Modelle altern

malawi104

Traktorist
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19. Dez. 2008
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64
Hallo Zusammen

Ich möchte mir demnächst ein schickes kleines Diorama aufbauen.
Um alles realistisch aussehen zu lassen, habe ich begonnen meine letzgebauten Mähdrescher zu altern bzw. in einen "heruntergerittenen" Erntesaison-Zustand zu versetzen (Ihr könnt gar nicht glauben, wie schwer mir das fiel)

Orientiert habe ich mich an dem -wie ich finde- unglaublich gut gelungenem E302 Modell von e303fg.
Die beschriebene Technik habe ich so gut wie möglich angewandt.
Jetzt meine Frage (bevor ich mich an die anderen wage):
Ist das gut so, oder habt ihr noch irgend welche Ideen oder Erfahrungen, wie man´s besser machen kann?

Allesamt:

Original:


Dreckig








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dsc0439i40b6y3k1.jpg
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Vielen Dank für eure Anregungen
 
@malawi104

ganz schön großer Komplex, der da auf seinen "Einsatz" wartet...
ich finde die Verschmutzung ganz gut gelungen, deckt sich mit vielen originalen verdreckten Maschinen.

Hätte noch paar kleine Tips:

Beim Busch Schneidwerk, was du an den einen E512er gebaut hast, würde ich die Roststellen an den Farbkanten noch etwas weicher machen, also leicht verwischen.
Auch fehlt dort noch etwas leichter Schmutz.
Roststellen auf 1A Lack sieht komisch, aus wenn ringsherum alles verschmutz ist ;-)

Unterschiedliche Rosttöne machen sich gut, gelblicher für neuen Rost und rötlich/bräunlich für alten Rost.

Damit nicht alle Drescher nur alten Dreck haben würde ich dir empfehlen auch mal Sand/Erdbraune Farbtöne bzw. Ocker für die Alterung einzusetzen, das gibt den frischen Staub von der Ernte besser wieder, vorallem vorn am Schneidwerk/Kabine...
Die Farbe könnte man auch mit einem Airbrush drüber nebeln...

Auch kann man echten Dreck verwenden um ein Modell leicht zu verschmutzen, ebenso gehen Pulverfarben, Pastelkreiden oder Patina Pasten aus dem Modellbahnzubehör , bei diesen Sachen empfiehlt sich zum Schluß aber eine Schicht Klarlack zum fixieren.

Klarlack wäre aber eh meist angebracht um die verschiedenen Farben auf einen einheitlichen "Glanz" bzw. "Mattigkeit" zu bringen
P.s. Scheiben abkleben nicht vergessen ;-)

wieviel man macht ist aber jedem selbst überlassen, Möglichkeiten gibt es genug und probieren kann man viel, also am besten mal ein billiges Modell kaufen und probieren....

Mfg Steffen
 
hay

die spuren sehen ja klasse aus. auch die verteilung ist gut gelungen.auch dass an diversen stellen der abgekratzte Lack dargestellt wurde und das blanke Metall durchschimmert. hast du die mähdrescher gebruscht? wie e303 schon sagte ist airbrusch eine tolle methode um feinen staub darzustellen. grade nach einem dreschvorgang. matsch und motter kann mit dem pinsel aufgetragen sehr realistisch wirken. zum rost kann ich nur empfehlen nicht unbedingt die rostfarbe von revell zu nutzen. sie wirkt sehr unnatürlich. ich versuche meist auch darauf zu achten wo der rost entsteht. meistens fangen ecken und kanten an als erstes zu rosten oder da wo beulen und kanten eingeschlagen wurden. die eindellungen kann man einfach mit messer ausschneiden. wenn dann rost und blankes metall angedeutet wird sieht das klasse aus. wo ich e303 auch recht geben muss ist die verteilung der korrosionen auf den untergründen. es sieht nicht sehr realistisch aus wenn einige rostflecken auf einem ach so perfekten glanzlack sind. anders sieht es aus wenn es aus mehreren teilen besteht. z.b. anbau oder aufbau.
klasse find ich dass man sieht dass deine mähdrescher arbeitsmaschinen sind und keine ausstellungsstücke. ein mähdrescher ist nur in einem perfekten zustand wenn er das band verlässt. das finde ich so gut wenn man sieht dass es nicht einfach nur modelle sind.

