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- Famulus RS14/36L, RT325, RT315 (aktuell im Aufbau), RS14/30 Favorit als Restaurationsbasis, GT124, Simons Star SR4-2
Famulus Modellgeschichte
Wir schreiben das Jahr 1956. Der Vorgänger des Famulus der RS04/30, auch liebevoll "Oma" genannt, wird seit mittlerweile drei Jahren erfolgreich gebaut. Dieser Schlepper war die erste richtige Neuentwicklung in der DDR und wurde als sogenannter Vielzweckschlepper gebaut. Er sollte die Kleinschlepper Aktivist und Brockenhexe ablösen. Der RS04/30 war mit seiner Konstruktion allen anderen DDR Schleppern überlegen, lediglich der RS01/40 Pionier und der RS01/40 II Harz konnte ihn in der Zugleistung übertreffen. Der RS04/30 hatte bereits eine Heckhydraulik, welche als Schwinge ausgelegt war. So konnte der Traktorist viele Gerätschaften allein an den Schlepper anbringen und auf dem Acker bedienen. Der RS04/30 wurde anfangs mit einer sehr großen Kabine ausgeliefert. Ab Fahrgestellnummer 5779 hat man ihm ein einfacheres Wetterdach spendiert. Ich persönlich finde den RS04/30 besonders mit der Kabine sehr schön und vor Allem sehr auffällig.
Beide Ausführungen sind eher selten anzutreffen, die meisten noch erhaltenen RS04/30 haben leider kein Dach mehr. Dies mag auch daran liegen, dass viele privat Besitzer damals keine Unterstellmöglichkeit hatten, die es erlaubte den RS04/30 mit Dach unter zustellen. So sind im Laufe der Zeit sehr viele Kabinen und Wetterdächer abmontiert worden und dann entweder im Schrott gelandet oder aber draußen unter freiem Himmel verrottet. Von 1953 bis 1956 wurden in Nordhausen 7574 RS04/30 hergestellt und ausgeliefert. Wie viele dieser Schlepper heute noch existieren ist wohl unmöglich zu beziffern. Es werden aber nicht so viele sein, da sein größter „Feind“ auch sein Nachfolger werden sollte. Diejenigen, die zu DDR Zeiten einen Schlepper in der Größe und Leistungsklasse RS04/30 bzw. Famulus hatten, sind aufgrund der Verbesserungen und der Ersatzteillage auf den Famulus geschwenkt, sofern es ihnen möglich war. Eine weitere größere Anzahl DDR Schlepper, darunter auch der RS04/30, sind in der Wendezeit 1989 bis ca. 1992 unnötigerweise verschrottet worden. So hat sich die Anzahl der „Überlebenden“ weiter verringert. Ich möchte allen RS04/30 Besitzern den Mut machen diese seltenen Schätze weiter zu pflegen und auf Schleppertreffen zu präsentieren. Sie bereichern jede Veranstaltung ungemein.
Viele Bilder vom RS04/30 mit der großen Kabine findet ihr auf meiner Seite Literatur und Links, dort unter dem Link Wikimedia. Dann einfach die Suche benutzen wie beschrieben. Viel Spass.
Bereits nach der Einführung des RS04/30 wurde im Schlepperwerk Nordhausen die Planung und Konstruktion eines neuen Schleppertyps aufgenommen. Dieser neue Typ sollte das Bild der Landwirtschaft in der DDR weit über ein Jahrzehnt maßgeblich prägen. Dieser Radschlepper mit der Zählnummer 14 bei einer Leistung von 30PS wurde ab 1956 unter der Bezeichnung RS14/30 ausgeliefert. Die ersten ca. 1000 Stück sollen die Werkshallen mit der Werbebezeichnung „Favorit“ verlassen haben. Da es aber Probleme bei den Namensrechten gab, zog man diese Bezeichnung wieder zurück. Auf der Leipziger Messe 1958 wurde dann ein neuer Name für diesen Schlepper vorgestellt. Er sollte ab da unter dem Namen „Famulus“ in die Geschichte eingehen. Die Bedeutung des Namen Famulus, der aus dem lateinischen stammt, bedeutet so viel wie Diener oder Sklave. Und ein treuer Diener sollte dieser Schlepper dann auch über viele Jahrzehnte werden und noch heute sein. Dank der Mangelwirtschaft in der DDR, mussten einige Famulus Traktoren bis zum Ende der DDR ihren Dienst auf LPG und Firmen Höfen leisten. Auch bei uns im Ort musste ein Famulus RS14/36L bis 1990 die Melker zu den Kühen fahren. Wo er nach der Wende abgeblieben ist konnte mir keiner mehr sagen. Aber zurück zum Jahr 1956. Der RS14/30 wurde anfangs nur mit dem wassergekühlten Zweizylinder Motor bekannt aus dem RS04/30 angeboten. Dieser Motor lieferte eine Dauerleistung von 30PS bei einer Nenndrehzahl von 1500 U/min.

