Technik für Ackerbau, A202, Grubber

Frank84

Traktorist
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28. Juni 2017
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Hallo Leute,

ich möchte demnächst unsere verpachteten Felder wieder für den Eigenbedarf zurückholen und wollte mich mal bei Euch umhören welche Technik zum Ackerbau ihr empfehlen könnt. In der Summe reden wir von ca. 3-4 ha.

Ich dachte derzeit an eine Sämaschine A202, einen Feingrubber und einen schwereren Grubber mit Flügelscharen. Arbeitsbreiten bei den Grubbern so um 2,50 - 3 m. 

Als Zugmaschine habe ich einen Mts552 mit nem neuen 80er Motor. Mit dem wollte ich hauptsächlich die Arbeiten machen. Des weiteren haben wir noch einen Mts52 und nen Famulus.

Welche Tipps zur Tecnnik könnt ihr mir noch geben.
 
Die Frage ist - was willst du anbauen? und dannach richtet sich die Technik... Für Hackfrüchte brauchst du andere Technik als für Getreide oder bspw. Erdbeeren. Du musst das vor- und nachgelagerte Werkzeug jeweils dem Einsatzzweck entsprechend nutzen können...

Also erstmal bitte die Rahmenbedingungen klar machen und hier vorstellen.

MfG
 
In erster Linie wollte ich in Richtung Getreide oder auch Körnerleguminosen gehen. 
 
Hallo Frank84,

zum Ackerbau entwickelt jeder so seine Phyosophie. Um eine gescheite Strategie aufzustellen musst du dir im Vorfeld überlegen, ob du konvetionell oder ökologisch arbeiten möchtest. 

Ich selbst hab eine Mischform für meine Flächen. Das heißt, dass ich versuche so wenig wie möglich chemisch zu behandeln. Beim Wintergetreide klappt das ganz gut, bei den Sommerfrüchten muss man manchmal eingreifen. Zu diesem Punkt zählt auch die Düngung. Möchtest du mit Naturdünger, sprich Mist düngen oder bringst du künstlichen Dünger ein.

Das ganze ist am Ende auch am Ertrag zu spüren. Beim düngen mit Mist bringst du ja nicht gezielte Mengen an Nährstoffen und Mineralien in den Boden wie, wenn man gezielt künstlich düngt.

Das ganze ist natürlich auch eine Kostenfrage, die bei 3-4 ha schon entscheident ist. Spritzmittel, Feldspritze mit TÜV und Sachkundeschein kosten schon etwas. Ebenso kostet auch Düngemittel Geld und ob du bei den geringen Flächen das Ganze mit etwas Ertragssteigerung raus holst, glaub ich nicht.

Wenn du dir dann überlegt hast wie du Arbeiten möchtest, kannst du dir die entsprechenden Maschinen wählen. Evtl gibt es auch Landwirte im Ort, mit denen man auch kooperieren kann. Denn jede Maschine kostet richtig Geld in der Anschaffung und auch in den Repararturen.

Als erstes einer jeden Fruchtfolge steht die Düngung.

-> dabei benötigst du etwas zum Laden und einen Miststreuer

Die Einarbeitung des Düngers ist wiederum eine eigen Phylosophie. Ich bin kein Freund der Pfluglosen bearbeitung. Um eine effektive Unkrautbekämpfung ohne Spritzmittel zu haben, ist der Pflug unumgänglich. Es ist natürlich zeitaufwändiger als Grubbern aber weitaus effektiver.

Nach dem Pflügen ist das Bearbeiten mit dem Feingrubber nützlich und für die Ernte auch angenehmer. Seidem du hast eine Drillkombi.

Die A202 ist schon eine gute Drille mit der du auch gut arbeiten kannst. Schlussendlich bleibt die Erntetechnik. Dazu zählt entweder ein Mähdrescher und auch die Bergung des Strohs.

