Ich glaub ich hab nen Montagsrussen gekauft... Kein Gang geht mehr schalten...

SchwabenBelarus

Traktorist
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12. Okt. 2010
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Hallo zusammen,
ich muss mal wieder mit meinem 1025er MTS nerfen. Das Problem ist, dass er als ich heute losfahren wollte nicht schalten ging. Oder besser gesagt, er ging sehr gut schalten, aber es war halt auch kein Gang drin. Die Gruppe scheint sich ganz normal zu schalten, es kratzt leicht, wenn man sie schaltet. Allerdings der Gang am anderen schalthebel lässt sich butterweich schalten und scheint danach nicht drin zu sein. Es scheint als wäre da irgendwas verrutscht oder ausgehakt. Wenn ich die 1. Gruppe gewählt habe, und dann den 1. Gang wähle, drücke ich mit dem Ganghebel den Gruppenhebel wieder raus. Irgendwas stimmt da gewaltig nicht. Hat jemand von euch eine Idee an was das liegen könnte, beziehungsweise wie man das beheben könnte? Bin für jeden Tip dankbar. Ich schätze mal ich werd ihn morgen in die Werkstatt schleppen, aber da muss ich auch sagen können nach was sie schauen sollen, ich fahre den einzigen Russen in mindestens 100km Umkreis...
Irgendwie scheine ich in letzter Zeit kein Glück mit meiner Technik zu haben, alles geht kaputt. Irgendwie schlechtes Karma oder so ;-)
Vielen Dank im Vorraus!
Gruß,
Johannes
 
Hallo,
wo kommst du her? Kannst du ohne die Kupplung zu treten schalten? Ich kenn mich mit den Russen net aus, aber in deinem Schaltgestänge sind hinten Ölbohrungen wo sie vorne und hinten drinn "gelagert" sind ist da eine zu kann das Öl nicht richtig rausfließen und geht durch die Querbohrung zu der anderen Schaltstange. Diese drück es dann raus. Hatten das gleiche bei einem Fiat, da war es wie beschrieben. Die Gänge gehn dann butterweich rein. Probier mal ob du den gegenüber liegenden gänge reingehen.
Wenn nicht denk ich das ein Sägering der die Wellen hällt, zerbrochen ist. Müsst wohl reingucken bleibt dir nichts anderes übrig.

Bzw Agrima in Balingen sind Belarus spezialisten und A-Händler.

Mfg
Marco
 
Ich bin aus Schwäbisch Hall, nach Balingen sind es ca. 180km... Ersatzteile beziehe ich direkt über Belimpex.
Also ich habe natürlich versucht alle Gänge durchzuschalten, aber es geht keiner rein. Das mit dem Rausdrücken kommt einfach daher, dass sich dieb beiden Hebel kreuzen und tritt nur beim 1. Gang auf. Wenn ich ohne Kupplung schalte, gehen ein paar Gänge rein, bei anderen kratzt es auf halbem Weg. Das passt mir gerade überhaupt nicht, wenn das nicht schnell behoben ist, muss ich mir fürs Wochenende einen Schlepper leihen, da muss ich Holz machen.
 
Hallo,
versuch mal den Schaltdeckel runter zu nehmen ob du von da was sehen kannst.
Geht eigentlich die Zapfwelle?
Welche Gänge gehen rein und welche nicht?
Kam die Störung plötzlich während der fahrt oder abgestellt und jetzt geht er nichtmehr?
Probier mal alle gänge und gruppen durch ob er irgendwo noch fährt. Wenn nicht tippe ich mal auf Kupplung, Eingangswelle oder Vorgelege.
Welches Baujahr ist der Schlepper und wie siehts aus mit Elektronischer / Hydraulischer Getriebesteuerung?
Bist garnet soweit weg von mir ca 50km.

