MTS 50 Überstand Laufbuchsen/Motor regenerieren D50 vs.D240

Lindemann

LPG-Vorsitzender
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08. Juni 2011
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435
Hallo liebe Schraubergemeinde,
ich will bei meinem Russen den Motor komplett überholen.
Ich bin vom Fach und sehe auch kein Problem darin. Jedoch fehlt mir der genaue Wert, den die Laufbuchsen über den Motorblock überstehen müssen. Es gibt ja beilegscheiben in verschiedenen Stärken um die Buchsen auszurichten. In der Literatur habe ich darüber bisher leider nichts finden können und die russische Prüfmethode mit dem Fingernagel ist mir doch zu ungenau.

Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen.
Vielen Dank und schöne Grüße aus dem Fläming
 
die fingernagelmethode entspricht bei gefühl dem richtwert von einem zehntel. so ist es beim pio und das reicht vollkommen aus. den rest macht die kopfdichtung beim anziehen. gruß lukas
 
naja ,ich würde den Überstand auch genau messen . Ist er zu gross, reisst unter Umständen der Bund ab . Gruss Matthias
 
Vielen Dank für die Antwort.
Ich werde dann ordentlich messen und 1/10 einstellen.
Steht der Wert irgendwo in der Literatur oder ist das mehr ein Erfahrungswert?
Grüße, Matze
 
das ist ein erfahrungswert von einem pionierexperten hier aus dem forum. wie gesagt nicht speziell für den russen ich habe ihn für den pio erhalten! kannst dich ja noch weiter umhören. so hast du schon mal nen anhaltspunkt. gruß lukas
 
Hallo,
das Kolben-Überstehmaß beim 4VD (ZT/W50) beiträgt 0,06 bis 0,13 mm.Dieses Maß läßt sich auch auf den MTS-Motor übertragen. Das sind die damaligen Vorgaben gewesen,nach denen wir im LIW die Motoren aufgearbeitet haben.Dort hatten wir eine Meßuhr zur Verfügung, später in der VEG-Werkstatt habe ich auch nur nach Gefühl gearbeitet.Viel Spaß beim schrauben,Gruß aus dem Spreewald Mario
 
Hallo, hoffentlich hilft dir das den!
mts50nrqzybxt4k.jpg
 
Vielen Dank für die Antworten. Das Maß 0.07-1.34 klingt plausiebel, daran werd ich mich halten. Schade dass meine Schulzeit zu lange her ist, für russisch reichts nur noch bedingt :)
Habe gerade mal meine Teile vermessen, die Nut im Block ist 9,1 +/-0,05 tief, der Bund an den Buchsen hat genau das selbe Maß, so dass ich genau auf 0 kommen würde. Dann werde ich zur Sicherheit überall 0,1mm unterlegen, dann sollte nichts schief gehen.
Viele Grüße, Matze
 
Hallo,
vllt nen kleiner Tipp, setze die Laufbuchsen erstmal ohne Dichtringe und Ausgleichsscheiben ein und schau nach wie tief/hoch sie im Gehäuse sitzen.Dann kannst du nach und nach die Ausgleichsscheiben unterlegen,bis du eine einheitliche Höhe aller 4 Laufbuchsen hast,dazu auch die Buchsen etwas festziehen (mit einem Rohr über die mittleren Stehbolzen) Dann erst zum Schluß die Gummidichtringe einsetzen.Gruß Mario
 
Mir ist aufgefallen, dass beim D50 Block die Stege zwischen den Laufbuchsen gerissen sind. Ein LPG-Schrauber sagte mir, dass das normal wäre und nichts ausmacht. Kann das hier jemand bestätigen?
Alternativ hätte ich noch einen tadellosen d240 Block rumzustehen. Eigentlich sollten doch alle Teile vom D50 an diesen Block passen, oder sehe ich das falsch?
Dann würde ich mir aus diesem Block einen neuen Motor aufbauen, Kolben/Laufbuchsen etc. habe ich schon da. Die Kurbelwelle, Nockenwelle und Zylinderkopf müssten ja vom D50 passen. Neue ESP für den 50er ist schon bestellt.
Was haltet ihr davon?
 
Hallo Lindemann,

mein Block ist auch dort an den Stegen gerissen. Das ist kein Problem, solange der Riss nicht auch bis runter zur Laufbuchsenabdichtung geht. Dann könnte da eventuell Wasser in die Ölwanne kommen.
Sind die Risse nur oben am Steg ist das, auch laut Aussage von den hier ansässigen LPG-Spezialisten, ok.

MFG Christian
 
Die Risse sind nur oben, dann kommen ja die Fenster im Block fürs Kühlwasser, da kann dann nichts mehr weiter reissen. Wasser im Öl hatte dieser Motor auch nie.
Mich würde aber immer noch interessieren, ob ich den 240er block statt dem 50er verwenden kann, der gefällt mir irgendwie besser und ist auch fast neu.
 
So, es geht an den Zusammenbau.
Beim Einsetzen der Laufbuchsen ist mir aufgefallen, dass dies auch ohne Beilegscheiben einen Überstand von 0,4 mm haben. Die Sitze hatte ich vorher mit Winkelschleifer und Topfbürste metallisch sauber gemacht. Die Buchsen dann eingesetzt und mit Ziehvorrichtung maximal eingezogen. Das ist sehr gut gelungen, der Unterschied zwischen den einzelnen Buchsen beträgt weniger als 0,1mm. Dann nochmal den alten Kopf draufgesetzt und die Muttern mit 200Nm angezogen. Aber die Buchsen stehen nach wie vor bei 0,4 mm.

Jetzt meine Frage:

kann ich das so lassen? Die Angabe im Handbuch war ja ca. 0,15mm Überstand. Allerdings sehe ich auch keine Möglichkeit, die Buchsen noch tiefer einzusetzen, kann ja schlecht den Buchsenbund kürzen oder den Sitz tiefer setzen...
 
Und gleich noch eine Frage:
Beim Ausbau der Kurbelwelle sind mir 2 verschieder Ausführungen der Lagerböcke der Hauptlager aufgefallen.
Das vom D50 hat Stifte, womit die Axiallager gegen verdrehen gesichert werden, das vom D240 hat diese Stifte nicht.
Kann es da nicht passieren, dass die lager dann im Sitz mitlaufen und sollte ich diese Stifte eventuell nachrüsten? im Lager selbst sind ja auch Löcher dafür vorgesehen.
Auf dem Foto erkennt man, was ich meine.
dscf4462h7mk83eq20.jpg
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dscf4462h7mk83eq20.jpg
 
Hallo Lindemann,

das Thema ist alt aber ich möchte es hervorkramen, denn ich möchte mir auch nochmal einen Ersatzmotor aufarbeiten und hinlegen: Block D240 mit den zwei O-Ringen (doppelte Sicherheit) und Vorkammerkopf D50. Das Konstrukt heisst dann wohl D60, wie es im MTS 550 drin war. Bei meinem Block mit Klappen ist die eine Nut für den O-Ring schon etwas angegangen - es wurde halt immer nur hartes Leitungswasser ohne Frostschutz aufgefüllt...:(

Was ist aus Deinem Projekt geworden? Läuft der Bock zuverlässig? Was ist zu beachten?

Viele Grüße, Tilo.
 
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