Neue Lager im Getriebe setzen dicken festen Rost an

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10. März 2015
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Hallo zusammen,

nach GR Famulus mit Getriebe usw. musste ich zur Feldprobe die Lamellenkupplung nach stellen und sah mit Entsetzen, dass die neuen Lager schon total Rost angesetzt haben.

So etwas habe ich ja noch nie gesehen, der Lagerlieferant auch nicht und nun wollte ich Euch mal fragen, wie soetwas passieren kann.

Lager von deutschen Herstellern, Öl von Baywa Landmaschinen Werkstatt, Lager vor einem halben Jahr eingebaut, Getriebe stand immer im trockenen.

Habt Ihr das schon mal erlebt?

Bild im Anhang.

VG Andreas

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flüssigkeit im labor untersuchen lassen und aus spass mal ein anderes lager in ein glas damit einlegen.   mfg Hans
 
Hallo Andreas,

ich würde mal sagen wenn das Getriebe eine längere Zeit stand, dann wird das Kondensfeuchtigkeit(Luftfeuchtigkeit) sein. Bei meiner Getriebe GR hatten auch einige Welle ruckzuck Flugrost angesetzt, und das stand gerade 3 Wochen geöffnet und ohne Öl in der Garage. Welches Öl hast du genommen?

Gruß Robin
 
Hallo Leute,

beides kann ich ausschließen...

1. Als ich den alten Traktor erworben habe, hatte ich alle Flüssigkeiten gewechselt, weil die alle mit Wasser angereichert waren, da der Traktor ewig draußen stand. Das Getriebeöl hatte ich somit schon vor der GR für ca. 5 Monate drin und da hatte es keinen Rost im Getriebe, Lager usw. gegeben, wie sich bei der GR feststellen ließ. Damit kann man das Öl als Übeltäter ausschließen. Das GR Getriebe bekam dann das selbe Öl wieder rein, schließlich hat das über 300 Euro gekostet und war quasi neu. Wie das Öl heißt, weiß ich nicht mehr, wurde mir von der Baywa Werkstatt für mein Oldtimergetriebe empfohlen.

2. Das GR Getriebe stand mehrere Monate in der Werkstatt, alles blitzblank, Fotos gibts auch davon, kein Flugrost ec. Wäre ja auch ein Ding, schließlich gibts Lager, Lüfter, Lima, Anlasser usw. die alle jahrelang mit Feuchtigkeit konfrontiert werden und nicht gleich wegrosten. Dazu kommt, dass z.B. das gezeigte Lager nicht im Öl steht und nur beim fahren was abbekommt. Wie sollte das dann 40 Jahre halten, denn dicht sind die Getriebe eh nicht, so das Luftfeuchtigkeit eh eindringt..;O)... Im alten Getriebe gab es kein Lager was verrostet war, obwohl der Traktor ewig draußen stand.

Bleibt ja eigentlich nur die Vermutung, die Lager sind von denkbar schlechter Materialqualität und haben eine komische Legierung?

Zum Thema Rost... Mein Pendelbock und Sitz sind sandgestrahlt und sind somit extrem rostempfindlich, anfassen reicht, die sind immer noch rostfrei und sind genauso lange in der selben Räumlichkeit. Wenn also etwas rostet, dann sollte das die sandgestrahlten Blech und Eisenteile betreffen und keine hochwertigen deutschen Lager...;o).

VG Andreas
 
Das ist mehr als seltsam. Ich würde definitiv das Öl überprüfen. Auch die besten Lager rosten gut. Aber mit einem Oelfilm drauf darf das nicht so krass passieren. Da "fördert" etwas die Oxidation. Ich denke da passt was nicht mit dem Öl. Hast du die genaue Bezeichnung vom oel?

