen, auwei und von der Malerei mal ganz zuschweigen. Bei meinem Besuch damals, war noch das originale Fahrerhaus drauf, aber die Scheiben auf der Fahrerseite waren kaputt. Der ist mal vom Freilandsilo gekippt. Die Bude war bißchen verbogen und, wie schon geschrieben, die Fenster gingen zu Bruch. Das man nun gleich ein neues Häuschen drauf setzen mußte. :( Fällt auf, dass dieses nicht original ist.

So Jungs, gute Nacht.

Jens aus Mecklenburg.
 
Ich denke auch, dass er zu seiner Zeit die Leistungsspitze anführte und Kraft ohne Ende hat. Knicklenker sind heute wieder modern. Ich war ein halbes Jahr in Australien und da sind sehr viele Knicklenker unterwegs auf den großen Farmen. Und ich die die robuste zuverlässige wartungsarme Technik aus Russland besticht durch Einfachheit, die Langlebigkeit zu Tage fördert. Der Kasi bleibt nicht stehen weil ein Sensor spinnt;) Gruß Lukas

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Kirovetz in seiner natürlichen Umgebung- diesen habe ich von der Transsibierischen Eisenbahn aus fotografiert. Unendliche Felder die diese große Technik einfach fordern
 
Hallo,

heisst das denn, dass die DDR-Felder auch eigentlich zu klein waren für den K 700?

Jens, danke für Deine Infos und die Bilder. Ich nehme an, der Junge hat nicht den Pioniergruß gezeigt, er hat sich das bei "Auf Achse" abgeschaut, bei Manfred Krug.

Gruß Andreas
 
Hallo Andreas,

au wat, dat passte schon mit der Fläche. Die Felder hatten hier bei uns eine Größe zwischen ca. 30 und 120 Hektar. Da konnte man früher auch schon mal zwei, drei Kasis auf einen Schlag pflügen sehen. Klar bei einem Acker von 30 Hektar hat kein Brigadier ein Komplex mit drei Kasis und 5 ZT‘s da laufen lassen, die hätten ja dann mehrmals am Tag umrücken müssen. :-) Beim einer Schlaggröße von 70 Hektar aufwärts war das dann weniger ein Problem. Ich habe früher am meisten Pflügerkomplexe angetroffen, die aus zwei Kasimirs und 3 ZT‘s oder ein Kasi, 2 T-150K‘s und 3 ZT‘s bestanden. Die K‘s haben die großen Flächen übernommen und die ZT das Anpflügen, Schlußfurche und Ecken/ Masten auspflügen. Den Rest des Tages haben die sich am Kiro mit rangehängt.

Der kleine Bengel im K-700A wird den Pioniergruß mit Sicherheit nicht mehr kennen. :-) Sicher wird er die Serie "Auf Achse" genauso wenig zur Kenntnis genommen haben. Naja, die Zeit bleibt nicht stehen, so ist es nun mal.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.

Gruß Jens
 
Moin,

ein ehemaliger Arbeitskollege hat  damals in "seiner" LPG in der Brigade schwere Technik einen K 700A gefahren. Er erzählte mir einmal das bei seinem Kasi der Motor durchgegangen war und er den Pflug bis zum Anschlag in die Erde gerdrückt hat um ihn abzuwürgen ---> sein Kommentar dazu: "Sinnlos..."