Mfg
Marco
 
Guten Abend Marco,

wo kommst du denn her? Ich freu mich ja total wenns in der Nähe Osttechnik gibt, die fasziniert mich irgendwie.
Also morgen früh arbeite ich gleich die Liste ab, die Zapfwelle habe ich nicht probiert, es geht aber in keiner Gruppe irgendein Gang. Also der Schlepper ist Baujahr 2003 und hat erst 1500 Stunden drauf, ich besitze ihn erst seit ein paar Wochen. Der Vorbesitzer hat viel mit dem Frontlader gearbeitet, was Kupplungsverschleiß erklären würde, aber die machte keine Anstalten irgendwie durchzurutschen oder ähnliches. Ich habe den schlepper vorgestern abgestellt, da ging er normal, als ich heute morgen losfahren wollte, ging nichts mehr. Also es trat plözlich auf, ohne jegliche Vorwarnung.
Es scheint an dem Getriebe praktisch keine Elektronik vorhanden zu sein, es gibt ein paar Magnetventile, die außen angeschraubt sind, ich weiß aber nicht für was die sind, habs auf die schnelle nicht im Teilekatalog gefunden und draußen ist es dunkel...
Ich werde morgen erstmal mit dem Verkäufer telefonieren, ob da irgendwas mit Kulanz ist, denn eine aufwändige Getriebereparatur kann ich mir gerade nicht leisten. Ich fürchte selbst bin ich dafür zu blöd, und ich traue mich nicht wirklich ran, da es doch ein recht teures Fahrzeug ist.
Gute Nacht,
Johannes

Das ist übrigens der Patient:
PIC_0237.webp
 
Hallo, könnte das sein das deine Gruppe nicht richtig drin ist? Was für ein Getriebe hast du drin ist es das mit den 2Gruppen und 9Gängen und mit dem Schalthebel wo du Gruppen und Gänge beides Schalten kannst? Wenn ja ist es das gleiche Getriebe wie bei den alten und da kommt es öffter mal vor das die Gruppen nicht richtig drin sind gerade wenn man die wechselt (z.B.1.Gruppe) da lassen sich zwar die Gänge einlegen aber da rührt sich denn nicht ich habe das damals oft bei mein 50er gehabt. Musst mal richtig mit schwung versuchen nun nicht gleich so das den Schalthebel in der Hand hast aber mal richtig drücken oder ziehen.
Gruss Nico
 
Da muß ich Nico mal zustimmen. Wenn Du das alte Getriebe hast, kann es passieren das die eingelegte Gruppe rausspringt. Der einzige Gang der funktioniert ist der Neunte. Ist mir auch schon passiert. Gruß Marian
 
Ich habe ein Getriebe mit zwei Schalthebeln und 4 Gängen in jeder Gruppe. Ich werd jetzt mal die anderen erwähnten Punkte prüfen.

Gruß,
Johannes
 
so, ich hatte leider zu wenig zeit mich mit dem Patienten zu beschäftigen, werde heute wieder mit dem kleinen Fendt von meiner Mutter arbeiten... Die Zapfwelle geht ganz normal. Aber inzwischen komme ich immer mehr auf die schiene dass "nur" ein Kupplungsschaden ist. Wenn ein Gang eingelegt ist, und ich die Kupplung kommen lasse, klingt der Motor ganz leicht belastet, es reicht nicht zum fahren, aber es ist eine gewisse Belastung spürbar. Das ist mir erst gestern abend aufgefallen, als ich nochmal in Ruhe die Gänge durchgeschaltet habe. Kann es denn sein dass sich eine Kupplung einfach so von heute auf morgen zerlegt? Was mich wundert ist halt dass es nicht beim arbeiten, sondern über nacht passiert ist. Er ging vorher aber schon ungewöhnlich hakelig schalten, das könnte ja heißen dass die Kupplung schon nicht mehr sauber getrennt hat, da ich die woche vorher immer nur schwere Kipper gezogen habe, könnte es einer angeschlagenen Kupplung den Rest gegeben haben... Was mich aber wundert, ist dass es die nicht am Berg oder beim anfahren zerfetzt hat, sondern bei mir im Hof, als ich losfahren wollte, beziehungsweise als ich ihn abends abgestellt habe. Der Schlepper hat erst 1440Stunden drauf, aber bei einem Frontladerschlepper mit Trockenkupplung wäre es ja schon möglich. Wenn es das wäre, dann wären wenigstens die Materialkosten überschaubar. Hat jemand eine ahnung wie lang es dauert einen Russen zu trennen, die Kupplung zu wechseln und wieder zusammen zu schieben?