G Andre 
 
Ich hatte das mal mit STOU Getriebeöl für Traktor, welches auch Hydraulikgeeignet ist. Wenn der Traktor 1-2 Wochen stand, hatten die Wellen/Ritzel oberhalb des Ölstandes Flugrost angesetzt. Ich verwende daher nur noch reines Getriebeöl (im Famulus und Zetor 80W90 auch in der Hydraulik), da bleibt immer ein Ölfilm auf den Wellen.

Gruß Robin
 
Ich habe bei mir "pennasol SAE 140 GL-3" im Getriebe drin. Ist etwas dickflüssig, funktioniert aber sehr gut und setzt auch über lange Standzeit einen guten Oelfilm auf den Teilen.
 
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der Lagerlieferant will die Lager und das Öl im Labor prüfen lassen. Ich habe jetzt das Getriebe geöffnet gehabt und es gab einen Vororttermin. Die sind auch sprachlos. Wie schon gesagt, an der Ölsorte kann es nicht liegen, da es vorher mit den alten Lagern auch kein Problem gab.

Ich habe jetzt ein Glas Öl abgenommen und ein altes Lager reingelegt... vor einer Woche... sieht alles gut aus, so wie ich es vermutet hatte.

Interessanterweise gibt es zwei gleiche Lager, die die kleine Zapfwelle lagern, welche Hebelseitig in die Zapfwellenkupplung geht, die nur Öl im Fahrbetrieb sehen, dass eine ist das total verrostete, welches auf dem Bild zu sehen war und das andere ist blitzblank. Übrigens das einzigste Lager, was null Rost hat.

Zu meinem Entsetzen musste ich aber nun noch feststellen, dass nicht nur die Lager zerfressen werden, ausser das eine blitzblanke, sondern Zahnräder, Verschraubungen und selbst die Hydraulikpumpe total angegriffen wurde. Ich bekomm hier echt nen Herzinfarkt... Das Zeug ist wie Krebs und zerfrist alles im Getriebe.... Unglaublich...Aber wahr.
 
und hier das blitzblanke Lager... müsst nur das Blech wegdenken, was davor so edel rostet...eup-1130097274-bd36d5be3c6255c257d89b763ca72db7-1472728312_big.jpg

Und so sah es generalüberholt aus, vor dem befüllen und schließen

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Hallo Andreas,

Vielen Dank für die umfangreiche Bebilderung. Meines Erachtens ist zuviel Wasser im Öl, evtl. auch leicht säurehaltig. Das hat sich beim Warmfahren vom Öl getrennt und ist von der warmen Luft aufgenommen worden. Beim Abkühlen des Gehäuses hat sich das Wasser wieder niedergeschlagen und für die Schadensbilder gesorgt. Soweit zu meiner Theorie.

Hast Du das Gehäuse vorher mit Wasser gereinigt und ist da evtl. etwas im Gehäuse geblieben? Wenn das Wasser mit Reinigungsmittel versetzt ist, geht das auch durch den Ölfilm. Findest Du unter dem Öl noch Wasser (Öl schwimmt ja oben)?

Gruß Bobbin
 
Das sieht ja wirklich schlimm aus. Ich denke aber das liegt nicht nur an Wasser im Öl, da ist sicher noch was Oxidationförderndes drin. Bin gespannt was die Analyse sagt.

Gruss Robin
 
Guten Morgen,

Wasser ist keins drin. Das Öl ist wie neu und war ja auch neu, wie vorher schon beschrieben.

Spannenderweise war im gekauften Traktor mehr Wasser im Getriebe als Öl und da hatte nix gerostet.

Ich könnte mir vorstellen, dass das einzigste blitzblanke Lager die Ursache in sich trägt. Irgend eine Legierung, Metall, was eine chemische Reaktion bei den anderen Metallen hervorruft und diese Geschichte verursacht, über das Öl verbreitet und alles was dann nicht ständig mit Öl bedeckt ist, schneller rosten lässt, als das was mit Öl bedeckt ist.

Wie schon beschrieben liegt seit 1,5 Wochen ein altes Lager im Öl und ist vollkommen rostfrei.

