UTP-Unterricht in der LPG

Webmaster Jan

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20. Mai 2005
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Hallo Fans,

appropos UTP-Unterricht, werde viele ja kennen.

Was habt Ihr eigentlich in der LPG so im UTP-Unterricht gemacht? Es geht natürlich nicht nur um die LPG, auch VEG, oder KfL geht wenn...

Ich kann mich erinnern an:

- an Steine lesen

- Kartoffeln stoppeln (nachlesen)

- Kartoffeln auf der Kombine auslesen

- Eggen aufarbeiten (Zinken wechseln)

Gefahren wurden wir aufs Feld raus immer mit nem IKARUS 31 (oder 311), oder mit nem W50 Leutewagen mit Prototypfahrerhaus.

War auf jeden Fall ne schöne Zeit und weg vom Klassenzimmer war immer gut :-)

Viele Grüße Jan

Edit: aus UTB > UTP gemacht....
 
.....ja....Kartoffellese und auch -nachlese waren wie auch das Steinelesen auf dem Programm (wir sind ja steinreich im Thüringer Schiefergebirge)....

in einer Arbeitsgemeinschaft "Tierproduktion"einmal wöchentlich haben wir ( 8 )uns mit der Rinderhaltung beschäftigt...Kühe gewogen, Fütterung ,Kartoffelchips verladen (und bis zum platzen selber gefuttert...) und auch Themen wie zB. Hangvermessung als geologisches Projekt zur Messe standen da auf dem Plan....war sehr spannend und lehrreich zugleich....eben genau etwas, was heute fehlt....

;-) :-) :-)

Viele Grüße ,der Ingo

Achtung: Dieser Beitrag kann Spuren von Sarkasmus, Ironie und schwarzen Humor enthalten...auch unsichtbare Smilies sind möglich...deshalb alle Angaben ohne Gewehr...
.....Bin auf dem Weg ins Badezimmer geblitzt worden. Wollte putzen - jetzt ist der Lappen weg.....
 
Moin zusammen.....

Jo.... da hatte ich auch das Glück etwas Schulzeit in der LPG zu absolvieren 😉😆. Zum einen in einer Michviehanlage, wo wir aber meist dem Betriebsschlosser hinterher gelaufen sind und auch in der LPG/P.... wo ich später meine Lehre absolvierte und arbeitete. Dort durften wir immer auf den Traktoeren mit zum Pflügen oder Bodenbearbeitung.... natürlich auch selbst mal ne Runde drehen. 💪👍. Das Highlight damals war der Tag, wo ich auf dem K700 A zum Grubbern mitkonnte und den Turbosound mal sebst bestimmen, also fahren durfte.  Es ging aber auch mal in eine große Halle, wo zum einen Kartoffeln sortiert, verwogen und abgesackt wurden..... zum anderen im Winter der eingefahrene Rosenkohl weiterverarbeitet wurde.

War ne verdammt geile Zeit.

Schöne Grüße Thomas 🙋

Woher soll ich wissen was ich schreibe, bevor ich lese was ich denke.
 
Na da kann ich nicht viel beitragen, denn bei uns gab es einige kleinere Produktionsbetriebe aus der Holz-, Elektro- und Maschinenbaubranche, auf die wir verteilt wurden.

Bei mir stand da eher Metallbearbeitung, Montagearbeiten usw. auf dem Plan.

VG Gerd
 
Hallo Jan

Es sei mir eine kleine Berichtigung erlaubt.

Es hieß   Unterrichts Tag in der Produktion. UTP

Jan, entschuldige bitte, aber es soll ja seine Richtigkeit haben.

Zum eigentlichen Thema kann ich nichts beitragen, ich war Industrieschüler. Wir durften nur feilen, sägen, bohren und Kalksandsteine herstellen

Beste Grüße

Jürgen
 
Hallo Jungs,

erst konnte ich mit dem Begriff gar nichts anfangen. Ich bin 77 eingeschult worden und ab der 7. Klasse hatten wir das Fach PA (Produktive Arbeit), also das Gleiche wie UTB. Scheint wohl kurz vorher umbenannt worden zu sein.