RS14/30 wassergekühlt mit der alten Motorhaube! Das Foto stammt von Guido Jokisch - Danke dafür!, rechts ein Prospekt (Abb. 1)
Da der RS14/30 anders als sein Vorgänger im Laufe seiner Produktionsjahre immer weiter entwickelt werden sollte, sind einige verschiedene Famulustypen entstanden. Bereits 1957 stellte man dem wassergekühlten RS14/30 eine luftgekühlte Version zur Seite. Eines darf man heute nicht vergessen, die Traktoristen waren 1957 noch nicht so technisch versiert wie heute und man wollte ihnen das Leben etwas leichter machen. Der Famulus mit dem luftgekühlten Motor war vom Grundaufbau mit dem wassergekühlten vergleichbar. Lediglich die Art der Motorkühlung wurde geändert, dies geschah in dem sie die freistehenden Zylinder mit Kühlrippen versahen und mittels hochtourigen Axialgebläses die benötigte Kühlluft über Luftleitbleche zuführten und so die Abwärme abführten. Der Motor war nicht nur leichter als der wassergekühlte, nein er war auch wesentlich wartungsfreundlicher. Genau diese Wartungsfreundlichkeit bescherte ihm wohl bei den Bauern eine sehr große Beliebtheit. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Famulus Typen RS14/30W und RS14/30L unterschieden.
Eine genaue technische Übersicht der Unterschiede der Motoren und Famulus Typen findet ihr im Bereich Technik.
Der luftgekühlte Famulus RS14/30L ist sehr schön an der Ausbeulung der Motorhaube auf der linken Seite im Bereich des Ölbadluftfilters zu erkennen. Diese Ausbeulung war notwendig, da das Axialgebläse sonst nicht unter die Motorhaube gepasst hätte. Die ersten luftgekühlten Famulus Traktoren hatten eine sehr einfach gestaltete Ausbeulung, die letzten eine formschönere. Ab wann sich diese Änderung durchsetzte kann ich leider nicht sagen. Die erreichten Stückzahlen der Famulus RS14/30W liegen bei 4640 Stück und beim RS14/30L bei erstaunlichen 8156 Einheiten. Während in den Export z.B. nach Frankreich und England fast nur wassergekühlte Maschinen gingen, wurden im Inland eher luftgekühlte Famulus Schepper geordert.
Nicht nur die Entwicklung im Schlepperbau der DDR veränderte die Arbeitsweise auf den Äckern, sondern auch die Gerätschaften wurden ständig den neuen Anforderungen angepasst. So kam es dass immer mehr zapfwellengetriebene Maschinen die Arbeit auf den Feldern bestimmten. Diese Maschinen verlangten natürlich nach einer entsprechenden Zapfwellenleistung, die wie sollte es anders sein, vom Motor erbracht werden musste. Um nun diese Maschinen am Famulus betreiben zu können, musste die Motorleistung und folglich die Zapfwellenleistung erhöht werden. So oder so ähnlich kam es damals, dass die Ingenieure im Schlepperwerk Nordhausen die Zylinderlaufbuchsen von einem wassergekühlten RS14/30 von 115mm Nullmaß auf 120mm Nullmaß aufbohrten. Gleichzeitig erhöhten sie die Nenndrehzahl des Motors von 1500 auf 1600 U/min und verzeichneten eine Leistungssteigerung von 6PS. Der wassergekühlte Motor, der nun die Bezeichnung 2 KVD 14,5/12 SRW 36 erhielt leistete nun erstaunliche 36PS. Er hatte nun den gleichen Hubraum wie die luftgekühlten Motoren von 3280ccm. Den luftgekühlten Motor ließen die Ingenieure fortan auch mit 1600 U/min laufen, ließen die nach außen kommunizierte Dauerleistung aber bei 33PS. Um die Leistungssteigerung auch den Bauern und Traktoristen auf der LPG greifbarer zu machen, wurden die Famulus Traktoren folglich mit der Bezeichnung „Famulus 36“ ausgeliefert. Die luftgekühlten Varianten sollen nach Zeitaussagen eine gewisse Zeit parallel angeboten worden sein. Die Lieferung der RS14/30W wurde eingestellt, die der RS14/30L noch im gleichen Jahr. Der allseits sehr beliebte RS14/36L wurde in einer Stückzahl von 13176 hergestellt und ist die meistgebaute Variante der Famulus Traktoren.

