Haltbarkeit Dränage (DDR-Kunststoff)

take_it_1999

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Hallo,

bei uns gibt es jetzt einige Stellen, wo die Flächen wieder nass werden. nach lange nachforschen habe ich rausgefunden, dass die betreffenden flächen zu DDR- Zeit meloriert wurden (an die Wiesen kann ich mich als Stepke zwar noch erinnern aber nicht mehr ans Feld).

Die Dränagepläne habe ich auf den letzten Stand (1987) erhalten und frage mich jetzt welche, Lebensdauer denn solch eine Kunststoff-Gänsegurgel aus DDR-Zeiten hat. Außerdem bin ich unsicher, wie tief die gurgel abgelegt wurde im Sandigem-Lehm?

Haben wir hier ehemalige Meloristen, die mir vielleicht einige Infos zukommen lassen könnten? 

Ich habe etwas Respekt davor nach dem Ende des Saugers zu graben, so in etwas weiss ich wo der sein müsste, aber ist er wirklich dort? Funktioniert er noch auf der vollen Länge?

Danke für eure Antworten und Tipps. 

Gruß erstmal
 
Ich kann mich noch gut daran erinnern. In denSemesterferien habe ich immer in einer 

Meliorationsgenossenschaft gearbeitet. Auch bei der Verlegungung von Drainnage in 

nassen Wiesen bzw. zur Bewässerung von Wiesen. Die Tiefe müßte so um die 60 bis 80 cm

gewesen sein. Verlegt wurde das ganze mit der ETZ. Hauptsächlich wären das Halbschalen,

die vor Ort zusammengesteckt wurden und dAnn über die Maschine liefen um am anderen 

Ende in der Erde,zu verschwinden. Problematisch war zu damaliger Zeit schon die  Brüchigkeit

des Materials. Bildlich ausgesehen wie graue Dachrinne PVC geschlitzt und gesteckt zum Rohr.

Ich lief immer vor der Maschine und habe den Strang gerade gelegt und bewaffnet mit

Drahtzange, Bindedraht und „Flicken“ das ganze einigermaßen dicht in die Erde zu bringen.

Heute würde ich dringend davon abraten das Zeug auszugraben. Die Weichmacher trotz

Lichtentzug sollten nicht mehr die Rede wert sein. Also bricht es bestimmt wie Glas.

Was liegt, das liegt und,sollte immer noch funktionieren, falls die Enden im Vorfluter noch 

offen sind. Da müsste das eigentliche Problem liegen.

Peter und viel Glück im neuen Jahr allen.
 
wie geschrieben, Du müßtest erst mal die Ausläufe frei legen, kommt da noch Wasser gelaufen?

Warum wurde die Dränage verlegt, Staunäße- Quellen?

meinerseits würde ich das alte Zeug in ruhe lassen, "wo fängst du an, wo hörste auf mit erneuern",

vernünftig ist und so wird es gehändelt, einen neuen Strang zu der nassen Fläche ziehen.

manny
 
Hallo,

richtige Ausläufe gibts bei uns nicht. Der Sauger endet an einem Sammler, der Sammler geht mit ein paar Abbiegungen in einen Schacht und vor dort aus weiter in den Fluß.

Mein Problem ist, dass ich nicht sicher weiß welcher Strang wirklich noch funktioniert oder vielleicht schon zugesetzt ist (oder evtl. das Kunststoffrohr schon platt ist). Die enden des Strange liegen einfach in der Fläche und ich wolle eigentlich mal vorsichtig graben und versuchen das Ende des Stranges zu erwischen. 

Warum will ich das machen. Ich habe den Verdacht, dass ein Strang nicht mehr funktioniert, denn in den letzten 2 Jahren bekomme ich plötzlich Wasserprobleme an unserer Scheune. Doof ist nur, dass die Stränge in der DDR nach den Geländegegebenheiten erstellt wurden und dies passt nicht mit den Eigentümern. Ja und jeder Eigentümer hat natürlich kein Interesse daran die Darainung Instandzuhalten. Die Agrar braucht dies Drainungen eigentlich auch nicht mehr. 

Ich vermute, das die Flächen dräniert wurden um im Frühjahr eher die Befahrbarkeit dieser Fläche zu gewährleisten.
 
Hallo,

erst einmal etwas grundsätzliches zur Drainage.

Die Drainage dient nicht nur zur Entwässerung, sondern auch zur Bewässerung. Wie schon geschrieben wurde, ist das alte Kunststoffmaterial schon von Natur aus spröde.

