Schwere Technik im Oderbruch (Gestern & Heute)

Moin in die Runde,

naja im Grunde ist ja schon alles geschrieben worden über schwere Technik im Bruch .

Vom Schwergrubber "GoSeeMa"gibt es nur noch 2 Exemplare die überlebt haben und einen konnte ich retten!

Dieser wurde speziel für die T 130 entwickelt und wurde auf Flächen mit hoher Oberflächenverdichtung (Wasserlöcher) eingesetzt.

Die Arbeitstiefe kann bis 85 cm erfolgen. Gebaut wurde dieser Grubber im KFL Seelow / Kienitz und wurde nur im Oderbruch eingesetzt.

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Zu den Plügen B 080-1 , diese wurden für die T 100 in den 60 zigern entwickelt, nachfolger ab mitte der 80 ziger waren die B 550  die ebenfalls im KFL Seelow/Kienitz aber im Auftrag von BBG Leipzig gebaut wurden.

vom B 080 gibt es noch nach meinen Informationen 3 Stück , 2 Stck bei mir und 1 Stck den ich an die Küste verkauft habe. 

Vom B 550 gibt es nur noch mein Exemplar , wobei es auch der letzte 1990 war der Produziert wurde.

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hier Typenschild vom B 550

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an die Zeit mit der ATS kann ich mich auch noch in Zechin erinnern , hatten auch eine am laufen, diese wurde zum Eggen eingesetzt und wurde 1990 verschrottet.

Nach 5 Jahren Standzeit meiner Raupen werde ich diese in den nächsten Wochen mal wieder rausholen und ein paar Runden auf dem Acker mit den Pflügen drehen.

Gruß Mirko
 
Hallo Mirko,

danke für dei Beiträge. Sehr interessant. Der Schwergrubber hat an den Seiten noch Flanschplatten dran. Konnte man den noch verbreitern, oder war der mal breiter?

Gruß,
Daniel
 
Hallo

Schön, das wieder ein interessantes Thema aufgegriffen wurde. 

Hallo Mirko

Ist ja schön, wieder was von dir zu hören! Gibt es dann auch ein paar Bilder oder ein kleines Video von den Raupen Einsatz?

Gruß Timo 
 
Hallo Daniel,

ja es sind Flanschplatten dran, aber mir ist nicht bekannt das es dafür Verbreiterungen gibt, sicherlich war das mal geplannt von der Konstruktion her , aber im Oderbruch ist die T 130 bei 70 cm tiefe am Ende ihrer Kräfte . Hatte vor ein paar Jahren mal den GoSEEMa für ein kleinen Filmdreh hinter der T 130 gehangen 

und da es noch sehr nass war ,hatte die T 130 sehr zu kämpfen  ;-) .

@ Timo, naja werde diesen Monat ( wie gschrieben) noch ein paar Runden mit der T 130 und Pflug drehen, mal schauen was zum Jahresende zusammen kommt , 

habe ja noch eine T 100 retten müssen, sonst wäre sie auf den Schrott gelandet. Nach 12 Jahren Standzeit und 2 Stunden streicheln hatte ich sie am laufen.

jetzt steht sie erstmal trocken bei mir in der Halle.

Gruß Mirko
 
Der B 550 ist doch der für den K 700

auf diesem Typenschild ist B 553 zu erkennen.

manny
 
Hallo in die Runde,

habe mal in meinem Fotoarchiv gesucht und ein Foto von den wohl ersten Golzowern Challenger Raupen, wie vom Feldbäcker angegeben, gefunden...

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... und heute? jagen Hirsche mit Raupen unten dran über die Felder im Bruch

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JD 9520 RX mit wohl 12m breitem Köckerling-Grubber

Und zum Golzower Pflug gint es hier einen guten Bericht:

440ejournals.uni-hohenheim.de/index.php/de_agrartechnik/article/view/7187
 
Hallo Trebuser,

hast Du noch mehr Fotos von den Challenger und bist Du hier aus der Gegend. Der Förderbandgummi am Fahrwerk wurde wie von mir schon beschrieben nachträglich angebaut um den Verschleiß zu veringern. Aber der Link funktioniert leider nicht.

