THK5 zum Dreiseitenkipper umbauen

uz_ohio

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30. März 2015
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Moin moin,

ich habe meinem Anhänger im letzten Jahr fast neue Achsen und Räder gegönnt.

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Die Bordwände sind nicht mehr wirklich fit. Die linke Seite ist nun auch noch durchgebrochen. Der Boden ist sehr wellig und mit einigen Löchern (war wohl mal irgendetwas an- bzw. aufgeschraubt).

Ich möchte nun Boden und Bordwände erneuern und über lege in diesem Zusammenhang, den Anhänger als Dreiseitenkipper umzubauen.

Hat jemand so etwas schon mal gemacht?

Bordwände, Kipperteile usw. habe ich mir bei Archus Neumeier und Stahlbordwände Hagl angesehen. Kennt jemand einen günstigeren Anbieter (Suer liefer ja nur an Werkstätten usw.)?

Viele Grüße
Uwe
 
Hallo,

mit dem Gedanken habe ich auch schon gespielt, mir einen 3-Seitenkipper zu bauen.Das infachste ist an der Sache die hinteren Scharniere.

Dann brauchst du aber einen zentral angeordneten Kippzylinder mit einer entsprechenden Länge sowie auch der entsprechenden Stabilität. Der Tragrahmen des Kippzylinders muss dann auch noch kardanisch ausgelegt sein. Bei einem THK 5 sicher nicht so einfach zu lösen wie bei einem HK 5, da dieser sowieso nur einen Kippzylinder hat und die Kippbrücke dementsprechend dimensioniert ist. Das Kräfteverhältnis muss schon passen, sonst biegst du dir den Rahmen oder die Kippbrücke durch.

Archus Neumeier hat schon gute Preise. Ich habe bisher noch keine biligeren gefunden.

MfG Tobias
 
Moin moin,

ich habe mir die Bausätze für Kipperbrücken von archus-neumeier angesehen. Die Ausführung sollte sich als Dreiseitenkipper eignen.

Welcher Winkel ist zum Kippen ausreichend? Bei 50° und mittig montiertem Zylinder komme ich auf rund 1900 mm Länge. Das ist schon ganz schön big.

Hat jemand Erfahrungen damit?

Grüße

Uwe
 
Hallo,

du musst nach dem Schüttwinkel gucken. Der liegt bei Sand um die 30°, das heißt wenn du bei mehr als 30° bist, dann rutscht der Sand ab. 
 
Hallo,

prinzipiell halte ich von so einem Umbau wegen dem erforderlichen Aufwand nicht viel.

Die Zweiseitenkipper sind für landwirtschaftliche Schüttgüter länger als in der Nutzlast vergleichbare Drei-Seiten-Kipper. Sie haben zwei Kippzylinder über den Achsen.

Da bei DSK nur ein Zylinder mittig eingebaut ist, muß der Rahmen von den Achsen zur Rahmenmitte hin verstärkt werden. Gleiches gilt auch für die Kippbrücke. Wenn diese Verstärkung nicht ausreichend ist, drückt es beim Ankippen den Rahmen nach unten durch; in der ersten Stufe entwickelt jeder Zylinder die größte Kraft. 

Ein weiteres Problem ist die Standsicherheit beim Rückwärtskippen. Nicht umsonst haben einige Rückwärtskipper hinten Abstützungen oder Federwegbegrenzer.

Also eigentlich nichts für einen Laien  ;-)  .

Gruß Wolfram
 
Da würde sich mal ein Preisvergleich lohnen

Material + Arbeitsaufwand gegen Kauf!

manny
 
Hallo,

wie schon mehrmals hier geschrieben, ist der THK 5 überhaupt nicht dafür ausgelegt.

Du brauchst an sich nur eine normale Einfeld-Träger-Berechnung machen mit dem Vorhandenen Rahmenträger mit der Länge zwischen den beiden innersten Auflagerpunkten. Du wirst dann feststellen, dass dein Träger bei mittiger Belastung von evtl. 5to. knickt und der Rahmen dann in den Schrott kann.

Dann ist, wie von Wolfram geschrieben, auch die meiste Last beim Kippen auf der hinteren Hälfte des Anhängers. Schaust du dir die Feder- und Achslasten an, sind diese daufür auch wieder nicht ausgelegt und es kommt früher oder später zu brüchen.

Dann kann man sich auch merken, dass das kleinste statische Element ein Dreieck ist! Du hast diese Bauform weder an der Kippbrücke, noch am Rahmen. Außer du nimmst dir schematisch die originalen Kipppunkte über den Achsen.

Die einzigen weitgeläufigen Anhänger, bei denen es fraglos funktioniert, sind HK5, HK3 und evtl HK8.

Diese sind von der Bauform her so, dass die Kippbrücke nur von der Mitte her angekippt wird. Schaust du dir da die Rahmen und die Kippbrücken an, sieht es sogar ein Laie in Sachen Statik. Trotzdem bleibt ab HK 5 das Problem mit der Hinterachse.

Wenn du den THK 5 verwenden möchtest, wird deine einzige Möglichkeit sein, einen nur Rückwärtskipper zu bauen. Ähnlich wie ein Sattelzug. Mit verschweißten Seitenklappen, würde das evtl. sogar funktioieren. Dort wird der Zylinder dann aber etwas teurer.

Wie in vorhergehenden Antworten auch schon steht, ist ein Rückwärtskipper überwiegend für Schüttgüter. Wenn du deine THK mit dem Zylinder in der Mitte hast und eine Fuhre Mist, MuBo oder nassen Boden kippen möchtest, dann rutscht dieses erst sehr spät oder bei unzureichendem Winkel bleibt es einfach am Boden kleben und du hast die Last ganz oben. Das war es dann vermutlich mit deinem Anhänger.

Auch beim Kippen von Boden oder Langholz o.ä. bleibt immer etwas auf dem Anhänger. Fährst du dann an, hat deine Forderachse Null Last und deine Hinterachse hat druck. Wenn du dann nicht rechtzeitig bremst oder deine Hinterachse garnicht gembremst wird, schiebt es dir den Anhänger in den Schlepper. Dadurch sind schon viele Sattelzüge verunglückt.

Mit anderen Worten.....

Diese Sache ist nicht zu unterschätzen und ohne vorher eine statik des Anhängers berechnet zu haben, eine totale Fehlinvestition. Sonst hätten dies schon einige Tüftler vorher gemacht...

Wenn es schief geht, ist dein THK hin und du hast garkeinen Anhänger. Du kannst HW 80 und Co., welche als 3-Seitenkipper umherfahren, vom Rahmen und Aufbau auch nicht mit dem THK vergleichen.

Trotzdem kannst du uns über dein Projekt am Laufen halten.

Gruß

tobias
 
Hallo Uwe

Ich hab ein Nachwende Anhänger als Dreiseitenkipper Fortuna K80 heißt das gute Stück ,der ist nicht stabiler gebaut als ein THK5.Die Achsen sind eher noch schwächer.Wenn du Lust hast komm und schau ihn dir an und nimm ein paar Masse .(kipppunkt,zylinderlänge,)

mfg Roland 
 
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