Vielen Dank für die Tips, am Montag wird wohl geschraubt, ich halt euch auf dem laufenden.

Gruß,
Johannes (der jetzt wieder mit dem kleinen Fendt fährt)
 
Hallo

Hast du bei den Russen nicht einen Ganghebel für vorwärts/ rückwärts . Könnte der vielleicht nicht richtig drin sein .

Mfg Sandro
 
Hallo Johannes,kenne mich bei deinem Typ nicht aus aber normalerweise dauert ein Kupplungswechsel ca 3,5-4 Stunden bei einem "normalen"Russen.Könnte sein das die Schwingungsdämpfer in der Kupplungsscheibe(Gummi) abgenutzt und rausgefallen sind.Mach doch mal den kleinen Blechdeckel unter der Kupplung auf,da kommen dir meistens schon die"Bröckchen"entgegen.
MfG Jürgen
 
wir hatten mal ein Ähnliches problem bei uns war die Schaltgabel angebrochen und zu guter letzt ist die dann ganz abgerochen aber das macht nicht viel arbeit deckel runter gabel raus, Schweißgerät rann zusammen braten alles wieder rein und dann gings dank gut ausgerüstem Werkstatt W50 nach ner 3/4 stunde Outdoor Werkeln weiter! mfg Eric
 
So das ließ mir jetzt keine Ruhe, habe mich gerade nochmal unter den Traktor gelegt, die Öffnung ist ja super, die ist ja echt groß dimensioniert, da kann man richtig gut sehen. Also optisch sieht der Automat und die Schwungscheibe nicht schlecht aus, allerdings sind die Lamellen auf der Kupplungsscheibe nicht mehr besonders hoch. Was noch auffällt ist dass unten im Gehäuse recht viel öliger Abrieb liegt, ich weiß nicht in wie fern das normal ist, aber es ist halt recht viel Staub und Öl.
So ist die Kupplung beim 1025er aufgebaut:
kupplungKopie.webp
Und hier ein schlechtes Bild von meiner:
PIC_0256.webp
Ich kann es schlecht beurteilen, da ich noch nie eine Kupplung gewechselt habe, aber ich konnte zumindest keine Brocken von einem zerfetzten Belag oder Gummis entdecken.

Gruß,
Johannes
 
Hallo ! Hier eine Ferndiagnose zu erstellen ist schwierig. Du schreibst von 2 Schalthebeln,einer für Gruppen und Gänge und der 2. für Untersetzer oder Wendegetriebe (vorwärts - rückwärts) ??? Es gibt aber auch Untersetzer mit Fußwippe. Ich glaube,daß entweder der Untersetzer oder die Gruppe nicht richtig drin ist,wie von anderen " Russenfahrern" schon beschrieben. An einen Kupplungsschaden glaube ich nicht. Ich hatte mal ein gleiches Problem an meinem MTS 550. Dieser Typ hat ja keinen Untersetzer und da ist die Kupplungswelle mit dem Schaltgetriebe durch eine einfache Schiebemuffe verbunden. Auf beiden Seiten mit Seegering gesichert. Durch Lagerluft hatte sich ein Seegering dann abgearbeitet und die Schiebemuffe konnte wandern. Nochmals Alles überprüfen und dann erst Schaltdeckel öffnen. Noch eine Frage zum Schluß - Hast du Mittel- oder Seitenschaltung ? MfG Reinhard
 