MfG

Tobias
 
Ja ich frage mich da als gelernter Landwirt auch wenn ich da so lese ob der gute Frank auch eine Ausbildung in einem Landwirtschaftlichen Beruf hat oder einfach nur nen bissel Traktor fahren möchte auf seine 4 Ha, ich finde wenn man einer intensiven Bewirtschaftung der Flächen nachgeht sollte man schon etwas Sachkunde ( durch eine Lehre mit geziehlten Abschluss) und nicht nur durchs zuschauen oder kann ja alles nicht so schlimm sein, habe ich zu DDR Zeiten mit 16 auch schon gemacht haben. Sollten du sowas alles haben, denn sorry habe ich nichts gesagt. Aber wenn ich lese das du nen Schwergrubber mit Flügelscharen hast frage ich mich schon was das soll? Diese werden eher zum Stoppelsturz bis 15 cm Arbeitstiefe eingesetzt. Ein Schwergrubber ersetzt den Pflug und arbeitet daher in ca 25 cm Tieflage. Mit Flügelscharen und der Tiefe würde es denn wohl gerne mal verstopfen.

So zu deinem Thema zurück. Ich würde dir empfehlen die Flächen aufzuteilen. Bau dir damit an was du persönlich brauchst. Ich habe auch nur Rüben, Mais und Kartoffeln zu hause. Die Rüben und den Mais verfüttere ich, die Kartoffeln werden eingelagert. Ansosten wenn du noch ein par Mark mit deinen Flächen verdienen möchtest, goggel mal: greening. Das ist ne eine intensieve Gründünger bzw Bienenweiden Anbau. Damit machst du richtig was gutes für die Umwelt und muss mal sehen wie du das ganze gefördert bekommt. Da kannst du als Leie nicht so viel Falsch mit machen und war noch ganz wichtig ist. Keinen Schaden.
 
Hallo,

ich habe auch noch etwas Fläche in Bwirtschaftung. Zum Pflügen hab ich einen B125; Saatbett --> Feingrubber; Drillmaschine --> B202, A182; Mähdrescher--> Claas mit 2,6m Schneidwerk eventuell mit Häcksler;(Strohpresse); Soppelsturz--> polnische 3m Scheibenegge, ein paar Anhänger Dann haste erstmal alles für den Gereideanbau.

Ich richte mich nach der Fruchtfolge der Nachbar Genossenschaft, dann fahren die mit PS-Spritze und den Düngerstreuer bei mir gleich mit drüber wenn die ihre Flächen behandeln. Eine PS-Spritze lohnt sich nicht für mich. Ich bin zwar Sachkundig, aber ich bekommen den Preis nicht hin den der Pflanzenschutz kostet wenn der Nachbar es macht. 36m gegenüber 12m, alle 3 Jahre Tüv für die Spritze, eventuell Verschleissreparaturen, kosten für die Spritze an sich, Einwinterung usw....

Dann denke dran das du deine schlagbezogenen Aufzeichnungen führst. Vielleicht kannst du noch ein paar Zahlungsansprüche für deine Flächen ergattern. Es gibt derzeit eine Junglandwirteregelung für die unter 40 Lenze sind, dann gibt es glaube einfacher Ansprüche. Du kannst aber auch an der Kleinerzeuger Regelung teilnehmen, dann bist du bei Cross-Complience raus, die Grenze lieg glaube bei 5 ha.

Pro ha bekommst du an Beihilfe ca. 300,--€, wenn du im Besitz von Zahlungsansprüchen bist die du aktivieren kannst. Die Abgabe ist am 15.05. und ausgezahlt wird es im Dezember.

Ich baue auf allen Flächen das gleiche innerhalb des Jahres an, so nimmst du beim Handel mehr Saatgut ab und es wird günsiger. Körnermais und Raps lass ich vom Nachbarn machen, hier mache ich dann nur die Bodenbearbeitung.

Wenn ich garkeine Zeit habe, dann lass ich alles vom Nachbarn machen. Bist jetzt ist aber immer etwas an Kohle übrig geblieben, für mich und das Finanzamt. Bist 690€ an Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft sind steuerfrei, danach wird es als Einkommen versteuert. Du kannst dann aber auch deine Rechnungen absetzen.

Grüße

Otto
 
Ich will keine Bange machen, aber beantragst du etwas vom Staat dann plane mal schon einige Wochenende am Schreibtisch ein, 

um Nachweise usw, den Ämtern zuzustellen.

manny 
 
Vielen Dank für Eure Antworten.

