Honig in der DDR - Bienenwirtschaft Meißen

Nordhausen-fan

Kombinatsdirektor
Registr.
02. Mai 2009
Beiträge
1.125
Hallo,

ein Glas Honig von Bienenwirtschaft Meißen veranlaßte mich dazu, mal im Netz zu sehen was aus diesem Betrieb geworden ist. Warscheinlich fast jeder, der in der DDR Honig kaufte, hielt ein Glas vom VEB Bienenwirtschaft Meißen in der Hand.

Auf der Seite der Firma ist ein, wie ich finde, sehr interessanter, kompakter geschichtlicher Abriß der Honigerzeugung in der DDR zu finden. (unter dem  Artikel jeweils weiterklicken).

Geschichte Bienenwirtschaft Meißen

Gruß Thomas
 
Hi,

längst nicht jeder der in der DDR Honig kaufte hatte ein Glas Honig in der Hand, damals wie heute verkauften Imker den Honig auch vor Ort im Freundes und Bekanntenkreis für vergleichbar gutes Geld wie das von Meißen.
Auch darfst du den Tauschhandel nicht außer Acht lassen, da war Honig in der DDR eine sehr gute Handelsware.

Ansonsten hast du recht, ab morgen gibts im gelben Netto 500g für 3,99 Honig aus der Bienenwirtschaft Meißen. Als Imker halte ich den Preis jedoch für eine Sauerei und kann mir diesen nur erklären das durch Billigimporte der Preis soweit runtergedrückt wird.

Dazu mal Lesestoff bezgl. Honigimport http://www.bienenrudi.info/honigfaelschung-im-ausland/

Gruß Stephan
 
Tschuldigung, mein Fehler.

Warscheinlich fast jeder, der in der DDR - in einem Laden oder einer Kaufhalle -Honig kaufte, hielt ein Glas vom VEB Bienenwirtschaft Meißen in der Hand.

Gruß Thomas
 
Wenn man sich mal auf der Seite die Subventionspolitik der DDR durchließt (jedes Kilo mit 5 Mark bezuschusst), ist es auch kein Wunder, das der Staat am Ende pleite war...

das galt ja nicht nur für Honig (übrigens haben die meisten Leute dich ich kannte/kenne Kunsthonig mit Anteilen von Bienenhonig konsumiert - was wohl dem Preis geschuldet war). Man musste und wollte die Bevölkerung bei Laune halten, was am Ende doch nicht funktioniert hat.
 
Das mit der Subventionierei galt für viele Produkte, so das es für die Individualwirtschaft recht lukrativ war, alle möglichen Produkte zu verkaufen, wie Schweine, Schafe, Eier, Gemüse, Honig und vieles mehr. Futterscheine gab es auch noch und manches wurde auch gleich wieder zurückgekauft, gerne gemacht bei Gemüse ua. Das Zeug wurde teuer aufgekauft und billig verkauft, beides mit Stützung.

Im Gegensatz dazu wurde manches auch zu astronomischen Preisen verkauft, um Geld abzuschöpfen, Es gab kaum ein Produkt in der DDR, was nicht mit produktgebundenen Abgaben oder  Stützungen belastet war. 

So nun können wir weiter über die "Ostalgie" diskutieren! ;-) ;-) ;-) ;-)  Womit wir auch wieder beim Thema Schein und Sein sind...

VG Gerd
 
Zurück
Oben