Links ein RS14/36W in Quetzin 2008 und rechts ein RS14/36L in Markkleeberg 2007 beide im TOP Zustand!
Da sich beim wassergekühlten Motor die Abwärme besser abführen ließ, entschied man sich im Schlepperwerk Nordhausen mit diesem Motor eine weitere Leistungssteigerung zu probieren. Da dieser Motor im Grundaufbau mit 3012 ccm und 1500 Umdrehungen an der Kurbelwelle 30PS leistete und mit der Erhöhung des Hubraumes auf 3280 cm bei einer Drehzahlsteigerung auf 1600 (später gar 1650) Umdrehungen schon 36PS brachte, konnte doch eine weitere Erhöhung der Leistung möglich sein. Und an dieser Stelle setzten die Ingenieure an, indem sie den Motor mit Hilfe der Einspritzpumpe in der Drehzahl weiter anhoben und die Leistungsabgabe überwachten. Der überarbeitete Motor, der nun die Bezeichnung 2 KVD 14,5/12 SRW 46 erhielt, leistete auf dem Motorprüfstand beachtliche 46PS bei einer Nenndrehzahl von 2000 U/min. Die ersten Famulus 46 wurden bereits Ende 1960 ausgeliefert und liefen parallel zum Famulus 36 mit dem Motor KVD 14,5/12 SRW 36.
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Quellenangabe der Abbildungen:
Abb.1 DEWAG Werbung Erfurt / Deutscher Innen und Außenhandel Transportmaschinen Berlin, Mohrenstraße 61
Abb.2 VEB (K) Mühlauser Druckhaus, Mülhausen / Deutscher Innen und Außenhandel Transportmaschinen Berlin, Mohrenstraße 61
Abb.3 VEB (K) Mühlauser Druckhaus, Mülhausen / Deutscher Innen und Außenhandel Transportmaschinen Berlin, Mohrenstraße 61
Abb.4 Deutscher Innen und Außenhandel Transportmaschinen Berlin, Mohrenstraße 61
Abb.4a Deutschen Agrartechnik 06/1960
Wir schreiben das Jahr 1956. Der Vorgänger des Famulus der RS04/30, auch liebevoll "Oma" genannt, wird seit mittlerweile drei Jahren erfolgreich gebaut. Dieser Schlepper war die erste richtige Neuentwicklung in der DDR und wurde als sogenannter Vielzweckschlepper gebaut. Er sollte die Kleinschlepper Aktivist und Brockenhexe ablösen. Der RS04/30 war mit seiner Konstruktion allen anderen DDR Schleppern überlegen, lediglich der RS01/40 Pionier und der RS01/40 II Harz konnte ihn in der Zugleistung übertreffen. Der RS04/30 hatte bereits eine Heckhydraulik, welche als Schwinge ausgelegt war. So konnte der Traktorist viele Gerätschaften allein an den Schlepper anbringen und auf dem Acker bedienen. Der RS04/30 wurde anfangs mit einer sehr großen Kabine ausgeliefert. Ab Fahrgestellnummer 5779 hat man ihm ein einfacheres Wetterdach spendiert. Ich persönlich finde den RS04/30 besonders mit der Kabine sehr schön und vor Allem sehr auffällig.