Eingehend möchte ich sagen, wir haben derzeit schon einen kleinen Landwirtschaftsbetrieb im Nebenerwerb laufen, mit nen paar Hektar Gründland auf denen wir Mutterkühe halten. Dazu noch nen paar Schweine & div. Geflügel. Aus dieser Sicht kennen wir bereits die rechtlichen Pflichten die ein Landwirtschaftsbetrieb grundlegend mit sich bringt. 

Auch über die Fördermöglichkeiten bin ich bereits informiert.

Ziel des Ackerbaus für mich/uns ist in erster Linie aber keinesfalls sich die Geldbörse zu füllen. Vielmehr ist dieser erste Schritt für mich zum lernen da, Erfahrungen im Umgang mit dem Boden sammeln. Ich liebe es mich landwirtschaftlich zu betätigen. Und ja, mir macht es auch sehr viel Freude die Technik dazu mit einzusetzen.

Es richtig, ich habe keine Landwirtschaftliche Ausbildung auf der ich aufbauen kann. Ich sehe dies vielleicht als Hindernis aber nicht als Grund an, mich nicht mit dem Thema Ackerbau zu beschäftigen. Ich bin bereit mich dahingehend weiterzubilden und zu lernen. Genau aus diesem Grund stelle ich auch meine Fragen auch bevor ich loslege. Geplant ist, dass die Felder 2019/2020 wieder in Eigenbewirtschaftung laufen. Die Zeit bis dahin will ich für Weiterbildungen nutzen. Vielleicht habt ihr dahingehend auch noch Tipps für mich in Richtung Literatur, Schulungsangeboten, etc.

Generell möchte ich die Flächen auch ökologisch bewirtschaften.

Es bestehen auch gute Kontakte zum Lohnunternehmer im Ort. Ich möchte aber gerne einige Grundlegende Arbeiten selbstständig durchführen, denn wie gesagt, ich möchte selbst tätig werden und nicht nur das Feld verwalten und dabei zu schauen.
 
http://bioland-hof-grossholz.de/Hallo, wenn du vorwiegend Ökolandbau machen willst dann empfehle ich dir dich mal mit dem chef dieses Betriebes zu unterhalten. Wenn du seine Arbeitsweise verinnerlichst, kannst Du nichtmehr viel falsch machen. Gruss Matthias
 
Jo,

er meinte Phylosophie. Passiert halt manchmal, so ein Tippfehler......

Aus meiner Sicht muss nicht jeder ein ausgebildeter Landwirt sein, der ein paar Hektar nebenbei bewirtschaftet. Man sieht es ja auch an der immer weiter schwindenden Agrarvielfalt. Wenn ich so an meine Kindheit zurückdenke, wurde jede Ecke hier bei uns in der Gegend bewirtschaftet. Überall gab es ein Äckerchen, wo ein bischen Getreide oder Gemüse angebaut wurde. Diese ganzen kleinen Felder liegen jetzt brach, weil die Leute keine Zeit oder kein Interesse oder keine Notwendigkeit mehr haben, ihr eigen Land noch zu bewirtschaften. Die großen Betriebe haben meißt auch kein Interesse, da die Flächen oft nicht förderfähig sind. Diejenigen, die damals all diese Flecken bewirtschaftet haben, waren mit größter Wahrscheinlichkeit auch keine Agraringenieure oder ausgebildete Landwirte. 

Die meisten Nebenerwerbslandwirte sind auch nicht ausgebildet in der Landwirtschaft und haben oft ihr Wissen durch Erfahrung und Literartur angeeignet. Ich glaube kaum, dass die die Übeltäter sind, welche großen Schaden anrichten.

Wenn der Frank keine lust zum Trecker fahren hätte, würde er sich das sicher auch nicht antun, oder??? (;

Alles in Allem finde ich soetwas grundsätzlich gut, wenn jemand das Interesse hat Acker selbst zu bewirtschaften. Eine Fläche von 4 ha hört sich wenig an, ist aber für einen Nebenerwerbler mit Viehzucht nebenher schon eine ganze Menge. Ich weiß von was ich Rede, da ich nebenher, ohne Vieh, ca. 30 ha bewirtschafte.