Gruss Jörg
 
Hallo Jörg,

:-) ja ich muß schon lachen. Tatsächlich sinnlos. Ähnliches habe ich mal nach der Wende erlebt.Die Firma Lemxen hatte sich mit einer Vorführung angekündigt. Unsere damalige LPG sollte aber Traktoren stellen. Unter anderem kam ein SMARAGD zum Einsatz und sollte von einem K-700A gezogen werden. Die Verkäufer von Lemxen beäugten den Kiro schon etwas kritisch. Mit Recht, der Fahrer des K-700A meinte nur: "Na dann zeigt mal her, was euer gutes Stück so kann." Der hat das Ding in die Erde gedrückt, bis sich ein Erdwall aufhäufte und dann brach das Ding auch schon auseinander. Der Kiro hat sich nicht einmal dabei gemuckt, nur mehr aus dem Auspuff gequalmt. Die Leute von Lemxen waren angepisst und meinten: Für so‘ne Show hätten sie das nicht gebaut." :-) Auch die Pflüge damals, da war das Größte ein 6 Schar Pflug im Programm, damit war der Kirovets nicht genügend ausgelastet. In der Nachbar LPG, hatte man später einen Pflug mit 7 Körpern, da wurde extra der Rahmen verlängert.

Es gab schon tolle Geschichten in der Nachwende-Zeit, wie die 1. Versuche von Kombinationen zwischen Ost und West statt fanden. Mich regte aber immer tierisch auf, wenn die Brüder von der anderen Seite immer alles schlecht geredet haben, Zu schwer, zu durstig, keine Leistung. Aber als sie Ihre 1800‘er MB Trac‘s angeschleppt hatten, da dachten se, sie wären jetzt die Könige. :-) Mich hats gefreut, dass sich einiges über Jahre an DDR Technik durch setzten konnte und wir uns doch nicht so einfach alles andrehen lassen haben.

Na denn, wünsche euch einen schönen Sonntag.

Gruß Jens
 
Die MB Tracs sind fahrende Telefonzellen und mit dem K700 nicht zu vergleichen. Mercedes soll lieber beim Automobilbau bleiben getreu dem Motto: Schuster bleib bei deinen Leisten
 
Hallo,

Ihr habt ja schon einiges geschrieben. Nach meinen Recherchen auf russischen Seiten wurde der Kasi von Anfang an als landwirtschaftliches Zuggerät entwickelt. Ziel war die Flächenleistung zu verdreifachen! Verdoppeln war wahrscheinlich zu langweilig, wenn dann halt gleich richtig. :-) Zum militärischen Einsatz weiß ich aus sicherer Quelle, dass die Kasis nicht! auf der Liste der Fahrzeuge standen, welche im V-Fall eingezogen hätten werden sollen. Die LPG´s hätten zwar wirklich jeden W50 abgeben müssen, aber die Kasis hätten sie behalten dürfen.

Soviel zur Geschichte, was für mich den K700 so besonders macht ist die Technik und die technischen Details, die zur damaligen Entwickungs-/Bauzeit Anfang der 60er imho selten oder gar einzigartig war. Der Kasi widerspricht meiner Meinung nach dem Spruch "einfache russische Technik". Ich führe mal ein paar Beispiele an (Liste nicht vollständig. Die Größe und die Zugkraft lasse ich mal wegen Offensichtlichkeit weg)

1. Lastschaltgetriebe in einem Traktor

2. Allrad

3. selbstsperrende Freilauf-Differentiale in den Achsen

4. 2-Zylinder Kompressor der bei Erreichen des Solldrucks die Luft zwischen den Zylindern hin und herschiebt -> Der Filterreinigungszyklus wird verlängert, weil der Kompressor nicht sinnlos neue Luft ansaugen muss.

5. Grobvorreinigung des Luftfilters erfolgt mittels Venturi-Effekt über den Auspuff -> Es gibt kein Grobfilter der regelmäßig gewechselt werden muss.

6. Serienmäßige Motorvorwärmung

7. großzügige und für diese Zeit auch bequeme Kabine -> Fahrkomfort

8. 2 separat zu schaltende Dieseltanks (finde ich persönlich jetzt aber keine gelungene Lösung)

Gruß Matthias
 
Guten Abend Matthias,

genau du sprichst die Vorteile alle an. Vor allem diese Traktoren sind in Serie gebaut worden und in sehr großer Stückzahl. Das 4 Lastenschaltgetriebe im A war schon ein Knaller. Da hatte der Klassenfeind noch am 2 Lastenschaltgetriebe rumgetüfftelt. Ich war und bin heute noch beeindruckt davon, wie man die Gesamtmasse geschickt verteilt hat. Der Kasi kam mit seinen 215 PS recht gut zurecht. Zugkraft war reichlich da. In den letzten Jahren durfte ich hin und wieder noch beobachten, wie "leistungsstärkere" Trecker versagt hatten und der Kiro mit ran mußte.

