Hi Leute,
die Anzahl der Pressen je Betrieb war unterschiedlich, sie richtete sich immer nach der zu räumende Fläche und dem Strohanfall. Je höher der Getreidertrag desto höher auch der Strohertrag. Die Kampagneleistung einer K 453/454 lag bei etwa 250 ha (ohne Heu). Meistens war die Bergetechnik so ausgelegt, dass spätestens nach 3 Tagen das Stroh geräumt sein sollte, so die Theorie jedenfalls. In der Praxis war die Mähdruschkapazität meist höher als die Bergetechnik auch bedingt durch die soz. Hilfe der Betriebe beim Mähdrusch untereinander.
Ob die Ballen nun gebunden oder lose gepressst wurden lag am Einlagerungsverfahren. Feldmieten bei kurzen Transportwegen und die hochgeschoben wurden, wurden oft lose gepresst. Vieles was auf Böden oder in Scheunen kam wurde gepresst. Es richtete sich aber vor allem nach den Bedürfnissen der Tierproduzenten, wie sie das Stroh bei den Tieren einstreuten.
Das mit der Einmalbindung kam in den 80igern auf, man wollte hauptsächlich Bindegarn sparen. Persönlich fand ich die Ballen dann nicht mehr so stabil und Knüpffehler waren auch nicht so selten und weniger Bunde haben dann auch auf den Hänger gepasst.
Achso Timo, mit dem Strohanfall von 2 K 435 war das MSG 900 gut ausgelastet. Sie konnte bis etwa 15 t/h schaffen und bis zu 12 m hoch pusten , womit Diemenhöhen von 9 m beim Ballenstroh möglich waren.
Gruß Mirko