Transport MTS52 (Leergewicht gesucht)

rudi52

Traktorist
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21. Feb. 2011
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Hallo liebe Forenmitglieder,

lese hier seit einiger Zeit interessiert mit und das Forum hat viel zu der Entscheidung beigetragen, einen MTS52 als Hofschlepper anzuschaffen, vielen Dank!
Nun steht die Abholung an, er muss von Umkreis Grimma nach Löbau, also ca. 150km. Da eine Spedition doch sehr teuer ist und ich dem alten Russen die Fahrt auf eigener Achse nicht zumuten möchte, will ich einen 3,5t-Anhänger mieten und ihn mit einem größeren Jeep ziehen. Der Anhänger darf 2,7t laden. Leider hat der 52er keine Papiere mehr, so dass ich das "Leer"gewicht nicht weiß und die Angaben im Internet sind dazu sehr unterschiedlich... Meine Frage an Euch bzw. Mts 52 Besitzer: was wiegt denn euer Trecker "leer" bzw. ohne Anbauten mit normaler Bereifung?

Vielen Dank schonmal, ab jetzt werde ich wohl öfters hier vorbei schauen!

Gruß, Jürgen
 
Hallo Jürgen,

Das Leergewicht beträgt laut DDR-Prüfbericht 3360kg. Im Bundesdeutschen KfZ-Brief sind 3400kg eingetragen.

MfG René
 
vielen Dank Renè,

das ist natürlich doch ganz schön viel! Bei wikibooks steht was von 2950kg ohne Gewichte auf den Rädern, das würden der Anhängerverleih und die Grünen auch noch durchgehen lassen. Ist nun die Frage ob die Gewichte damals im Prüfbericht mit berücksichtigt wurden... Der Russe hat hinten noch die 4 Standardgewichte drauf, kann jemand zu denen Angaben machen, sind die so schwer?

Gruß, Jürgen

suche altes funktionstüchtiges Mähwerk ztr-165
 
Hallo Jürgen,

die Angabe 2950kg ist auch im Handbuch zu finden, dort bezeichnet als "unbeladen" d.h. "ohne zusätzliche Ausrüstung, mitgelieferte Ersatz- und Sonderteile und Radgewichte". Im Handbuch findet man noch "versandfertig" 3070kg d.h. "ohne zusätzliche Ausrüstung, mitgelieferte Ersatz- und Sonderteile mit unaufgefülltem Kraftstoffbehälter und Wasserkühler, mit Fahrerhaus und Radgewichten". Bei diesen Angaben fehlt aber die komplette Druckluftanlage (Kessel, Kompressor,...) und die automatische AHK. Rechnet man das Gewicht der Luftanlage, AHK, Kühlwasser und Diesel drauf, dürften die 3360kg aus dem Prüfbericht stimmen.

Ein Radgewicht hinten wiegt etwa 20kg.

MfG René
 
hallo , der 52er wird wohl ohne radgewichte gewichtsmässig eingetragen sein,weil er in der regel ohne ausgeliefert wurde ,wogegen der 50er fast immer mit radgewichte war.
mfg ronny
 
Hallo,
wenn dem so ist, werden eben die Betriebsflüssigkeiten abgelassen und dann wird per Ratschenkasten für den Transport abgelastet. Das sollte doch zu bewerkstelligen sein ;-)
Vielen Dank nochmal!
Gruß, Jürgen

suche altes funktionstüchtiges Mähwerk ztr-165
 
Hallo
Na dann viel Spass bei deinen Vorhaben , wenn dich die Bullen anhalten , legen se dir dein Gespann still.
Die 150 bis 200 Euro für ne Spedition sind besser angelegt, als se dann der Polizei in den Rachen zu werfen, geschweige denn von den Punkten die du Kriegst.
mfg Falk
 
Hi! Lt. Papiere musst du etwa 3400 kg bewegen und ich denk mal da sollte das Geld für ne Spedition drin sein-so ersparst Du Dir ne Menge Ärger! Gruß Jens
 
Hallo Jürgen,

ich glaube, dass Du den Transport mit einem Geländewagen und einem Hänger nicht realisieren kannst. Die 3,5 Tonnen sind schon das Maximalgewicht, was mit einer Kugelkopfkupplung zu realisieren ist. Außerdem hätte ich Bedenken wegen der Höhe des Traktors.Und wenn Du die Betriebsflüssigkeiten ablassen musst, dann musst Du die auch entsorgen und kannst sie nicht wieder verwenden. Fazit: Für diesen Traktor brauchst Du ein Zugfahrzeug mit Maulkupplung. An einer Spedition solltest Du nicht sparen.

Gruß Andreas
 
Hallo,

wenn du dir das Geld für ne Spedition sparen willst, dann rede mit nem ADAC-Menschen oder jemand der solch ein Abschleppauto hat. In der Regel geht sowas damit zu überführen. (Baumaschinenverleihfirmen haben meist auhc sowas).

Alternativ besorg dir einen LKW und einen Abschleppstang. Vom Straßenverkehrsamt holst dur dir Überführungskennzeichen (Kurzzeitkennzeichen) und ziehst den Traktor mit 25km/h hinterm LKW her. Ist evtl. billier als ne Spedition.

Gruß Ulf
 
Hallo Jürgen,
für die 150 Km brauchst du keine 10 Stunden, die solltest du einem Traktor zumuten sollen, sonst kannst du ihn auch nicht als Hoftraktor gebrauchen. Wenn Licht, Bremse und Blinker gehen, solltest du ihn selber mit Überführungskennzeichen fahren.
Gruß, Rudi
 
Hallo Gemeinde,

verspäteter Dank für die zahlreichen Meinungen.

Es ist vollbracht, wir haben ihn nun per eigener Achse überführt da die oben angesprochene Hängervariante dann doch zu experimentell gewesen wäre und keine Spedition unter 500 Euro aufzufinden war.

Die ganze Geschichte war aber eine Odysee ohnegleichen wo wir den Russen gleich mal näher kennenlernen durften. Für die (dann doch) über 200km haben wir letztendlich 4 Tage gebraucht. Die ersten beiden Tage sind es immer nur 20-30km geworden, da die Vorderräder ab 10km/h anfingen zu flattern und wir den Fehler aus Unwissenheit bei der Portalachse vermuteten. Nach der zweiten Kurzstrecke sind wir dann mit Handbuch und Werkzeug losgezogen und haben uns des Problems angenommen. Das Flattern lag einerseits an der dicken 46er Mutter der Lenkung die sich 1cm(!) aufgedreht hatte, was vor lauter Dreck aber nicht sichtbar war, andererseits am überdimensionalen Lenkspiel. Fehler behoben und die restlichen 150km in einem Ritt gerockt wobei die letzten 70km noch ein Hänger mitüberführt werden musste... Auf halbem Weg viel uns noch auf dass der Zylinderkopf einen Haarriss hat :( , die Lenkung immer schwergängiger wurde, die .... usw. u. so fort... ich hör hier lieber auf, sonst stehen wieder Haare zu Berge ;-)

Alles in allem scheint der Trecker unverwüstlich und die Strapazen haben sich gelohnt. Nun geht’s erstmal an die vom Vorbesitzer hartnäckig ignorierten Wartungsarbeiten.

Beste Grüße,
Jürgen
 
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