Hallo Jens,
schön, daß Du das mal so erklärt hast, der W 50 sah super aus und wahrscheinlich steckte viel Arbeit darin und die wird sich der Verkäufer bezahlen lassen wollen, was doch nur recht und billig ist.
Gammlige und verrottete Apparate findet man ja noch recht häufig, aber manchmal hat man Angst, daß der nächste Sturm das Fahrerhaus wegpustet.
Und nicht jeder hat Zeit und Lust und genug Ahnung, um sich so einen Schrotthaufen von Bauer Erwin aus Klein Pustohl wieder aufzubauen, ich rechne mich einfach mal dazu. Da muß man dann ebend auf restaurierte Ware zurückgreifen, mag der eine oder andere Bastler dies bedenklich finden und / oder kritisieren. Aber die haben ja auch nicht den Alleinvertretungsanspruch für die einzig glückseelig machende Wahrheit gepachtet.
Und nebenbei gesagt, niemand muß kaufen, was angeboten wird. Wer es dann doch tut, wird seine Gründe haben und - er kann es sich leisten. Manche Briefmarken kosten deutlich mehr, gerade neulich hat irgendwo in Sachsen ein Ehepaar auf einem Flohmarkt einen unsortierten Posten Briefmarken gekauft, da war dann so eine gänzlich seltene Marke aus den USA dabei, ist 2 1/2 Millionen wert!!! Ist das real? Für einen sammelnden Interessenten schon. Sollen die aktuellen Besitzer angesichts des - für uns - nicht erkennbaren Gegenwertes für weniger verkaufen? Nein, so dumm sind die sicher nicht und wären wir doch alle auch nicht. Und da schließt sich dann der Kreis zu all den Angeboten... Dem Verkäufer ist es doch letztlich egal, ob 5 oder 10 andere Menschen seinen geforderten Preis nachvollziehen können, Hauptsache, einer bezahlt ihn.
Oder mal anders gefragt, wieviel Euro würde XYZ für seinen vollrestaurierten ZT 303 haben wollen, NP 90000 DDR - Mark, umgestellt 45000 DM, umgestellt 22500 Euro, dann als veritablen Schrotthaufen erworben und komplett neu erstellt, mehr oder weniger zumindestens, all die Arbeit, Zeit, Material, Nerverei und sonstige Utensilien, wäre das nicht auch den Betrag wert?
Ich habe übrigens nichts in 1:1.
MfG Uwe