In der 7. Klasse hatte ich PA immer Donnerstag von 14-16 Uhr auf dem LTA (Landtechnischer Anlagenbau) bei uns im Ort.  Dort haben wir Gitterwalzen für Förderbänder montiert. Da war unsere Klasse das ganze Jahr. Es war aber doch sehr eintönig.

In der 8. Klasse hatte ich PA dann von 7-12 Uhr und es wurde schon interessanter. Mal waren einige von uns auf dem LTA, andere in der LPG(T) bei der Scharfzucht und wieder andere waren im VEG (P) zum Rosenkohl pflücken, Steine sammeln oder Zuckerrüben nachsammeln.

In der 9. Klasse sind zwei Schulkameraden und ich dann auch mal im VEG(P) eingeteilt worden, da wir dann schon stolze Besitzer des T Führerscheins waren. Anfangs durften wir nur beim Pflügen und Grubbern mitfahren und dann später auch unter Anleitung selber. Das schönste war, wir brauchten an dem Tag nicht mehr zur Schule, also vom PA aus ab nach Hause. ;-) So liefs dann auch in der 10. Klasse und alle meine Schulkameraden und ich hatten von Anfang an einen klaren Berufswunsch, den auch so ziemlich alle sich erfüllen konnten.

Ich habe noch ein PA Heft von mir aus der 10. Klasse gefunden. ;-)

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Leider ist´s nicht mehr vollständig! :(

Wir haben auch gleich immer über die Betriebe eine Einführung bekommen, in Form einer Statistik. ;-)

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Ja, ja wat war dat noch schön!!! ;-)

Ich wünsche euch einen schönen Jahreswechsel!!

Gruß Jens
 
Zetor50:

Hallo Jan

Es sei mir eine kleine Berichtigung erlaubt.

Es hieß   Unterrichts Tag in der Produktion. UTP

Jan, entschuldige bitte, aber es soll ja seine Richtigkeit haben.

Zum eigentlichen Thema kann ich nichts beitragen, ich war Industrieschüler. Wir durften nur feilen, sägen, bohren und Kalksandsteine herstellen

Beste Grüße

Jürgen
Jürgen da haste gut aufgepasst, da war ich wohl gedanklich mehr beim Schlepper UTB, als beim Unterricht in der Produktion. .... ;-)
@Jens: tolles Heft, ist ja der Burner was du so archiviert hast ! ;-)

Viele Grüße Jan
 
Hallo,

bezogen auf den Beitrag vom Jens; ich bin 72 aus der Schule (POS) entlassen worden.

UTP haben wir zwar gesagt, doch offiziel stand da auch schon PA im Stundenplan; im Elektroschaltgerätewerk Rochlitz -ElGeRo- kleine Schalter montieren ... zum erbrechen  :( langweilig.

Wir hatten im 14-tägigem Rhytmus, damit sich die Fahrt in die Stadt lohnte, diesen Tag PA im Wechsel mit ESP Theorie Einführung in die Sozialistische Produktion.

Gruß Wolfram
 
Hallo,

ich wurde 1981 eingeschult und habe die POS 1991 verlassen. Meine Klassenkameraden wurden im PA-Unterricht im Energiekombinat Berlin eingesetzt, sie durften Bremsleitungen für den W 50 biegen. Ich selbst habe am PA-Unterricht nicht teilnehmen dürfen, ich habe die schulärztliche Tauglichkeitsuntersuchung nicht bestanden. Nach der Wende war mein persönliches Highlight die Fahrt mit einem 500-PS-V8-Scania R. ESP durfte ich alle 14 Tage mitmachen. Darum bin ich auch hier im Forum, um meine Neugier auf Technik zu stillen.

Gruß Andreas
 
Bei mir hieße das schon PA Unterricht. 

Wir haben: Teile für Gelenkwellen überarbeitet

Legenester für KIM montiert

Gewinde geschnitten für die Reichsbahn.

In Betrieben: LPG Schlosserei. Dichtungen aus Karteikarten für Kreiselpumpen geschlagen, Inventur gemacht.

