Was wurde bei Mts Tracktor Motoren in der VEB Regeneriert?

kleinerroter

Traktorist
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Liebe ehemalige VEB Landmaschienenbauer
und die dies vieleicht wissen könnten.

Mich würde mal interessieren was alles an den Schleppermotor gemacht wurde ,wenn ein MTS Schlepper in die VEB Werkstatt kam und dann ihr neues Zusatzschlid mit nem Regenerationsdatum(Istansetzungsdatum) und Kennnummer bekamen.Wurden da nur die Ventiele eingestellt oder der komplette Motor überhohlt oder gabs interwalle in denen der Motor in die Werkstatt mußte?

Grüsse fein,vor dem warmen Ofen sitzend
Werner
 
Hallo, also ich weiß das von den Schloßern aus dem emaligen LIW Anklam (heute Bosch Dienst) das bei den MTS Motoren bei einer GR der Zylinderkopf neu gemacht wurde oder wenn noch hoffnung Regeneriert, Kolben und Buchsen kamen neu, Kurbelwelle Regeneriert oder neu, Lager kamen neu und die Einspritzpumpe wurde überholt, neue Einspritzdüsendüsen und ebend alle Dichtungen. Irgendetwas habe ich jetzt bestimmt vergessen.
Ja es gab Interwalle bei den Motoren bei so und soviel Bestriebstunden Ölwechsel und so ebend wie es auch heute noch so ist.
Gruss Nico
 
im grunde genommen wurde früher bei jeder gr das erneuert,was eigentlich kaputt,bzw verschlissen war.
das war bei fahrzeugen eigentlich genau wie bei baugruppen.
 
Vielen Dank für eure Antwort
Heist das dann das jedes Fahrzueug was reinkam komplett nach Verschleiß kontrolliert wurde.Im endefeckt wie n Liesingfahrzeug nur Volkseigen.Nach der Saisonarbeit in die Werkstatt.Demnach mußte ja wirklich jeder Motor komplett zerlegt worden sein.Bei der Masse an Fahrzeugen ist das ja beachtlich.Wenn ich bedenke das mein kleinerroter MTS 50 nun 1989 ne Gr bekam ist er ja fast noch n neuer Motor denn danach hatt er ja eigendlich
fast ausgedient denn er stand 10Jahre auf nem Hof rum und davor war er Waldarbeiter.
 
Hallo,

alle Baugruppen (auch Motoren) die in einem LIW (Landtechnisches Instandsetzungs Werk) angeliefert wurden, wurden kpl. in alle! Einzelteile zerlegt, diese gingen durch eine chemische Heißwaschstraße und wurden danach auf Verschleiß und Wiederverwertbarkeit überprüft. Dafür gab es 3 Farbgebungen: Grün - ohne Bearbeitung wiederverwendbar; Gelb - Teil muß aufgearbeitet werden und Rot war Schrott.

Diese Farbgebung war in allen LIW´s Standart!!

Es wurden also keine einzelnen Motore oder Getriebe oder gar ganze Fahrzeuge einzeln überprüft und repariert!

Auch Getriebewellen wurden bis in ihre Einzelteile zerlegt.

Keine Baugruppe hatte nach der GR noch Teile verbaut, die sie bei Anlieferung hatte.

Ich war selbst im LIW Dresden BT Bautzen tätig und habe zig MTS-Getriebe zerlegt und wieder montiert. Genauso Lenkhilfen und Hydraulikzylinder sowie im LIW Halle sämtliche 4VD-Motoren.

MfG Jens
 
Wow,nur so sind Fehler auszuschliessen und langlebigkeit garaniert .
Im Gegensatz zu heute wo man das kaputtgehn schon im Werk einbaut.
Aber was ich nicht verstehe ist der Satz:
Es wurden also keine einzelnen Motore oder Getriebe oder gar ganze Fahrzeuge einzeln überprüft und repariert!

Danke für deinen Erfahrungsbericht Jens
 
Moin
Nein, im LIW wurden 20 Motore an einem Tag zerlegt, alle Teile kamen in Sortierkisten und dann gingen es an die Arbeit.
Also lagen 20 Kurbelwellen in einer Kiste und es kam wohl nur zufällig wieder die Welle in den Motor aus dem sie ausgebaut wurde.
fG Fiete
 
Moin Fiete
Alles klar Jetz versteh ich das aus 4 mach 1 und wenn ein Motor dann wieder zusammengebaut war bekam er ein Zusatzschild
mit Registriernummer und Jahreszahl und Ort Und wurden dann wieder da hingeschickt wo sie ausgebaut wurden? Oder da wo grad einer gebraucht wurde?
Und wann war so ca. im durchschnitt die verschleißgrenze bei nem mts 50 Motor ereicht ?
Die scheinen ja doch recht stabiel und belstbar gebaut.

Grüsse fein
Werner
 
eigentlich war es wie heute bei austauschteilen: du hast einen abgegeben und einen regenerierten dafür mitgenommen. bei motoren der "zugkraftklasse 14 " (mts 50 und 80)wurden zu DDr-zeiten 5400 bh als einsatzzeit festgelegt bei motoren der zugkraftklasse 20 (z.b. ZT) wurden 6600 std angenommen. (quelle "tierproduktion-maschinen und anlagen")
 
Na grossartig
das is ja ma interessant,es gab zugkraftklassen abhängiger regenerations-(wartungs)intervalle ,dann kann ich ja davon ausgehen das eigendlich bis zur Wende alle Volkseigen genutzten Fahrzeuge sprich Maschienen,regelmässig gewartet wurden sozusagen Scheckpftgepflegt.
 
naja , kannst aber auch davon ausgehen , das bei Mangelteilen alte wieder verbaut wurden . ich habe 1990 noch einen der letzten aus der GR bekommen , der hat getropft wie eh und je , alles war ordentlich überlackiert ( auch der Dreck ) was da wirklich gemacht wurde weiß ich nicht .
 