Jörg
 
Na gut: extra für den Feldbäcker hab ich noch ein Foto.

und der Link funktioniert bei mir tadellos. Alles andere über PN

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Gruß Uwe
 
Hallo,

am Anfang eine Kopie aus dem oben angefügten Artikel:

Ökonomischer Nutzen der Neuentwicklung

"Der größte, allerdings nicht exakt meßbare Nutzen des Pfluges

zum Traktor T-100 M besteht bei unseren schweren Bodeuverhältnissen

darin, daß er überhaupt erst eine ordnungsgemäße

PflugFurche (gleichmäßige Tiefe von 35 bis 40 em)

zu den agrotechnisch günstigen Terminen ermöglicht,"

.

Wenn ich die aktuellen Bilder so betrachte, frage ich mich, ob heute überhaupt noch gepflügt wird?

.

Leider auch schon angestaubt, zwei Challenger aus 2016 bei der pfluglosen Bodenbearbeitung.

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Grüße Wolfram
 
Hallo,

eine allgemeine ergänzende Frage:

Hat schon mal einer eine Gleisband-Raupe, -gleich welchen Fabrikat‘s-, mit Pflug gesehen?

Meine Beobachtungen aller Maschinen waren in der pfluglosen Bodenbearbeitung  :( .

Gruß Wolfram
 
Hallo Wofram,

zumindest hier im Oderbruch wird seit Jahren nur noch Pfuglos gearbeitet. Es sind nur noch ganz wenige Betriebe die auf den Pflug schwören. Gleich nach der Einführung der Challangen hier in Golzow wurden dann auch passende Pfüge gekauft. Da durch die vorhandenen Pflüge die Challanger nicht ausgelastet war. Das waren meistens zweigeteilte Wendepflüge mit 12-14 Schare. Damit wure dann noch einige Jahre gearbeitet. Dann ging Man aber immer mehr zun Grubber über. Heute wird in Golzow nicht mehr gepflügt.

Jörg 
 
Hallo Zusammen,

bei diesen Minutenböden bleiben einem aus Pflanzenbaulicher- und Agrotechnischer Sicht, im wahrsten Sinne des Wortes nur Minuten, um entweder die Grundbodenbearbeitung durchzuführen oder die Saatbettbereitung, mit anschließender Aussaat zu ermöglichen. Also nur ein enges Zeitfenster in dem sich diese Art von Böden sinnvoll bearbeiten lassen.Wenn Du dann im Spätherbst versuchst zu Pflügen und die Scholle bis zum Frühjahr nicht gescheit abgefroren ist, dann prost Mahlzeit. Dann bäckst du Tonkugeln. Tiefenmeißel und Parapflüge zum Kapilarbrechen reichen aus. Ansonsten sollte man versuchen, so wenig wie möglich Boden auf diesen Standorten zu bewegen.

Gruß,

Daniel
 
Hallo,

Noch ein wichtiges Thema zur Landwirtschaft im Oderbruch. Denn ohne Melioration und Grabenpflege geht hier nicht Viel.

Heute hatte ich durch Genosse Zufall ;-)  die Möglichkeit beim Grabenmähen mal mitzufahren. 

War sehr interressant. Aber die Sache ist nicht ungefährlich. Auf der Strecke von ca. 1 km die ich mitgefahen bin, sind wir mindestens

4 mal in Löcher und Böschungsabrutschtsche geraten die durch Bieber verursacht wurden. Da muss Mann verdammt Gut aufpassen sonst liegt der Traktor im Graben.

Die Gräben sind heute fast komplett mit Schilf und anderen Pflanzen fast komplett zugewachsen. Als Kinder hatten wie in diesen Graben immer geangelt. Da war das Wasser klar und fast Pflanzenfrei.

Jörg

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Hallo Jörg,

Du sagst es. Ein wichtiges aber viel zu Stiefmütterlich behandeltes Thema. Ich wage zu behaupten, dass nach der Wende auf Grund von weggefallenen Strukturen, unklaren Besitzverhältnissen, Pacht usw. Jahrzehnte lang nichts in Punkto Melioration gemacht wurde. Als Beispiel: Früher hatte man im Winter Angst, dass man bei Glätte oder Schnee in den Straßengraben rutscht. heute landet man aufm Acker= Gräben zum Entwässern der Felder gibt es kaum noch oder sind dermaßen verlandet, dass Sie nicht mehr als solche zu erkennen oder zu bezeichnen sind. Oder es wird wie hier in Bayern, bis an die Asphaltkante herangedrillt...Macht sich besonders gut bei Mais, wenn man auf der Landstraße durchs Maislabyrinth fährt! Ebenso Jahrzehnte alte Drainagen, die mittlerweile vollkommen zerstört oder zugewachsen sind. 