KIM Schlachthof. Diverses in der Schlosserei. Rollen von Rollbändern zerlegt.
 
Hallo zusammen

Bei uns gab es mehrere Stationen. KfL, Schafstall, Kuhstall und die ortsansässige Gärtnerei. 

KfL war mit Abstand das langweiligste . Dort mussten wir div Gußteile für Öfen entgraten und zusammenbauen. War eine Recht eintönige Arbeit. Interessant waren nur die Pausen auf dem KfL-Gelände wo man div Maschinchen aus nächster Nähe betrachten konnte .

Gärtnerei war auch nicht gerade der Brüller . Hauptsächlich mit Hacke und Spaten unterwegs.

Am schönsten war es im Schafstall. Wir hatten einen alten Schäfer der uns immer schöne Geschichten erzählte . Rauchen durften wir dort auch immer .... Lach .... Natürlich nur im Aufenthaltsraum . Aber die Arbeit im Stall hatte echt Spaß gemacht.

Kuhstall war ich nie , muss aber auch Recht interessant gewesen sein, nur der Gestank war nicht so angenehm.

Was mir noch einfällt waren die Ferienarbeiten . Im Stroh konnte man sich schönes Geld dazu verdienen. Meistens bei der Strohballen Einlagerung in den Scheunen . 

Bei uns wurden damals Bohnen angebaut. Für den Export in den Westen wurden die von Hand gepflückt ansonsten maschinell. Für einen 10kg Sack gab‘s damals 10 Ost Mark . Da konnte man wenn man etwas Ausdauer hatte um die 100 Mark am Tag verdienen. Das war schon eine gute Verdienstmöglichkeit ..... 

In die Zuckerrüben ging es auch jedes Jahr. Mein Opa hatte Schweine und Kleinvieh. Für das Rüben verziehen gab‘s dann Stroh, Kartoffeln und Getreide. Oh das waren immer lange Abende mit der Hacke auf dem Feld . Die ganze Familie hat immer mitgeholfen .....

Im Nachhinein betrachtet war das schon eine schöne Zeit die ich nicht missen möchte.

Schöne Grüße Lars
 
Hallo Wolfram 

so kann ich mich auch entsinnen 65-75 POS

eine Woche PA eine Woche ESP (theorie Techn. Zeichnen usw) allgemein genant UTP , dies war bei uns im Glaswerk, Bereich PLZ 99330.

Kartoffelnlesen (-sammeln) war zur Erntezeit immer Klassenweise nach der Schule (Pflicht).

wurden vor dem Schulgebäude mit Traktor und Manschaftswagen (nicht die neuen ,ältere geschlossene, Aufgang hinten) abgeholt.

Diese mußten aus sicherheitsgründen Nachgerüstet werden  -mit einem Hupknof zur verständigung mit dem Treckerfahrer!

manny
 
In die LPG oder das VEG hat mich das PA - leider?- nicht verschlagen. Unsere Schule hat das PA im VEB Baumaschinen Gatersleben durchgeführt. Wir haben da Lagersichtbehälter gebaut, gefeilt, gesägt, teilweise gedreht und auch mal in der Produktion geholfen. ESP hatten wir ebenfalls auf dem Betriebsgelände. Da erinnere ich mich irgendwie nur noch an den Fernseher im Unterrichtsraum (Sensortasten, dafür aber Schwarz/Weiß) und den AK-47-Gaskolben, der aus dem Lehrbuch als technische Zeichnung zu erstellen war. 
 
Jo ,PA in kompressorenbau Bannewitz ,hauptsächlich Metallbearbeitung ,bohren drehen feilen Gewinde schneiden alles was dazugehöhrt ,und das mit verhältnismäßig modernen Maschinen , bis hin zur Endmontage was gemeinsam mit einem Facharbeiter erfolgte.als Konsumgüter wurden fahradspiegel zusammengebaut ,die aus gelber Plaste mit rotem Rahmen um das Glas .das haben immer die weiber gemacht,(einfache Tätigkeiten eben).aber die Metallbearbeitung war schon interessant und hat auch Spass gemacht.in der Schulzeit Steine lesen und baumschularbeit nur gegen Bargeld samstags oder Nachmittag.