Es gab aber auch Qualitätsunterschiede zwischen den Regenerierungsbetrieben. Mein Vater hat möglichst keine W50-Motoren aus Halle genommen. Nach seinen Beweggründen kann ich ihn leider nicht mehr fragen, die Standzeiten dürften wohl die Ursache gewesen sein.

VG Gerd
 
Hallo, da habe ich das aber schon von sehr viele gehört das das Zeug aus der GR gekommenes sehr gut war ob nun Traktoren,Mähdrescher oder Motoren als beste Beispiele habe ich da immer meine Onkels und meinen Opa und so sehr viele Bekannte.
Gruss Nico
 
Ich meine ja auch nur , das man nicht vergessen sollte wie die Wirklichkeit war . Gerade zum Schluss gab es doch nicht mehr viel .
 
Hallo,ja das mag natürlich sein und glaube ich auch das es viellicht zu ende wirklich so war ich kann da leider nicht mit reden aber ich habe soetwas auch schon mit meinen eigenen Augen gesehen das habe ich auch schonmal geschrieben, ich habe mal ein Getriebe für meinen MTS bekommen was anfang 90 in der GR war aber nie verbaut wurde warum auch immer da wurden neue Zahnräder mit alte verbaut da kann man sich ja vorstellen wie schön ruhig das läuft ;-)
Gruss Nico
 
Hallo,

Beim Ostmobilmeeting Magdeburg 2011 habe ich einen W 50 gesehen, der war Baujahr 1969, 1987 bekam er eine GR. Der jetzige Besitzer erzählte mir, dass dieser W 50 nach der Wende von dem Vorbesitzer kaputt repariert wurde. So, jetzt hat der aktuelle Besitzer die Fehler seines Vorgänges zurück repariert, so dass er jetzt vernünftig läuft. Die ehemaligen Fahrer kennen das Fahrzeug und sind zufrieden, dass er jetzt wieder läuft. Was ich auch nicht wusste ist, dass man mit einem W 50 bis nach Sibieren gefahren ist zu DDR-Zeiten.

Gruß Andreas
 
Hallo,

es ist sogar jemand durch Amerika mit nem W50 gefahren... :-) also nach der Wende.

Hier der Link
http://www.youtube.com/watch?v=hn6OjDgsngA

fand die Dokumentation recht interessant.

Gruß Johnny
 
hallo ,ich kann aus eigener erfahrung sagen das zu DDR-zeiten die lpg-technick geradezu vorbildlich gepflegt wurden(pflegegruppe1-3).bei genauer festlegung nach dieselverbrauch. jährliche überprüfung, so ne art tüv, nur das da auch ventilspiel und kompression und kupplungsverschleiss gemessen wurde.an der stelle wurde dan auch festgelegt ob motortausch oder nicht.
die eigentliche schlamperei ging dann erst nach der wende los , wo osttechnik nur noch gelegentlich zum einsatz kahm.ich möcht mal nicht wissen in wiviel russen oder mollis noch das mot-8 aus lpg-zeiten ist.
mfg ronny
 
Hallo Ronny, da bin ich ganz deiner Meinung die ganze oder zum größten Teil an DDR Landtechnik wurde erst nach der Wende regelrecht runter gehurt wenn ich daran bloß denke wie mein 50er und 80er Belarus ausgesehen habe da habe ich mir wirklich gewünscht das man solche Leute irgendwie bestrafen könnte. Und denn denke ich auch oft an meine Kindheit zurück bei uns hier im Ort ist jemand der hat nach der Wende von der LPG die ganzen Belarus gekauft und hat damit für die Forst gearbeitet und Kies und alles sowas gefahren und der ging mit die Technik um wie wenn es ein Stück Dreck war wenn einer Schrott gefahren wurde, wurde der nächste genommen und das hat er bis vor ein paar Jahren so gemacht bis er bloß noch einen 80er hatte aber er ist nun auch dahinter gekommen das er ein ganz großen fehler gemacht aber zum Glück hat er den 80er jetzt Restauriert und sieht schick aus.
Gruss Nico
 
He Leute Vielen Dank für eure rege Beteiligung.
Ich finde es großartig so viel von euch und euren Erfahrungen zu lesen.
Und ja ich finde manch einem hätte man niemals ein Ostfahrzeug sei es ne Schwalbe oder bis hin zum Ural in die Hände geben dürfen!Ich glaube die Leute wissen auch granicht über die Zeit und das was hinter so einer Maschine steckt.Sie aber kaputt zu Spielen weils ja ned viel gekostet hatt nach der Wende is schon ne Schande und der Schraubergott bestraft sie hoffendlich bis ans ölige Ende.
He Johnn(y) ich habe einen Bekannten der mit nem W50 und nem kleinen Anhänger bis in den Senegal(schwarzafrika) war und kam heile wieder! Robuste Osttechnik sage ich nur.
Und deshalb habe ich ja auch nen MTS 50 und den mußte ich auch erst wiederbeleben.Aber nun wird n treuer(hoff ich ma ähh,,,)Partner.
Grüsse fein
Werner
 
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