Ich werde wohl besser die Lager halbieren, bevor Sie im Labor des Herstellers verschwinden...;o(.

Tja, da bleibt nur abwarten, auf das Ergebnis der Labore, da ich mir noch ein anderes suchen muss, zur Absicherung.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende.

VG Andreas
 
PS: Getriebe und Getriebeteile wurden bei der GR nur mit Waschbenzin gereinigt, Wasser hat dabei ja nix zu suchen...;o)
 
Hallo Leute,

die Ergebnisse der Untersuchung von der Fa. Schaeffler, Hersteller der FAG Lager, ist eingetroffen... Das Labor hat am eingelieferten Lager festgestellt... nun haltet Euch fest...Es rostet!!!!

Ja, was sagt man dazu? Es wurde keine metallurgische Untersuchung gemacht, was ja eigentlich mein Anliegen war, sondern eine Feststellung getroffen, welche ja der Grund für die Untersuchung und meine Reklamation war.

Tja, war ja auch nichts anderes zu erwarten. Das Öl wurde angeblich auch untersucht und ist in Ordnung, dass gab es allerdings nicht schriftlich.

Nun denn... alles von vorn und hoffen das es diesmal ein Happy End ohne Rost gibt.

Ich wünsche Euch schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Andreas
 
Hallo Andreas.

Das mit dem Rost hab ich so auch noch nicht gesehen.Als ich mein Getriebe instandsetzte hab ich auch za.10 Lieter Wasser abgelassen und es war kein Rost zu sehen.

Gruß Frank.
 
noch einmal kurz zu dem Öl. Schade, dass du nicht weißt welches Öl das war. Ohne das ich eine Analyse habe, setze ich auf das Öl. Auch wenn alle Welt erzählt, dass ist in Ordnung. Das Öl kann sicherlich in Ordnung sein, im kompletten geschlossenen System. Neue Öle sind oft speziell legiert und haben dann eine gewollte reinigende Wirkung. Das kann eventuell beim Famulus ein Problem sein. Die Lager im Verdacht zu haben ist eigentlich Unsinn. Lager bestehen zum großen Teil aus Eisen + gewisse Legierungsanteile kommen dazu. Ich kenne kein Legierungsbestandteil, dass einen Stahl so anfällig gegenüber Rost macht, wohl aber Legierungsbestandteile im Öl. Der Famulus braucht im Motor ein unlegiertes Öl und im Getriebe eine ähnliche Basis. Einfach ist hier mehr. Liegt das Kugellager ständig im "neuem" Öl, passiert nichts, nimm es heraus und schaue was nach dem ablaufen des Öles passiert. Ich denke da sitzt der Hase im Pfeffer. Normalerweise sollte das Öl einen Haftfilm auf den Bauteilen bilden, zum Schutz. Bei der längeren Benutzung der Famulus kocht das Kondenswasser aus. Bei neuen Ölen ist es möglich, dass keine richtige Haftung entsteht, durch gewünschte reinigende Legierungsbestandteile, dann kann es durchaus zu diesen eklatanten Schäden kommen.
 
kegelritzelwelle liegt doch immer im öl, oder? ich meine die lager rosten weniger als das was drinn war. die meisten doch dürften neuzeitige öle verwenden und kein getriebe ist vollgeschüttet.
 
Rost = Oxidation  Das Stahl rostet dazu gehört Sauerstoff, sonst funktioniert das nicht. Egal wie es gedreht wird, die Wahrscheinlichkeit, dass es vom Material der Lager kommt ist eigentlich gegen Null. Selbst das weicheste Material darf unter Öl nich so dermaßen Oxidieren. Solange die Marke und die Spezifikation des Öles nicht bekannt ist, bleibt alles eine reine Spekulation. Schlimm ist, dass Andreas nach diesem Aufwand solchen brachialen Schaden hat.
 
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