Pleuellager wechseln?

PappeausMV

Traktorist
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18. März 2012
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Hallo Gemeinde, ich hab da mal eine Frage.
Mein Famulus RS 14/30 Wassergekühlt hat nach der Aussage meines Opas einen Pleuellagerschaden.
Er meint der Motor klopft stark und hat keinen Öldruck mehr.
Jetzt meine Frage: Würde es theoretisch reichen die Pleuellager zu wechseln und wenn ja wo bekomme ich diese?
Hätte er dann auch wieder Öldruck?
Ich habe noch einen anderen Motor liegen und könnte den einbauen aber ich scheu mich ziemlich vor der Arbeit da ich allein bin und ich nicht die entsprechende Technik habe.
So ein Motor is ja nicht so leicht und etwas unhandlich.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen.:-)
 
hallo... also ich kann mir nicht vorstellen was die pleullager mit dem öldruck zu tun haben sollen... das klopfen kann viele ursachen haben,kann an den düsen liegen oder pumpe... wie lange wurden denn schon nichts mehr am motor gemacht??
 
hallo,

ich denke nur die Pleullager wechseln reicht nicht.

1. sind die Hauptlager dann bestimmt auch nicht mehr die Besten und 2. sollte man die Kurbelwelle prüfen ob das Maß noch stimmt und die Kurbelwelle keinen Schaden genommen hat.

Lager kann man pauschal nicht raussuchen da es immer nur Rohlinge sind die für die Kurbelwelle passend geschliffen / gehohnt werden.
Dazu müsstest du aber dein Untermaß wissen entweder ohne also Stand jetzt oder nach dem Schleifen.
Dann könnte man was raussuchen. Paar Lager habe ich noch zu liegen.

Der Öldruck geht dann auch schnell weg wenn die Lager zu luftig sind.

Und einen Motor der ewig rumliegt würde ich nicht einfach so einbauen.
Den nimmst du dann später bestimmt noch mal auseinander wenn er nicht läuft oder überall rausdrückt.

Gruß Andre

 
Den anderen Motor werde ich auf jeden Fall vor dem umbauen abdichten. Is ja klar das die Simmerringe usw. undicht sind bei dem Alter.
Ich werde einfach mal SAE 30-Öl aufkippen und mal starten.
Opa hat immer nur 15 W40 nachgefüllt und ich glaube in den letzten 20 Jahren keinen Ölwechsel mehr gemacht.
Vielleicht hat er keinen Öldruck gehabt und so gekloppt weil das Öl einfach zu dünn wurde.
Was meint ihr?
Habt ihr eine günstige Bezugsquelle für SAE 30? Ach ja, hat jemand zufälligerweise eine Reperaturanleitung als PDF-Datei? Die wollen im Internet ja unwarscheinlich viel Geld dafür haben.
 
Hallo,

Ich hatte mir vom Öl/ KFz- Teilehändler bei mir um die Ecke ein Angebot machen lassen, das war mir aber zu viel. Ich habe dann SAE 30 unlegiert bei e-bay gesucht und auch günstiger gefunden.

Gruß David
 
hi,

hier noch zwei Links aus dem Forum zum Thema "fehlender Öldruck".

Die Suchfunktion ist manchmal wirklich hilfreich.

Link 1
Link 2

Eventuell kannst du das ja noch mal versuchen.

Was auch sein kann, dass deine Ölkanäle auf Grund des alten verharzten Öles zu sind. Das wäre dann über kurz oder lang der Tot des Motors...

Gruß Andre

 
Die links hab ich schon gelesen und habe danach auch gehandelt.
Ich hab die Ölwanne abgenommen und die war voll mit Aluoxyd.
Beim Reinigen hab ich dann festgestellt das die Alu Ölwanne durchgegammelt ist. Hab sie erstmal notdürftig repariert mit 2K-Kleber. Ich brauche aber eine andere.
Hab dann den Spaltfilter gereinigt welcher voll war mit Ölschlamm und Wasser.
Danach hab ich Öl aufgefüllt und ohne Kompression gestartet bis er Druck hatte.
Er sprang dann auch gut an aber er klingt meiner Meinung nach ziemlich hart.
Kommt jemand aus der Nähe von Boizenburg/Elbe und kann sich das mal anhören?
 
hallo
also wenn du wasser im spaltfilter hattes dann ist es auch im ganzen motor verteilt. hatte ich bei meinem auch. am besten du fährst ihn mal sachte warm und läst das öl nochmal ab,sonst bekommst du das wasser nie raus. ich hab 15w40 drinn,das reicht vollkommen bei den alten motoren.und lass mal deine düsen abdrücken,vieleicht läuft er dann besser.
 