dscf2814.jpg
 
Hallo zusammen

Vielen, vielen Dank fürs Lob ;-) und natürlich die wertvollen Beiträge.

Ich hab nur mit dem Pinsel "geaged", zuerst Silber und darüber diverse Brauntöne für´n Rost.
Anschließend nochmal blau, zum verwíschen.

Ihr habt recht, was die Übergänge guter Lack -Rost betrifft.
Ich hab mir mal ne Packung Patina-Pulver von Noch gekauft, damit konnte ich noch einiges aufhübschen...

@Mahna An deinen Modellen (L60,W50) sieht man ja den Airbrush-dreck-effekt richtig gut, ich werde das mal beim e514 testen.
Der ist noch zu sauber... ;-)

Ein Modell mir schmutzigen Wasser (verdünnter Farbe) gleichmäßig abzuwaschen und entsprechend trocken zu tupfen erfordert ne Menge Übung.
Wenn man zu langsam ist, gibt es blöde Ränder.
Ich werde auf jeden Fall noch ein paar Modelle "verschandeln", auch wenns dann bei Ebay ggf. Irgendwann mal weniger dafür gibt,d.h. der Wert des Modelles sinkt..

Viele Grüße

 
hay malawi104

der w50 und der l60 sind nicht gebrusht. die lkws sind mit pinsel bearbeitet. bei motter und richtigen dreck der ungleichmäßig auf fahrzeugen gespritzt sein soll verwende ich meist nur den pinsel. airbrush würde ich nur nehmen wenn ein fahrzeug gleichmäßig mit staub bedeckt ist. so wie der dungstreuer der mit kalk vollgestaubt ist. kann auch beim mähen oder bei geländefahrt im trockenen wetter simuliert werden.
der dreck der aus feld und pfützen entsteht ist auch meist dicker und bei einem modell farbbetonter. bei staub ist der lack noch zu erkennen wenn er nicht grad meterdick ist. aber bei motter und dreck ist stellenweise kein lack mehr zu sehen.
beim einstauben mit airbrush kann ich auch noch empfehlen das modell in fahrtrichtung stärker zu verstauben und das in richtung mitte etwas abklingen lassen. dafür aber die heckpartie wieder ordentlich einsauen. der fahrtwind erzeugt am ende des fahrzeugs ein wirbel. daher auch die ständig verdreckten heckscheiben bei einem kombi.
sind aber nur tipps. jeder modellbauer hat seine eigenen methoden seine modelle nach seinen wünschen zu gestalten. jedenfalls gefallen mir deine mähdrescher richtig gut. einwandfrei.

micha

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das neue Modellbauforum nur für DDR-Fahrzeuge in 1/87
 
deine Ergebnisse gefallen mir auch...

selbst ist man eh immer kritischer

Ich baue seit ca. 15 Jahren Modelle, erst nur Revell in 1:72 und 1:35 und einfach aus dem Kasten, aber mit der Zeit habe ich dann immer mehr ausprobiert, auch viel an Modellen, die ich anfangs nicht so gut hinbekommen habe.
Auch habe ich immer mehr auf Details geachtet und mich so selbst geschult...

Und wenn mal was daneben geht, es ist auch oft eine Frage der Interpretation eine leicht wellige Pinsellackierung muss nicht bedeuten, dass man schlecht gearbeitet hat, sondern man kann ja auch sagen das Blech ist etwas verbeult ;-)

Mfg Steffen
 
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