Beide Ausführungen sind eher selten anzutreffen, die meisten noch erhaltenen RS04/30 haben leider kein Dach mehr. Dies mag auch daran liegen, dass viele privat Besitzer damals keine Unterstellmöglichkeit hatten, die es erlaubte den RS04/30 mit Dach unter zustellen. So sind im Laufe der Zeit sehr viele Kabinen und Wetterdächer abmontiert worden und dann entweder im Schrott gelandet oder aber draußen unter freiem Himmel verrottet. Von 1953 bis 1956 wurden in Nordhausen 7574 RS04/30 hergestellt und ausgeliefert. Wie viele dieser Schlepper heute noch existieren ist wohl unmöglich zu beziffern. Es werden aber nicht so viele sein, da sein größter „Feind“ auch sein Nachfolger werden sollte. Diejenigen, die zu DDR Zeiten einen Schlepper in der Größe und Leistungsklasse RS04/30 bzw. Famulus hatten, sind aufgrund der Verbesserungen und der Ersatzteillage auf den Famulus geschwenkt, sofern es ihnen möglich war. Eine weitere größere Anzahl DDR Schlepper, darunter auch der RS04/30, sind in der Wendezeit 1989 bis ca. 1992 unnötigerweise verschrottet worden. So hat sich die Anzahl der „Überlebenden“ weiter verringert. Ich möchte allen RS04/30 Besitzern den Mut machen diese seltenen Schätze weiter zu pflegen und auf Schleppertreffen zu präsentieren. Sie bereichern jede Veranstaltung ungemein.
Viele Bilder vom RS04/30 mit der großen Kabine findet ihr auf meiner Seite Literatur und Links, dort unter dem Link Wikimedia. Dann einfach die Suche benutzen wie beschrieben. Viel Spass.
Bereits nach der Einführung des RS04/30 wurde im Schlepperwerk Nordhausen die Planung und Konstruktion eines neuen Schleppertyps aufgenommen. Dieser neue Typ sollte das Bild der Landwirtschaft in der DDR weit über ein Jahrzehnt maßgeblich prägen. Dieser Radschlepper mit der Zählnummer 14 bei einer Leistung von 30PS wurde ab 1956 unter der Bezeichnung RS14/30 ausgeliefert. Die ersten ca. 1000 Stück sollen die Werkshallen mit der Werbebezeichnung „Favorit“ verlassen haben. Da es aber Probleme bei den Namensrechten gab, zog man diese Bezeichnung wieder zurück. Auf der Leipziger Messe 1958 wurde dann ein neuer Name für diesen Schlepper vorgestellt. Er sollte ab da unter dem Namen „Famulus“ in die Geschichte eingehen. Die Bedeutung des Namen Famulus, der aus dem lateinischen stammt, bedeutet so viel wie Diener oder Sklave. Und ein treuer Diener sollte dieser Schlepper dann auch über viele Jahrzehnte werden und noch heute sein. Dank der Mangelwirtschaft in der DDR, mussten einige Famulus Traktoren bis zum Ende der DDR ihren Dienst auf LPG und Firmen Höfen leisten. Auch bei uns im Ort musste ein Famulus RS14/36L bis 1990 die Melker zu den Kühen fahren. Wo er nach der Wende abgeblieben ist konnte mir keiner mehr sagen. Aber zurück zum Jahr 1956. Der RS14/30 wurde anfangs nur mit dem wassergekühlten Zweizylinder Motor bekannt aus dem RS04/30 angeboten. Dieser Motor lieferte eine Dauerleistung von 30PS bei einer Nenndrehzahl von 1500 U/min.

RS14/30 wassergekühlt mit der alten Motorhaube! Das Foto stammt von Guido Jokisch - Danke dafür!, rechts ein Prospekt (Abb. 1)
Eine genaue technische Übersicht der Unterschiede der Motoren und Famulus Typen findet ihr im Bereich Technik.
Der luftgekühlte Famulus RS14/30L ist sehr schön an der Ausbeulung der Motorhaube auf der linken Seite im Bereich des Ölbadluftfilters zu erkennen. Diese Ausbeulung war notwendig, da das Axialgebläse sonst nicht unter die Motorhaube gepasst hätte. Die ersten luftgekühlten Famulus Traktoren hatten eine sehr einfach gestaltete Ausbeulung, die letzten eine formschönere. Ab wann sich diese Änderung durchsetzte kann ich leider nicht sagen. Die erreichten Stückzahlen der Famulus RS14/30W liegen bei 4640 Stück und beim RS14/30L bei erstaunlichen 8156 Einheiten. Während in den Export z.B. nach Frankreich und England fast nur wassergekühlte Maschinen gingen, wurden im Inland eher luftgekühlte Famulus Schepper geordert.