Gruß,

Daniel
 
Hallo Daniel,

es wird schon eine Menge getan. Nach der Wende wurde der Wasser- und Bodenverband gegründet der für die Unterhaltung der Gräben zuständig ist. Finanziert wird Das durch Beiträge der Landbesitzer. Es wurden auch schon wieder nach Überschwemmungen und daraus folgenden Protesten neue Gräben angelegt. Weitere sind in Planung. Aber es verpufft auch sehr Viel. Damals wurden die Gräben jährlich ausgebaggert. Heute wird der Bewuchs in den Gräben nur abgeschnitten. Dazu kommt immer mehr eintrag von Nährstoffen, sodas trotz neu angelegter Uferschutzstreifen die Gräben mitlerweile komplett zugewachsen sind. Was die Drenage angeht, da wurde seit der Wende Nichts mehr gemacht. Da wurden duch Verlegearbeiten von Leitungen wie Gas, Strom u.s.w. etliche Drenageleitungen einfach unterbrochen. Das größte Problem hier im Bruch ist der Bieber. Durch Ihn werden mitlerweile Schäden in Millionenhöhe verursacht. Jeder noch so kleine Graben ist vom Bieber bewohnt. Er staut die Gräben an und bringt Dadurch das Fließverhalten durcheinander. Das Schlimmste ist aber neben der vernichtung von alten Baumbeständen dass Er die Grabenböschungen untergräbt und Es dann zu Böschungsabbrüchen kommt. Selbst Straßen werden unterhöhlt so dass sie gesperrt werden müssen. Es kommt nicht selten vor dass ein Traktor in so eine Höhle einbricht und aus eigener Kraft da nicht mehr raus kommt.

Gruß Jörg

Hier ein Bagger der fast nur Damit beschäftigt ist Grabenaufstauungen vom Bieber zu beseitigen.

Ist aber eine Siffikusarbeit. Heute Graben freigemacht, und Morgen ist der Graben wieder angestaut.

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So sieht dan der Graben nach den Abrutsch aus.

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Eingang zum Bieberbau.

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Hallo Jörg,

danke für die Zusammenfassung bzgl. der Organisation der Melioration im Oderbruch. Ohne Melio würde bei Euch sicher nichts mehr gehen. In anderen Regionen wird leider nicht so aktiv daran gearbeitet. Und das mit dem Biber ist mittlerweile voll aus dem Ruder gelaufen. Bei uns hier an der Isar ist der schlimmer als der Borkenkäfer. Sein Schaffen flutet Wiesen und Felder, alte Baumbestände entlang der Isar sterben ab, da der feine Nager die ersten 50cm der Borke wegknappert und somit Pilze und Krankheiten die Bäume zum absterben bringen. Für mich ist er ein Negativbeispiel für die Wiederansiedlung von Wildtieren. Denn leider gibt es in Deutschland keine natürlichen Feinde, die die Populationen in Schach halten. Gleichzeitig gillt Er als geschützt...Somit kann sich der Biber unkontrolliert ausbreiten. Ich bin für eine Wiederansiedlung von Wildtieren, doch muss auch jemand das Große Ganze im Blick behalten und Verantwortung für derlei Projekte übernehmen und dazu gehört auch die Überwachung der Populationen.

Gruß,

Daniel
 
Hallo,

hab mal die originalen Eggenbalken mit den dazugehörigen Eggen aufgespürt die von den ATS und später mit den Challanger gezogen wurden. Insgesamt hab ich 6 Stück gefunden. Da ist auch von mindestens 6 ATS auszugehen die zeitgleich im Einsatz waren. Die Eggenbalken sind 10 m breit. Hab die Eggenbalken noch schnell mal abgelichtet da Die eigentlich nicht mehr gebraucht werden und womöglich der Schlauchsäge zum Opfer fallen. Weil ja nicht mehr gepflügt wird, braucht Mann im Frühjahr auch keine Schollen glätten.

Jörg

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Hallo Jörg,

danke das Du Dich noch einmal auf die Spur der Eggen gemacht hast. Denn wie Du richtig geschrieben hast, ist das nur noch eine Frage der Zeit, bis die im Container verschwinden.

Gruß,

Daniel 
 
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