Gloria C-12 -Mähdrescher aus Rumänien

der Trebuser

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Lange waren sie nicht auf den Feldern der DDR zu gange, die rumänischen Gloria C-12. Dieser Lizenzbau des italienischen Laverda M 120 wurde ab 1973 wohl nur in ca. zwei Ernten im Zentralen Jugendobjekt Erntetechnik eingesetzt, da sich die Maschinen eventuell nicht bewährten bzw. das Material nicht die entsprechende Qualität aufwies. Jedenfalls sind heutzutage Berichterstattungen und Fotos bis auf eine Hand voll nicht zu finden. Vielleicht gibt es in diesem Forum ja sogar ehemalige Protagonisten dieser Technik und können ein wenig mehr Licht in diese Geschichte bringen.

1976 waren die Glorias wohl schon aus denm operativen Bereich verschwunden und für andere Arbeiten, wie auf diesem Foto, umgebaut.       Quelle (DBZ 33/1976)

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Die Gloria -Drescher liefen zur gleichen Zeit auch in Tschechien.  Verschwanden da aber genau so schnell von der Fläche, wie in der DDR.  Ich kann mich erinnern das die auch den Hangausgleich der Laverda -Drescher als Lizenz mit übernommen hatten und in Böhmen und der Slowakei im Mittelgebirge liefen. Neben russischen Niva und Kolos -Dreschern... Ab Ende der 70er wurden die dann größtenteils von den 512ern abgelöst.  Gerade in den Hanglagen.
 
Aber das Strohgebläse ist doch mal eine echte Rarität.  Danke für das Bild. 
 
W. S. als "Versuchsfahrer"  ;-) :-) ;-)

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... Ende der 60-er Jahre (/ Anfang der 70 ?) auf der agra.

Da war die agra noch farbenfroh :-) , im Gegensatz zu den folgenden blau-weißen Zeiten  ;-) :( .

Gruß Wolfram
 
Hallo,

Ich hatte die Spur der Gloria‘s auch schon mal aufgenommen, diese verliert sich jedoch mit der Überwinterung in Demmin. Leider ist von dem Betrieb ja nix mehr da, Zeitzeugen zu finden somit schwer.

Hoffe die wurden nicht alle zu MSG‘s umgebaut, aber aufgetaucht ist halt auch keiner mehr. Vlt wurden die still und heimlich entsorgt und mit den Resten die Ersatzteillager gefüllt.......

Viele Grüße Jan
 
Hallo,

interessantes Bild vom Strohgebläse. Beim betrachten des Häckselanhänger, ist mir die Mechanik zum öffnen der Seitenwand aufgefallen. Denn es ist schon selten das der Aufbau so geöffnet wurde.

Gruß Mirko
 
Hallo Mirko,

der HW 80 mit SHA 8 ist doch nicht ungewöhnlich.

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... kippen nach links, wie die W 50 im allgemeinen auch  ;-) .
 
Hie mal was aus dem Netz dazu.

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ADN-ZB Spremberg 18.8.1973 Bez. Neubrandenburg: Von den wogenden Weizenschlägen der Kooperation Göritz im Kreis Prenzlau wird auch an diesem Wochenende die Ernte geborgen. Unser Foto zeigt Mähdrescher des Jugendobjekts Zentrale Erntetechnik bei der Arbeit. Am 17.8.1973 wurde an den Mähdrescherkomplex 7 dieses Jugendobjekts die Wanderfahne des Zentralrats der FDJ und des Ministeriums für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft verliehen.

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ADN-ZB Spremberg 18.8.1973 Bez. Neubrandenburg: Einen der zehn Mähdrescher vom Typ Gloria C 12 steuert sachkundig Hans-Joachim Zeies über die Weizenfelder der Kooperation Göritz (Krs. Prenzlau). Dieser Erntekapitän gehört zum Komplex 7 des Jugendobjekts Zentrale Erntetechnik, der am 17.8.1973 vom Zentralrat der FDJ und dem Ministerium für Land- Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft mit der Wanderfahne als bester Mähdrescherkomplex ausgezeichnet wurde.

Gruß Tino
 
Hallo Tino,

die Bilder sind wohl bekannt. Wenn man dazu recherchiert wird die Geschichte des Gloria fast zur Nebensache wenn man die des Fotografen Spremberg etwas verfolgt..... :(

Viele Grüße Jan
 
Hallo Mirko 

Hast recht, da haben sie an dem Häckselaufbau ganz schön rum gebastelt.

Von den Mähdreschern habe ich ja noch garnichts gehört. Na ja, ist ja auch vor meiner Zeit. Aber schöne Bilder.

Bei der Häckslstrohmiete, muss es da Windstill sein?

Oder landet es auch so auf der Miete?

Gruß Timo 
 
Ja Timo und Mirko,

ihr habt recht ;-) . Es hebt sich nur die linke Bordwand. Alter Mann braut eben die Brille  :( .

Gruß Wolfram
 
Hallo,

wie viele Gloria-Mähdrescher gab es denn überhaupt in der DDR? Haben die Produktionkapazitäten der DDR nicht ausgereicht, um den Bedarf auch ohne Importe zu decken?

