MTS Hinterachse wechseln bitte dringend um euren Rat!!!

Pionier- Traktorist

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23. Aug. 2009
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Hallo Freunde der Landtechnik. Da meine Hinterachswelle eingelaufen ist, wollte ich diese am Wochenende wechseln. Ging auch alles ganz gut, bis ich gemerkt habe das auf der neuen Welle eine Nut fehlt die einen Sicherungsring aufnimmt. Dieser Ring verhindert das Verrutschen des Lagers auf der Welle. Laut Verkäufer haben alle neuen Wellen diese Rille nicht mehr, was soll ich tun? Eine nachträglich reindrehen lassen oder die Welle so verbauen? Ich häng mal ein Bild mit der neuen und alten Welle an, wo mein Problem erkenntlicher wird. Bitte helft mir weiter, Gruß Lukas

 
Hallo Lukas,

Wenn das innere und das äußere Lager am Außenring gesichert ist, funktioniert das. (Außen durch den Trichter und den Deckel und innen durch eine Art Bund im Lagersitz). Die Welle kann sich nur leicht axial verschieben (eventuelle Wärmeausdehnung). Die werden sich bei der Fertigung die Zeit für den Einstich sparen.

Grüße Christian
 
Der Deckel kann aber nicht viel ab und wozu haben die dann im Werk den Einstich gemacht? Hab Bedenken, dass mir die Welle irgendwann entgegenkommt.
 
Hallo Lukas,

besorge Dir Loctite 603 "Welle-Nabe".

Das machst Du dort rauf, wo das Kugellager seinen Sitz auf der Welle hat. Dann verschiebt sich nix mehr ;-)

Lässt sich nur mit hoher Temperatur wieder entfernen.

Gruß Tino
 
Hallo

Ich hätte die Nut nachgestochen. Die hat ja einen Sinn... Und wer denkt in 10 Jahren noch daran das verklebt ist...

MfgFranza
 
Diese Reparaturhülsen gehen ne weile,aber meine Werkstattkollegen haben mir davon abgeraten weil das bisschen an Materialstärke schnell durch ist.Hab bei meinen RS09 die Radnaben in der Dreherei nen Ring aufschrumpfen lassen der dann sauber bzw.plan gedreht wurde und dazu den größt möglichen Simmerring gewählt.Ist bisher sauber und dicht,das abdrehen der Nabe an den eingelaufenen stellen ging nicht weil es unterschiedlich Gehärtet wurde...Aussage vom Dreher.Mfg Andre‘
 
Moin,

Ob die Nut nun drin ist oder nicht muss der Deckel immer die gleiche Kraft in axialer Richtung aushalten, sollte denn eine auftreten. Das kann nur durch Temperatur entstehen. Die Zahnräder sind ja gradverzahnt. Da enstehen keine Kräfte in axialer Richtung.

UND: Selbst wenn die Nut drin wäre, du könntest den Lagerinnenring sichern und der Deckel kaputt geht, kommt dir die Welle genauso entgegen, als würde keine Nut drin sein!

Die Welle kommt doch auch von einem Hersteller oder Zulieferer. Die werden die Nut, da sie nicht notwendig ist, weglassen.

Gruß Christian
 
Hi,

was sitzt denn da für ein Lager drauf? Wenns ein Nadel- oder Zylinderrollenlager ist, dann dürfte es auch ohne den Sicherungsring gehen. Ist allerdings etwas russisch. ;) Dann sollte der Innering allerdings schön stramm drauf sitzen. Wobei ich die Idee mit der Reperaturhülse nicht schlecht finde. Die ist i.d.R. auf ca. 60 HRC gehärtet und wennse durch ist, machste halt die nächste drauf. Die gehärtete Schicht ist sicher nicht dicker als die Hülse.

Gruß Thomas
 
Ich kann mir vorstellen das der lagersitz der neuen Welle auf Passung gedreht ist. Das kann man ja messen.Das lager musst Du aufschrumpfen,dann noch Welle-nabe verbindung dazwischen und das sitzt.Der Einstich war wohl wegen russischem Lagersitz.Aber zur

Beruhiegung kann da ja wieder ein Einstich hin,so die Welt kostet das auch nicht,das Einrichten auf der Drehmaschiene dauert da am längsten.Gruß matthias
 
Hab das Lager mit dem Dorn draufgekloppt. Im Trichter sitzt es relativ lose aber auf der Welle sitzt es ziemlich stramm.  Das alte ging spielend runter war aber auch fertig. Dann bau ich es so ein. Danke für eure Meinungen und weiterhin frohes Schrauben es grüßt Lukas
 
Hallo,

ich bin ein bisschen spät dran, aber ich habe auch nochmal in das Schnittbild in meiner Anleitung geschaut und nach der Konstruktion ist der Sicherungsring beim 50er dort wichtig. Das äußere Lager besorgt eigentlich die komplette axiale Lagesicherung der Achse, sowohl nach außen als auch nach innen. Wenn man den Sicherungsring weglässt, lässt man die Sicherung nach innen weg und man kann die Achse soweit reindrücken, dass sie mit der Verzahnung gegen das Zahnrad drückt und sich dann dort abstützt. Die Nuten der Verzahnung sind aber garantiert nicht genau genug, um sie als definierte Anschlagkante zu benutzen. Imho wirst du am Ende an der Achse ein ziemliches Axialspiel haben. Kann man zwar kurzfristig als Feldreparatur mit rumfahren, aber langlebig ist das nicht.

Gruß Matthias
 
Hallo,also die Achse kann weder nach innen noch nach außen wandern weil sie jeweils am inneren und äußeren Lager anliegt.Habe letztes Jahr auch so eine Achse ohne Seegering verbaut und der Traktor läuft heut noch ohne Probleme und das 3 Stunden täglich.

MfG Jürgen
 
Ich hab die Achse nun ohne Ring eingebaut und denke auch das es funktioniert. Nach Aussen sichert der Deckel und nach innen kann sie auch nicht da die Welle ja vor dem innenliegenden Stück des Differentials max. Kopf an Kopf liegt... Danke für eure Anteilnahme und danke Jürgen deine Reparatur zeigt dass es auch ohne funktioniert! Gruss Lukas
 
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