Früher wurde die Drainage oft nur per Graben-Drain-Frese verlegt und somit setzt diese sich mit der Zeit zu. Wenn ein Drain-System nur zur Entwässerung verlegt wurde, ist dieses mit der Zeit einfach am Ende. Das zuströmende Wasser spült immer wieder auch Fein- und Feinstanteile in die Näche des Rohres. In der ersten Zeit werden diese mit in das Rohr hinen gespült und gelangen dann irgendwann in den Sammler. Aber irgendwann bildet sich um das Rohr ein Filterkuchen und  es kann nicht mehr genug Wasser zum Drainrohr durchsickern.  Einzig nützlich währe nur, dass das Rohr gegenspült. Das sollte dann aber natürlich und allmählich passieren und nicht per Spülfahrzeug o.ä.

Möchte man eine dauerhafte Entwässerungsdrainage, muss man mit Geotextil und Filterkies einen Filter um das Rohr bauen. Das wird für solche Flächen natürlich zu teuer, aber es hilft z.B. um Fundamente o.ä..

Ich gehe davon aus, dass deine Drainage einfach versetzt ist. Wenn du Glück hast, bekommst du sie von einer Seite aus aufgespült aber im Angesicht der spröden Rohre, wirst du mehr Schaden als Nutzen machen. Oftmals sind die Rohre aber infolge von Durchwurzelungen so defekt, das diese so zusanden und wie ausbetoniert sind.

Das Einfachste ist, für dich selbst einen neue Drainage zu verlegen. 100ér Ripp mit Kokusmantel ist zwar nicht so billig, aber du hast vielleicht wieder 30 Jahre ruhe und ist mit einem Minibagger schnell verlegt.

Mein ehemaliger Brötchengeber hat zu Ostzeiten mit einer solchen Fräse bei uns solche Drainagen verbaut und ich habe auch schon öfter beruflich versucht, diese Anlagen in den letzen Jahren wieder gangbar zu machen. Aber in den meisten Fällen bringt es nicht mehr den geünschten Erfolg.

MfG Tobias

P.S. einen nicht unwesentlichen Anteil hat auch die immer mehr zunehmende Bodenverdichtung durch immer größere Geräte und Fahrzeuge. Wenn man das über die Jahre so sieht, erfolgt bei bindigen Böden ein eheblicher Lasteintrag, der im gegenteil zu sandigen Böden nicht wieder lockert. Ich habe in unserer Gegend eigentlich auch noch nie so wirkilich Bodenlockerer bzw. Bodenmeißel gesehen, die dieser verdichtung auch wieder entgegen wirken.
 
Hallo,

ich hol das Thema mal wieder hoch. Mein Dränage ist immernoch undicht. Wie gesagt liegt der Dränageplan vor und auch das undichte Rohr ist auf dem Plan eindeutig identifizert, da es das einzig Rohr an dieser Stelle ist.

Das Rohr entwässert eine Quelle und trotz Trockenheit kann ich dort zwischen 40 und 60 Liter / Minute Wasser auffangen und über einen anderen Strang ableiten. 

Mein Problem ist, dass ich das Rohr nicht finde. Ich füge euch mal einen Ausschnitt aus dem Dränageplan an. An der Leitungsteht "208   NW100   1,3m ?"

Ich habe rausgefunden, dass 208 die Länge des Strange angibt.

Die NW 100 interpretiere ich als Nennweite 100 mm

Aber was ist die 1,3 m und welches Zeichen ist das dahinter?

Man kann mutmaßen bisher dachte ich immer, dass 1,3 m4 (hoch vier) oder so. Oder könnte es sein, dass die Leitung tatsächlich auf 1,3 m Tiefe liegt?

Wer hat Ahnung vom Thema?

Dank Gruß Ulf

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werde mal am Wochenende in meinen Untelagen stöbern!

Ist das gleichmäßig auf die Länge ansteigendes Gelände?

auf die schnelle würde ich Raten Hoch 4 bedeutet 1000 also 1300 m

oder 4% Gefälle

manny
 
Hallo Manny,

ja das ist gleichmäßiges Gelände. Was mich halt wundert, warum liegt die Leitung so tief? 

Gleichzeitig habe ich das Problem, das um den Defekt soviel Wasser hochdrückt, das andere Dränagen (wer auch immer die verlegt hat - weil im Plan sind diese nicht) rückwärtsfließen!!

Danke erstmal für die schnell Hilfe. Gruß Ulf
 
Diese Leitung ist ein sogenanter Hauptsammler.

der wird so tief verlegt, daß ein Abfluß in den Graben (also der Wasserpegel im Graben gibt max. Sammlertiefe vor)

damit viele Seitenstränge vom Gefälle  und Wasseraufkommen her angeschloßen werden können.

natürlich ist es, bei einer Unterbrechung des Abflußes, daß der Wasserpegel an dieser Stelle steigt und sich das Wasser einen anderen Weg sucht, oder sich in der Dränage zurückstaut.

rückwärts fließen geht nicht  :(  es gibt ein sogenantes 0-Gefälle ist wie als wenn Du in eine in Waage liegende Rinne Wasser gießt, es läuft durch den Wasserpegelhöhe (-druck) ab.

manny
 
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