Gruß Andreas
 
Über die Gesamtzahl der Gloria’s gibt es ja keine Angaben. Ich kann nur sagen,  dass 1973 im KfL Trebus ca. 25-50 Stück zusammengebaut wurden und per Eigenantrieb auf der öffentlichen Landstraße dann gen Norden auf nimmer Wiedersehen entschwanden.  Wir haben die Böcke noch mit den Fahrädern begleitet.

Auch weiß ich noch, dass einige "alte" Beerfelder E-512 Hasen Hohn und Spott über die roten Kisten ausschütteten.

Jedenfalls sind die Kisten maximal drei Kampanien gelaufen und danach wurden Einige in mobile Strohgebläse vom Typ "Oranienburg" umgewandelt. Das sagt doch wohl so einiges über die Maschinen. Daher wurde es in der Presse wohl auch unter dem Deckel gehalten.

Hier nochmal ein Bild vom Gebläseleben eines Gloria-C12.eup-1131602873-ef09007470952d3b2a94402795f1cfbe-1484168055_big.webp

Diese Meldung stand am 13.11.1973 im ND. Aber ich glaube nunmehr kaum. dass alle 250 Drescher geliefert wurden.

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Hallo Uwe,

ich sehe an dem ersten eingestelltem Foto, dass du gut voran kommst mit deinem Projekt  ;-) .

Soviel Licht kann ich in die Geschichte um den Gloria MD auch nicht bringen, da ich das Thema nicht explizit betrachtet habe.

Ich habe aber mal meine Unterlagen bißchen durchgeblättert und herrausgefunden, sie liefen alle nur in der ZET wohl ausschließlich nur im Norden und der Mitte, vom Süden ist mir nichts bekannt. 1973 tauchten die ersten Bilder auf, aber nur ganz ganz wenig. Zum Beispiel gab es 1974 zum Mähdruschkampagnebeginn 60 Gloria und 1201 E512 im Bezirk Neubrandenburg.

Diese Aufnahme stammt von 1973, ZET im Kreis Belzig im Einsatz.

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Gruß Mirko
 
Moin, 

ich bin Baujahr ‘68 und kann mich dran erinnern als kleiner Junge, so Mitte der 70er Jahre  bei meinem  Vater auf der Arbeit (MAS/KfL Trent auf Rügen) eine Reihe roter Mähdrescher gesehen zu haben. 

Also ich habe gerade mit meinem alten Herrn(81) telefoniert :

Die Gloria Mähdrescher sind damals vom originalen Benzin auf den W50 Motor umgerüstet worden um Kraftstoff zu sparen. Leider konnte der "Rest" der Maschine  die Vibrationen des Diesels nicht verkraften und zerlegte sich sozusagen. Hinzu kommt das es keinen Hederwagen gab und die rumänischen Geräte nur im ganzen über die damals schlechten und schmalen Straßen gefahren werden konnten. Zum Beispiel hatte die Bunkerentlehrung keine Kupplung und musste durch spannen des mitlaufenden Riemens in Gang gesetzt werden. Er erzählte mir das immer wenn der Gloria-Komplex im Einsatz war mehr Mechaniker nötig waren als Fahrer und nach kurzer Zeit sah es auf dem Getreideacker aus wie auf einem Schlachtfeld nach ner Panzerschlacht. 

  Die Mähdrescher die ich damals dort auf dem KfL Hof gesehen habe wurden dort gesammelt und gingen von da aus per Achse einzeln nach Samtens zum KfL Hauptbetrieb zur Verschrottung. 

Grüße Jörg 
 
Kamerad Krueger:

Moin, 

.......

  Die Mähdrescher die ich damals dort auf dem KfL Hof gesehen habe wurden dort gesammelt und gingen von da aus per Achse einzeln nach Samtens zum KfL Hauptbetrieb zur Verschrottung. 

Grüße Jörg 
Da haben wir doch Angaben zum Verbleib, auch wenn es vlt nicht das ist was wir uns gewünscht hätten :(

Naja, war wohl nicht der "goldene" Wurf das Gerät, aber das ist ja von so mancher Maschine aus Rumänien bekannt.

Viele Grüße Jan
 
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, aber es ist doch nun schon etwas mehr über die Roten bekannt geworden.

Nur, dass die Glorias mit Benzinmotoren geliefert wurden, glaube ich nicht. Original waren Sie doch mit einem Agricol 797-05 -6 Zylinder Reihenmotor ( ca. 100 PS) ausgestattet . Es wird aber richtig sein, dass man diese Motoren gegen  E-512 Motore tauschte, um vielleicht sparsamer und Ersatzteilfreundlicher zu ernten... und dann die üblen Sachen zu erleben

@ Kamerad Krueger: Vielleicht irrt sich Dein alter Herr bzw. bringt da was durcheinader, ist ja auch nicht mehr der Jüngste... ;-)

Ansonsten waren die Kisten mit einer 1200 mm breiten und 560 mm großen Dreschtrommel ausgerüstet, hatten 4 Schüttler und der Bunker fasste ca. 2,5 m³ Getreide. Sie hatten 3 Vorwärts und 1 Rückwärtsgang und waren bis zu 23 km/h schnell -wenn sie denn fuhren. Das fest angebaute Schneidwerk hatte 4,2 m Arbeitsbreite.
 
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