MfG

Tobias
 
Naja so gehen die Meinungen eben auseinander. Ich habe sicher nix dagegen wenn ich jemand einen großen Garten gestaltet wie er möchte. Gerne auch nen Hecktar groß. Aber wenn jemand ohne Nachhaltiges Fachwissen sowas betreiben möchte finde ich es eben nicht so prikelnd. Wer von euch möchte sich denn von nen Arzt operieren lassen das im OP sagt: weisst du was, ich mach das ganze nur so nebenbei. Im waren Leben bin ich Dachdecker. Und wenn ich gerade an meinen Pflanzenproduktionsunterricht denke und dabei an Pflanzenkrankheiten Z.B. und Düngergesetze usw. Die natürlich so jeder in der 6ten Klasse in der Schule lernt, warum habe ich denn nicht nach der 10ten Klasse gleich mein Facharbeiterbrief mit dazu bekommen? Daher bin ich leider etwas skeptisch das es jeder so einfach kann. Sicherlich ist es nicht schlecht wenn man sagt das man sich auch Fortbilden will, aber bis dahin kann man schon viel kaputt gemacht haben. Ich will micht groß darstellen, auch mir passieren Fehler. Aber ohne richtigen Backround noch viele mehr.
 
Wieso ohne nachhaltieges Fachwissen ? Fruchtfolgen , Aussaattermine und Aussaatmengen sind doch frei zugängig.Gründüngung ist doch ne feine Sache ,da freuen sich auch deine Ficher. Es müssen ja nicht gleich Höchsterträge dabei rauskommen. Es gibt etliche Anbauformen in aller Vielfalt. Grundsätzlich reicht doch erstmal Pflug, Grubber,Feingrubber,Eggen und Walzen. Dazu noch eine Drille. Trecker mit Frontlader und ein Miststreuer. Dreschen muss man ja nicht selber,aber der Rest ist doch machbar. Mutterkuhhaltung machst du doch schon,dafür braucht man auch ein waches Auge. Mit Herzblut und klaren Gedanken wird das schon, auch ohne Anträge für den Tropf an den alle Hängen... :-)
 
Moin, das ist richtig, Fruchtfolgen, Termine und Mengen sind ja das kleinste Übel an der Sache. Bissel was gesät bekommt jeder. Bei dem richtigen Pflügen fängt es schon an. Eine richtige Spaltfurche mit Zusammenschlag kann auch nicht jeder. Muss man mit unter auch bei nen Drehpflug können. Ich bin ja auch ein Fan vom Pflügen, fördert aber leider auch die Bodenverdichtung durch Pflugsohlenbildung. Diese kann man natürlich auch verhindern. Muss man aber alles wissen. Nachlesen kann man im Netz genug man muss nur wissen was. Problematisch finde ich den Dünger und Pflanzenschutz. Wenn man Z.B. nicht weiß was Nitratdünger sind und wie sie wirken. Denn wird irgendwas aufs Feld gestreut so ungefär, machen ja andere auch so, ohne zu wissen ob die es überhaupt richtig machen und schon wird alles scheiße. Genau so bei den PSM Mitteln. Ich hoffe das jeder der mit sowas rumspielt auch im schlimsten Falle gut Versichert ist wenn da mal was schief geht.
 
Ich bin in solchen Fällen Pessimist vor allen Kostenmäßig

In meinen Augen bleibt untern Strich nichts übrig, wenn die staatliche Förderung nicht in Anspruch genommen wird! und dan wirds Bürokratisch.

Wichtig ist das Risiko zu Überschauen!

Arbeitsmäßig: wers nicht macht, macht keine Fehler!

manny
 
Wie schon gesagt, möchte ich biologisch anbauen, damit scheiden schon mal alle Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger aus. Also kann man damit nichts verkehrt machen. Das schlimmste was passieren kann, dass ein Jahr mehr Kleegras drauf bleibt oder ich etwas mehr Kuhscheiße drauf haue als vielleicht benötigt (wobei die Menge unserer Kühe das auch schon wieder begrenzt).

Ich denke eine gesunde Fruchtfolge mit Ruhezeiten für den Boden wird auch deutlich gesünder sein, als das was derzeit betrieben wird.

