Hallo,....
ich bin zurzeit im 7. semester des studienganges Wasserwirtschaft in magdeburg.
Leider ist es nunmal fakt das die Landwirtschaft den Dünger maßlos einsetzt
(egal ob vor oder nach der wende) und so einen großen wasserwirtschaftlichen Schaden anrichtet.
eine pflanze kann nur begrenzte mengen an stickstoff und phosphor aufnehemen, der übrige rest sickert schlieslich in die umliegenden oberflächengewässer oder in das grundwasser, wodurch große schäden am gewässerhaushalt entstehen.
Die Unterhaltungsverbände sind der Verkrautung der Gewässer kaum gewachsen, was sich natürlich bei Hochwassereinflüssen wie gerade jetzt zum beispiel negativ auf die Wasserpegel auswirkt!!!! Von den Kosten der Krautbekämpfung kaum zu schweigen.
(man schätzt das durch die Verkrautung des Flussbettes, der Wasserpegel der "Schwarzen Elster" im Oktober 2010 rund 30 cm höher lag als ohne Verkrautung)
Noch eins: Sobald die DüngerChemikalien in das Gewässersystem eingedrungen und in gelöster Form durch das Wasser abtransportiert werden sind sie auf nimmer wiedersehen im Ozean verschwunden. Denn alle Flüsse fließen bekanntlich zum Ozean. Dort sinken die Phosphor und Stickstoffpartikel für die Menschheit unwiederbringlich in die Tiefe ab.
Laut meinen Kenntnissen ist nich zuerst das Erdöl alle, sondern die weltweiten Phosphorvorkommen, was man wohl an der Preisteigerung der letzten Jahre merken kann.
noch etwas in eigener sache: gerade hier bei uns im osten deutschlands ist nach der wende der superkapitalismus ausgebrochen, der auch vor der Landwirtschaft nicht halt gemacht hat.
Einige Betreiber von Agragenossenschaften versuchen nun mit macht reich zu werden. der springende punkt dabei ist aber, das in meinen augen der angepachtete acker so ausgelaugt wird das die nachkommende generation große probleme haben wird vernünftige erträge aus unseren kargen böden zu erwirtschaften(märkische streusandbüchse)
denn ich kann mir nicht vorstellen das: es nicht gut ist wenn man nur noch nach Maisanbau den Acker tief pflügt und somit lockert und nach Getreideanbau soll gruppern reichen??????
Die Maschinen und Traktoren werden immer Größer und schneller, wo soll dieser Irrsinn noch hinführen?? Als PKW-Fahrer bekommt man es ja mit der Angst zu tun wenn so ein Monster einem entgegenkommt.
Noch schlimmer muss es doch einem Moped-Fahrer ergehen wenn diese Monster von links nach rechts hin und her schaukelnd im Rückspiegel immer größer werden.
Reichen denn die Jahre lang erprobeten größen wie z.b HW80-
Anhänger zum getreidetransport nicht mehr aus??? müssen es diese raumschiffähnlichen superanhänger sein??
genauso wie mähdrescher, häcksler usw...brauchen sich die bauern doch nicht wunder´n wenn so´n drescher ständig einsinkt bei der masse auf dem acker???
....hier läuft doch was verkehrt
vg tom