Also es ist ein Seitenschalter. Am eigentlichen Schalthebel habe ich Vier Gänge. Am anderen Hebel kann ich zwischen Rückwärts, Vorwärts langsam und Vorwärts schnell wählen. Die vier "Hauptgänge" sind synchronisiert. Der Gruppenhebel ist rein mechanisch.
Hier mal das Schema:
schaltung.webp
Bei der Gruppe bin ich mir eigentlich sicher, dass Sie erfolgreich eingelegt ist, beim Ganghebel nicht, da dieser verdächtig leicht geht, aber auch nicht ganz wiederstandslos, wie wenn etwas ausgehakt wäre. Ich habs gerade nochmals versucht, also ich kann drei der vier Gänge ohne Kupplung schalten, beim vierten spüre ich einen größeren Widerstand.
Gruß,
Johannes
 
Wenn die Zapfwelle geht, kann es schonmal nicht an der Kupplung liegen, zumindest ist nichts rausgefallen sonst würde die 2. Scheibe auchnicht arbeiten. Außerdem, selbst wenn auf der kupplung kein belag ist fährt der schlepper in den kleinen Gängen immernoch ein wenig.
Ich glaub, wie schon beschrieben ist weder ne Schaltgabel gebrochen oder ist einfach ein Sägering kaputt und die Welle kann wandern, hatten wir schon öfters bei anderen schleppern. Gleiches Syntom, Abends hingestellt, morgens ging nichts mehr. Solang sich alles dreht bleibt die Muffe meistens in der Position. Stellt man aber ab entspannt sich die Muffe und wird los. Startet man jetzt wieder drückt es die Muffe weg. Konnt ich schon sehr gut bei einem Agt beobachten.
Einfach mal Deckel vom Getriebe runter nehmen und gucken. Vieleicht ist auch nur ne schaltgabel gebrochen.
PS: Komme aus Berlgen das liegt zwischen Schorndorf Winnenden und Backnang.

Mfg
Marco
 
Naja, ich schau morgen mal wie ich an das Schaltgestänge komme, da ist leider wenig Platz, zumindest passt meine Rübe nicht zwischen Hütte und Getriebe... aber irgendwie ist es noch immer gegangen.
@Marco: Wenn du mal Lust hast, bist herzlich auf ein Bier eingeladen.
Gruß,
Johannes
 
Und haste schon was rausgefunden? Interessiert mich was das sein könnte.
Ja ich komm mal vorbei, musste mir mal deine adresse geben, dann schau ich mal wies nach der arbeit bei mir diese woche so aussieht.

Mfg
Marco
 
Jo das interessiert mich auch ;-) Hab heut mal ins Gestänge geschielt, da konnte ich auf den ersten Blick nichts erkennen. Hab ihn heut vormittag mal in die Werkstatt meines Vertrauens geschleppt, morgen Nachmittag gehen wir aber erst dran, da im Moment die Winterdienstfahrzeuge Vorrang haben.
@Marco: Hast eine Nachricht.
Gruß,
Joihannes
 
JUUUUHUUUU ich hab endlich meinen Traktor wieder. Konnte ihn gestern Mittag abholen. Leider hats in der Werkstatt ewig gedauert, weil bei uns der Winter eingebrochen ist, und Winterdienstfahrzeuge Vorrang haben. Was es letztendlich war, kann ich leider nicht sagen. Der Mechaniker hatte wohl den Deckel vom Schaltgestänge offen und hat dann etwas damit rumgespielt, auf einmal ging es wieder. Da muss irgendwas aus der Bahn gehüpft sein. Nächstes mal weiß ich wenigstens wo ich hinfassen muss. Ich werd es jetzt einfach mal beobachten, und falls es wieder auftritt die Ursache suchen, aber ich bin froh, dass es mit 1/4 Werkstattstunde erledigt war!!!
Ich danke euch für eure umfassenden Ratschläge. Durch diese Geschichte habe ich wieder einiges über die Technik dazugelernt.
Vielen Dank nochmals an alle!
Gruß,
Johannes (der endlich wieder fahren kann!)
 
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