Nicht nur die Entwicklung im Schlepperbau der DDR veränderte die Arbeitsweise auf den Äckern, sondern auch die Gerätschaften wurden ständig den neuen Anforderungen angepasst. So kam es dass immer mehr zapfwellengetriebene Maschinen die Arbeit auf den Feldern bestimmten. Diese Maschinen verlangten natürlich nach einer entsprechenden Zapfwellenleistung, die wie sollte es anders sein, vom Motor erbracht werden musste. Um nun diese Maschinen am Famulus betreiben zu können, musste die Motorleistung und folglich die Zapfwellenleistung erhöht werden. So oder so ähnlich kam es damals, dass die Ingenieure im Schlepperwerk Nordhausen die Zylinderlaufbuchsen von einem wassergekühlten RS14/30 von 115mm Nullmaß auf 120mm Nullmaß aufbohrten. Gleichzeitig erhöhten sie die Nenndrehzahl des Motors von 1500 auf 1600 U/min und verzeichneten eine Leistungssteigerung von 6PS. Der wassergekühlte Motor, der nun die Bezeichnung 2 KVD 14,5/12 SRW 36 erhielt leistete nun erstaunliche 36PS. Er hatte nun den gleichen Hubraum wie die luftgekühlten Motoren von 3280ccm. Den luftgekühlten Motor ließen die Ingenieure fortan auch mit 1600 U/min laufen, ließen die nach außen kommunizierte Dauerleistung aber bei 33PS. Um die Leistungssteigerung auch den Bauern und Traktoristen auf der LPG greifbarer zu machen, wurden die Famulus Traktoren folglich mit der Bezeichnung „Famulus 36“ ausgeliefert. Die luftgekühlten Varianten sollen nach Zeitaussagen eine gewisse Zeit parallel angeboten worden sein. Die Lieferung der RS14/30W wurde eingestellt, die der RS14/30L noch im gleichen Jahr. Der allseits sehr beliebte RS14/36L wurde in einer Stückzahl von 13176 hergestellt und ist die meistgebaute Variante der Famulus Traktoren.

Links ein RS14/36W in Quetzin 2008 und rechts ein RS14/36L in Markkleeberg 2007 beide im TOP Zustand!
Da sich beim wassergekühlten Motor die Abwärme besser abführen ließ, entschied man sich im Schlepperwerk Nordhausen mit diesem Motor eine weitere Leistungssteigerung zu probieren. Da dieser Motor im Grundaufbau mit 3012 ccm und 1500 Umdrehungen an der Kurbelwelle 30PS leistete und mit der Erhöhung des Hubraumes auf 3280 cm bei einer Drehzahlsteigerung auf 1600 (später gar 1650) Umdrehungen schon 36PS brachte, konnte doch eine weitere Erhöhung der Leistung möglich sein. Und an dieser Stelle setzten die Ingenieure an, indem sie den Motor mit Hilfe der Einspritzpumpe in der Drehzahl weiter anhoben und die Leistungsabgabe überwachten. Der überarbeitete Motor, der nun die Bezeichnung 2 KVD 14,5/12 SRW 46 erhielt, leistete auf dem Motorprüfstand beachtliche 46PS bei einer Nenndrehzahl von 2000 U/min. Die ersten Famulus 46 wurden bereits Ende 1960 ausgeliefert und liefen parallel zum Famulus 36 mit dem Motor KVD 14,5/12 SRW 36.
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Quellenangabe der Abbildungen:
Abb.1 DEWAG Werbung Erfurt / Deutscher Innen und Außenhandel Transportmaschinen Berlin, Mohrenstraße 61
Abb.2 VEB (K) Mühlauser Druckhaus, Mülhausen / Deutscher Innen und Außenhandel Transportmaschinen Berlin, Mohrenstraße 61
Abb.3 VEB (K) Mühlauser Druckhaus, Mülhausen / Deutscher Innen und Außenhandel Transportmaschinen Berlin, Mohrenstraße 61
Abb.4 Deutscher Innen und Außenhandel Transportmaschinen Berlin, Mohrenstraße 61
Abb.4a Deutschen Agrartechnik 06/1960
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