Ich hab hin und her überlegt wo denn das Wasser her kommt zu mal die Kopfdichtung noch nicht so alt ist. Dann is mir eingefallen das er ja nasse Laufbuchsen hat. Ich denk mal das die O-Ringe defeckt sein werden und deswegen so viel Wasser im Motor ist.
Ich hab nämlich an der Kurbelwelle noch ein paar Tropfen Kühlwasser hängen gesehen.
Ich werde wohl den Motor aufmachen und erstmal die O-Ringe wechseln und dann werde ich auch sehen ob die Pleuellager Luft haben.
@Frank 1979 wenn du in der Nähe bist kannst gern mal vorbei kommen auf eine Hopfenkaltschale:-)
 
ja kann ich machen. ach ja du hast ja den wassergekühlten,ich vergaß.... dann musst du natürlich die ursache suchen. bei meim kam es vom zu lange draussen stehen beim vorbesitzer.und vom abkärchern.mach ich nie wieder. auf den harten motorlauf zurück zukommen... ich kenn ein famulus der läuft auch sehr hart,klopft.der hört sich ganz anders an wie meiner aber der fährt schon seid über 20 jahren so und immernoch alles super. die düsen würd ich trotzdem mal abdrücken...
 
nasse laufbuchsen haben nichts mit defekten o-ringen zu tun,welche du auch immer meinst. es gibt einen ölabstreifring am kolben aber der soll kein wasser zurückhalten sondern das öl.... deine kopfdichtung wird defekt sein oder der kopf ist gerissen. vielleicht war er ja mal eingefrohren.
 
So hab den Motor zerlegt und hab festgestellt das die O-ringe vom vordersten Zylinder durch waren.

Hab dann die Laufbuchsen ausgebaut und hab festgestellt das in dem Gehäuse alles voll war mit Schlamm und Rost.
Hab das Gehäuse heute auf Arbeit 2 Stunden gesäubert.
Jetzt muß ich mir nur überlegen wie ich alles wieder zusammen bekomme.
Bin für Tips dankbar’.
 
Hallo

Das der Motorblock voll Schlamm und Rost war ist eigentlich normal das Glysantin zu DDR Zeiten war nicht das beste wen man das Kühlwasser abgelassen hat, kam eine ein Schlammige Rotbraune Brühe heraus.

Nun aber zum Büchsen Einbau (Wassergekühlt).

Zuerst die Laufbüchse ohne Gummiringe in den Zylinderblock einsetzen und die Vorspannung prüfen. Das heißt die Laufbüchse sollte 0.1 mm über den Zylinderblock stehen. Unser Schlosser hat immer gesagt die Büchse soll eine Fingernagelstärke über dem Zylinderblock stehen, das hat den Sinn das die Zylinderkopfdichtung am Brennraum besser drückt so hält die Kopfdichtung länger. Zum einstellen verwendet man dünne Blechringe.
Hat man die richtige Maß erreicht, Büchse wieder raus, Gummiringe einsetzen, Gummiringe mit Schmierseife bestreichen, und wieder einsetzen. Noch mal Vorspannmaß Prüfen.

Nun den Zylinderblock auf den Motor aufsetzen,

Jetzt gilt es das Rückstellmaß einzustellen
( Rückstellmaß ist das Maß zwischen Kolbenboden und der Oberkante der Laufbüchse)
Der Kolbenboden sollte unter 0,42 –0,85 mm unter der Oberkante der Laufbüchse bei Oberen Totpunkt des Kolbens liegen.
Das stellt man durch beilegen von Papierdichtungen zwischen Motorblock und Zylinderblock ein.

Diese Arbeiten sind im Reparturhandbuch gut beschrieben ohne ein solches Buch sollte man diese Arbeiten lieber nicht machen.

Gruß Lothar
 
Da hab ich ja einiges zu beachten.
Wo sind denn die Blechringe verbaut weil ich beim zerlegen keine gefunden habe?
 
Hallo

Wen du die Laufbüchse in den Zylinderblock geschoben hast und die Büchse bündig mit dem Zylinderblock mußt du die Büchse um 0,1 mm anheben, das machst du mit den Ausgleichringen aus dünnen Blech. Vieleicht hattest du ja Glück das du ohne auskommst.

Beim einbau der Kolben und Büchsen bitte darauf achten die Kolben und Büchsen nicht zu vertauschen sie sind im laufe der zeit aufeinander eingeschliffen

Gruß Lothar
 
Danke du bzw. ihr habt mir sehr geholfen.
Das ich die Buchsen nicht vertauschen sollte versteht sich ja von selbst.
Hab ihn jetzt wieder zusammen und er läuft:-)
Vielen Dank an alle.
 
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