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Naja, mittlerweile hat der Kiro seine Gegner gefunden, Claas Xerion, Case Steiger,.....

Egal, die Leningrader Jungs werden mir gut in Erinnerung bleiben. ;-)

Gruß Jens
 
-Sehe den Unterschied der beiden führerhäuser nicht. Also soo auffällig ist das sicher nicht. 

-MB-tracs sind gaaanz tolle Fahrzeuge. Fahren sich einfacher und angnehmer wie ein K700. Sind völlig anderst konstruiert und können dinge die jetzt ein K700 nicht soo gut kann. Auf dem Acker ist der Russe natürlich in seinem Element.

-Wann waren Knicklenker jemals nicht modern? Sind auf den Grossen Flächen (mehrheitlich) effektiver als Standarttraktoren.

-Der Kirovets ist ein Knicklenker wie er von dutzenden anderen Herstellern auch gebaut wurde. Nichts an ihm ist jetzt wirklich komisch konstruiert, ausser man kennt keine Knicktraktoren. 

Ein Vorteil des Kirovets: Seine Austauschbarkeit. Viele Teile von ihm sind mehrmals im Fahrzeug verbaut worden. Das hält die Menge an unterschiedlichen Ersatzteilen klein, senkt die Herstellungskosten.

Vorder und Hinterachse sind gleich. Alle bremsen sind gleich. Lenkzylinder sind die gleichen wie die in der Heckhydraulik, 4 mal der gleiche zylinder in einem Fahrzeug. So was gibts halt nur bei den Russen. Motoren sind alle austauschbar. Wenn der 700A einen Motorschaden hat und aber nur ein V12 vom 701er da ist... auch egal, passt! 

Die Heckhydraulik ist eigentlich nicht schlecht. Aushubhöhe liegt ungefähr bei 1,2 metern, wenn ich nicht irre. Und 5500kg hubkraft für einen Knicklenker sind gut. Bei steiger gabs nur 3500kg, für Aufpreis! ;-)
 
Der K 700 kann schon Leute beschäftigen, selbst nach so langer Zeit. Mein Erkenntnisstand ist folgender: Der K 700 wurde entwickelt um ihn als Raketenschlepper zu verwenden, da er aber im Gelände nicht die Erforderlichen Eigenschaften aufwies hat man ihn Kurzerhand für dei Landwirtschaft tauglich gemacht. Im Gelände wurde ihm das schlechte Fahrverhalten bei schräglagen an Hängen zum Verhängnis. Wer mit so einem Teil mal gearbeitet hat weiß sicher was ich meine. Als die Traktoren  in die DDR kamen wurden sie wie alles verteilt, nicht nach Bedarf sondern nach Weisung. Zu den Traktoren kamen keine Bodendearbeitungsgeräte mit, das einzige was es gab waren Anhänger die für DDR Verhältnisse zu groß waren. Die Pflüge waren DDR Produktion, der Feingrubber den wir hatten kam aus der CSSR, die erste Scheibenegge aus Rumänien (Klammer). Später kamen auch Scheibeneggen aus der damaligen SU die Bodenmeißel waren auch aus der DDR. Die ersten K 700 kamen nach Golzow ins Oderbruch zum testen, die Golzower haben sie auch als erste wieder abgeschafft, wegen des Bodendrucks. Ich hatte einen K 700 A Bj. 76 zum arbeiten, für die damalige Zeit gut. Das Problem war die Ersatzteilversorgung, neue Teile gab es kaum.

PS. Wer ihn einmal gefahren hat der vergisst  sein Leben nicht!

Egon 
 
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