Startverhalten John Deere Schlepper bei Minusgraden

Du hast mir grad die Buchstaben von der Tastatur genommen, wieder zurück zur Technik.

Also bei unseren Common-Rail-Lokomotivmotoren (MTU 16V4000)
wechseln wir mit schöner Regelmäßigkeit die Injektoren aller ca. 2000Bh, neben den Turboladern und den Hochdruckpumpen - und die Motoren werden zu 99% warm gestartet.

Was ich damit sagen will, ein guter Motorstart ist bei diesen hochsensiblen Aggregaten von so vielen Faktoren abhängig - Glück dem, der einen Motor vom Werk bekommt, der ohne größere Störungen läuft.

Meine Frau arbeitet bei Continental in der Dieselinjektorenfertigung, die Toleranzen die da für ein und denselben Kunden nur für verschiedene Länder schon vorhanden sind, natürlicher Verschleiß und dann noch schwankende Kraftstoffqualitäten in Verbindung mit Wasser im Tank (aus der Luftfeuchtigkeit) können da bei einer ungünstigen Kombination schon mal die Uhren rückwärts gehen lassen.

Auf Arbeit hat sich da eine Kombination aus eigener Werkstatt, vernünftigem Umgang mit der Maschine und möglichst nur firmeneigenem Personal auf der Lok als optimal störungsvorbeugend erwiesen.

Im privatbereich kommt halt noch eine gewisse Dieselpanscherei dazu, um nicht auf das quittengelbe Pflanzenöl alleine angewiesen zu sein, zumindest im Winter.

Viele Grüße - Jens
 
das ist ja schon ne halbe gr die ihr dort macht,das kann doch nicht sein.ich kenn mich bei den lokomotiven nicht so aus aber wie lang haben die alten dieselmotoren gehalten?
 
na ja, so GR-mäßig ist das nicht, das sind bei den Motoren die Verschleißteile dank Downsizing - 2700 PS aus einem Motor, der auf 1,5 Europaletten passt und die schärfsten abgasnormen erfüllt - irgendwas gibt da halt zuerst auf...
Bei Caterpillar sind es nur die Turbolader, die haben das irgendwie besser drauf.

Also die DDR-12KVD-Motoren waren halt mit den üblichen Problemen behaftet, wie sie auch beim ZT auftreten und einfach dem Stand der Technik geschuldet waren (Dichtungen, Kolbenbodenkühlung etc. und dann einfach das Alter).
Von der Grundkonstruktion waren die Motoren ja aus den 50er Jahren und wurden einfach nur weiter Leistungsgesteigert durch Aufladung und andere kosmetische Maßnahmen.

Sowohl im Osten als auch im Westen wurde die entwicklung von neuen Lokomotiven ca 30 Jahre lang bei den Staatsbahnen verschlafen, einige Privatbahnen und Industriebetriebe haben da eher was investiert und den Fuhrpark erneuert.

Hat natürlich für uns den Vorteil, fast nur noch auf modernsten Maschinen zu fahren - zum Geld verdienen optimal.
Und wenn man mal Nostalgiewünsche hat, dann lässt man sich ne Sonderschicht auf Altbaulokomotiven geben.

MSG Jens
 
könnte man sich stundenlang mit thema beschäftigen.ich sehe es nur bei uns in der landwirtschaft und es hat sich in der bodenbearbeitung gegenüber der alten technik wenn es schwer geht kirovets usw. in sachen verbrauch liter pro hektar nicht viel geändert.wenn die ziehen müssen brauchen die alle ihre liter.im teillastbereich ist der sechs zylinder dem v12 überlegen klar,aber da mussten die 300ps auf dem acker auch was bewegen,heute fährt der 360ps fendt mit 2hw80 spazieren was jahrzehntelang der schönebecker mit 100ps machen musste.
 
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