Frage zum Verbrennungsverfahren (M-Verfahren) bei den Motoren für ZT und W 50

zetor5011

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Hallo,

zu dem Verbrennungsverfahren am W-50-Motor, das ab 1967 verwendet wurde, habe ich folgende Frage: Hat die DDR die Lizenzgebühren an MAN in einer Summe bezahlt oder sind pro produzierten Motor separate Gebühren geflossen?

Danke für Eure Antworten.

Gruß Andreas
 
der Vierzylinder arbeitete nach dem M-verfahren,dem Mittenkugelbrennraum nach Lizenz der Münchener MAN der hatte dann 100 PS. und wurde nach produzierten motoren bezahlt
 
Hallo,

das M-Verfahren wurde ab in der DDR weiterentwickelt, heraus kam das Hyperbolid-Verfahren. Ob und wann umgestellt wurde kann ich nicht sagen. Ich vermute aber, dass die DDR nicht unnötig harte Devisen ausgegeben hätte.

Gruß Ulf
 
Ich zitiere mal aus "Plaste Blech und Planwirtschaft" von Peter Kirchberg:

"Für den von MAN entwickelten Motor zahlte die VVB Auto 300.000,- DM. Die Lizenzgebühren waren degressiv gestaffelt und wurden nach dem Zylinderinhalt bemessen. Sie betrugen für 12.500 Liter Hubraum pro Jahr 30,- DM/Liter. Bei über 50.000 Liter p.a. waren noch 5,- DM fällig. Der Motor hatte ein Hubvolumen von 6,56 Litern. Zwischen 1965 und 1975 sind genau 277.093 Stück hergestellt wurden und dafür rd. 23. Mio DM an Lizenzen gezahlt. Die waren im Durchschnitt pro Motor 83,- DM, was 0,8 bis 1,2% der Kosten entsprach."

Ich denke das beantwortet die oben gestellte Frage ganz gut :)

4VD wurden von 1965 bis 1991 in Summe 970.730 Srück hergestellt

Gruß Torsten
 
Hallo,

aber ich glaube immer noch, dass die Motoren Ende der 80iger das DDR-Brennverfahren drin hatten. Man müsste mal den Kolben sehen.

Gruß Ulf
 
Es gab ja folgende Ausführungen des Motors:

4 VD 14,5/12-1 SRW von 1966 - 1978
4 VD 14,5/12-1.1 SRW von 1976 - 1985
4 VD 14,5/12-1.2 SRW von 1984 - 1996

Auf den ZT Sonderseiten steht zwar noch, dass es im ZT mit 100PS die Version 4 VD 14,5/12-2 gegeben hat, dazu finde ich in oben stehendem Buch leider nichts. (scheinbar benennen einige Quellen den -1 als "1.te Bauform", den -1.1 als "-2" usw. also wäre der auf den Sonderseiten benannte -2 in die Reihe -1.1 von 76-85 einzuordnen)

Müsste man mal wissen, ab welcher Bauform von M-Verfahren auf das DDR eigene gewechselt wurde.

Wobei in dem Buch auch noch so Dinge stehen, dass Ende der 60er Jahr zur Erprobung 6VD 12,5/12 auf H-Verfahren geändert wurden und damit umfangreiche Tests liefen, auch gabs Versuchmotoren in Form von 5VD 12,5/12. Kann es vielleicht sein, dass die 4VD (bezieht sich nur auf die ZT und W50 Motoren) bis zum Ende mit M-Verfahren liefen und nur die 6 Zylinder wie im L60 als Neuentwicklung das H-Verfahren bekommen haben? Wäre zumindest mit allem was ich gelesen habe die schlüssigste Erklärung.

Gruß
Torsten

Edit:
also wenn man folgendem Link Glauben schenken darf, dann waren alle bis 1991 gebauten 4VD 14,5/12 Motoren mit M-Verfahren und somit von 65 bis 91 komplett Lizenzgebührpflichtig

http://www.ifa-museum-nordhausen.de/geschichte/motoren.php
 
hallo,...

das hyperbolid brennverfahren kam normalerweise erst ab dem VD-13,5/12 SRF zum einsatz.( L60- Motor z.b) ende der 80iger Jahre in der neuen Motorenpalette aus Nordhausen zum Einsatz.(mit seperaten Zylindern)

die Motoren VD-14,5-12 SRW hatten meiner meinung bis zum Schluss das Meurerverfahren. erkenntlich deutlich am Kolben mit der Kugel und der Nase, es gibt auch nur eine Sorte Kolben für diesen Motor(als Ersatzteil), und für genau das M-Verfahren.

tom
 
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