In Sachen Kosten, kann ich alles Stück für Stück angehen und könnte manche Arbeiten in den Anfangsjahren auch an den Lohnunternehmer im Ort vergeben. Und ganz sicher wird unterm Strich nichts groß übrig bleiben. Aber ich mache das nicht um Geld zu verdienen! Ich möchte Erfahrung sammeln, selbst Nahrungs-/Futtermittel erzeugen. Es ist und bleibt in dieser Größe ein Hobby.

Erst recht bin ich absolut kein Typ "Wer nichts macht, macht nichts verkehrt". 
 
Da hast du die richtiege Einstellung. Wenn du viel Leguminosen anbaust und viel tief Grubberst um Luft in den Boden zu kriegen , vieleicht mit Untersaaten arbeitest um den Boden gut zu bedecken machst du nix falsch. Bodenleben anregen und lieber mal mit 5-6 Leuten durchgehen um Unkraut rauszuziehen, dann brauchst du vieleicht mal kalk.  Wenn die Bestände nicht zu dicht sind und alles ordentlich abtrocknen kann,ist der Krankheitsdruck durch Pilze auch nicht so stark.  Vor allem muss es Spass machen und die Umwelt nicht belasten. :-)
 
Hallo,

ich bin mal Realist und in ähnlicher Situation wie du. 

Ökologisch zu wirtschaften ist schwerer als gedacht, da die Pflanzenschutzmittel schon viel helfen, wenn man was verkehrt gemacht hat (die richten das meistens wieder). Dies heißt aber nicht, dass ich Fan von PSM bin.

Die Ausgleichzulage vom Staat solltest du mitnehmen (evtl. bist du ja noch Junglandwirt und kannst einmal Zahlungsansprüche dir zuteilen lassen). 

Das sogenannte Fachrecht gilt immer, also egal ob du "Staatsgeld" erhälst oder nicht die Düngeverordnung musst du einhalten und vorallen die neue Düngeverordnung von 2017 macht mir Kopfschmerzen als Mutterkuhhalter.

Die Technik richtet sich nach deiner Fruchtfolge und deine Fruchfolge richtet sich nach deinen Wünschen, Möglichkeiten des Bodens, ..... Also erstmal hier ansetzen und gucken was du brauchst. 

Ich würde erstmal klein anfangen und einen Teil der Flächen mit Acker - Kleegrasgemisch bestellen, dazu brauchst nur einen Grubber, einen Schleuderstreuer (oder gute Schuhe und ne Kunststoffstreuwanne) und ne Wiesenschleppe. Damit hast du dann etwas mehr Futterfläche für deine Mutterkühe und hast 4 - 5 Jahre zeit gewonnen, die wieder in Acker zu verwandeln.

Auf den anderen Flächen würde ich Roggen (evtl. Weizen) anbauen und zwar das erste Jahr einfach Grubbern und ein Roggen säen, notfalls einschleppen. Den Roggen würde ich nicht dreschen, sondern wenns passt mit nem normalen Mähwerk mähen und als Stroh / Ährengemisch in Rundballen wickeln lassen. Dieses spezielle nahrhafte Stroh, kannst dann deinen Rindern und Schweinen vorlegen. 

Der Vorteil, du gewinnst Zeit, da die hälfte Fläche was Grasartiges ist, was wahrscheinlich eh schon zum Betrieb passt und die andere Fläche erstmal Stroh gibt, wass du nicht zukaufen musst und mit dem Getreide kannst also bissel rumspielen. Und wenn alles schiefläuft, kann Roggen auch nach Roggen folgen. 

Die Technik sollte danach zu deinen Bedürfnissen passen. Ich bin zwar ein Verfechter der DDR-Technik. Aber Schlüsseltechnik sollte halbweg modern mit verfügbaren Ersatzteilen sein. Ein Pflug oder Grubber aus der DDR ist für mich o.k. Bei ner Drille wäre ich schon vorsichtig, weil dass Ding laufen muss wenn das Wetter passt und dann kannst nicht erst reparieren und Ersatzteile bestellen (oder hast halt ne 2. Ersatzdrille rumstehen). Klar ist aber auch, dass DDR-Technik der 80iger Jahre eher für große Flächen gebaut wurde.
 
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