MFG ronny
 
Hallo Jens,

na das sind aber schöne Zeitdokumente, nach so etwas oder ähnliches bin ich ständig auf der Suche. Über das VEG (P) SN-Warnitz habe ich aber schon umfangreiche Informationen, hatte nach der Wende mit Herrn Krause von der AG Brüsewitz beruflich Kontakt. Interessant ist deine damalige Interpretation vom Ort Pingelshagen. ;-)

Trotzdem ausgezeichnete Infos, bin begeistert./styles/default/xenforo/smilies/fr/thumbs_up1.gif/styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley1.gif

Habe da auch vielleicht für dich eine interessante Information als K 700 Fan. Der K 700 wurde ab 1969 importiert, aber es wurden 3 K 700 von 1967-68 zur Eignungsprüfung in der DDR getestet. Einen hatte die LPG Golzow im Oderbruch und die anderen wurden von der Versuchsstation Nordhausen an verschiedenen Standorten getestet.

So, nun zum Thema PA. Da ich in Magdeburg aufgewachsen bin und es dort viel Schwermaschinenbau gab, wurde unsere Schule im Georgi Dimitroff Werk eingesetzt. Äußerst langweilige Arbeit für mich, nur Metalle bearbeiten. Feilen, Sägen, Bohren und Drehmaschinen bedienen aber nicht Zuarbeit für die großen Tagebaubagger sondern Rollschienen für Stahlschränke herstellen.

Mehr Spaß machte die Ferienarbeit auf dem Dorf der Großeltern, wie Stroh einlagern, Saatgurken ernten, Bäume veredeln, Bäume entblättern oder einmal auch Tabak pflücken. Manchmal bin ich auch freiwillig mit meiner Mutter zum Ernteeinsatz mitgefahren, zum Zuckerrüben/ Zwiebeln nachlesen, wenn die umliegenden Landwirtschaftsbetriebe mal wieder Hilfe brauchten von Verwaltungskräften aus Betrieben der Stadt.

Gruß Mirko
 
Hallo 

Wir haben in unserem hiesigen KfL unseren PA Unterricht gemacht.Dort mussten wir zuarbeiten für die aktuellen Instandsetzungen durchführen, bei den kartoffelkombinen Siebketten nieten bei den E301 haben wir die Bleche an der Haspel gerichtet und ausgebeult und für den KfL Betriebsteil Stremlow mussten wir vorgefertigte Futterautomaten zusammen Nieten.Vereinzelt sind auch 2-3 Jungs in der großen Halle in die Produktion geschickt worden.

mfg 
 
Guten Abend Mirko,

man merkt, dass du die Bilder genau betrachtet hast. :-) Ein paar Zeitungsartikel über die Landwirtschaft aus unserer gemeinsamen Heimat habe ich noch hier liegen. Möchte diese aber nicht weggeben, wenn dir das als Scan reicht, schicke ich dir gerne diese paar Artikel mal rüber. Vielleicht ist ja was bei, was du noch nicht hast.

Ja genau zum Thema K-700, das habe ich schon mal gelesen. Deine Zeitungeberichte vermisse ich hier schon seit längerem. Mag gerne in solchen alten Zeitdokumenten rumstöbern.

Ich wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Gruß Jens ;-)
 
In der 7. und 8. Klasse wurde mehrmals gewechselt, in der Papierfabrik campingmöbel bauen in unserer "eigenen" Werkstatt, in der Hühnerfarm Ställe ausmisten, in der Pflanzenproduktion Rüben hacken, verziehen, Kartoffelkäfer absammeln usw. und im Rinderkombinat beim Füttern helfen.

in der 9. und 10. durften wir dann in einer Schülerwerkstatt des VEB Elektroanlagenbau Schaltkästen fertigen.

in der 11. und 12. waren wir im KfL Kyritz in einem Neuererkollektiv. Fand ich gut, dort konnte ich kostenlos meinen LKW-Führerschein machen

Grüße aus Rand-Berlin
Detlef
 
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