Rs01/40
LPG-Vorsitzender
- Registr.
- 24. Juni 2008
- Beiträge
- 349
Hallo,
Will euch mal Bilder von meinem Fuhrpark zeigen... Hat sich doch einiges getan in den letzten Jahren bei mir.
Noch etwas zu mir.
Man nennt mich Marco, wurde im Februar 1992 geboren komme aus Berglen, das liegt ca. 25km nord-östlich von Stuttgart und habe schon mein ganzes Leben mit Traktoren zu tun. Mein Opa handelte in den 80igern und 90igern damit und mein Vater ist Vorstand eines Oldtimerclubs.
Angefangen hat bei mir alles mit dem Pionier, daher auch der Username. Ich habe ihn von meinem Opa bekommen und im Rahmen eines Schulprojekts "Instandgesetzt". Die Zylinderkopfdichtung war kaputt. Restauriert wurde das Fahrzeug bereits 1993.
Zu meinem 16. Geburtstag habe ich mir dann einen ZT 303 gekauft, diesen dann Stück für Stück Instandgesetzt und ihn dann schließlich nach 3 Jahren wieder verkauft da ich nach etwas anderem strebte...
Mittlerweile arbeite ich als Landmaschinenmechaniker und leite eine kleine Werkstatt mit Verkauf von Spezialtraktoren für Obst und Weinbau.
Da ich aber vom ZT nie ganz los lassen konnte musste es früher oder später wieder einer sein. Genau das passierte dann im Juni 2014.
Durch Zufall bin ich im "ebay" auf einen umgebauten ZT 303 mit L60 Motor gestoßen. Der ZT war "fast" fertig, lediglich die Farbe, Elektrik und ein paar Kleinigkeiten fehlten...Da der Startpreis bei 1€ lag versuchte ich mein Glück und es kam wie es kommen musste. Ich habe den ZT für 1200€ bekommen... Zuerst war die Freude natürlich groß, legte sich aber allerdings schnell als ich herausgefunden habe wo der ZT stand... nämlich bei Cottbus, knappe 650km weit weg. Tja hätte ich mal lieber vorher geschaut...
Es dauerte dann nochmal 4 Wochen bis ein passender Spediteur gefunden war der den ZT und Palettenweise Ersatzteile, die es gratis dazu gab kostengünstig lieferte... Insgesamt war es ein komplette Sattelzug voll.
Als er dann angekommen war, ich immernoch beeindruckt von dem grandiosen Sound, wurde erstmal eine Bestandsaufnahme gemacht...

Zuerst habe ich den ZT sauber gemacht.
Dann musste er sich an einem Zapfwellenprüfstand beweisen. Der Motor war sehr gut eingestellt. Er brachte 185Ps am Zapfwellenstummel, allerdings zu lasten der Kopfdichtung, diese war nämlich leicht undicht, so das er nach außenhin Öl verlor. Da ich mir wohl bewusst war dass das Getriebe vom ZT eigentlich nur auf 100Ps ausgelegt war, beschlossen wir die Leistung auf 145Ps zu reduzieren.
Des weiteren zeigte sich nach dem ersten Probelauf das es ein paar kleine Undichtigkeiten gab, aber ansonsten alles gut lief und es keine größeren Mängel gab. Diese zeigten sich erst später....
Somit wurde angefangen zu zerlegen und die fehlenden Teile zu beschaffen.
Zuerst kümmerte ich mich um die Kopfdichtungen. Ich beschloss kurzerhand alle 6 neu zu machen. Erfreulich war das die Zylinderlaufwände überhaupt keinen Verschleiß aufzeigte, diese wurde wohl erst erneuert. Auch die Einspritzdüsen waren neu. Somit war die Reperatur schnell erledigt.
Beim Motorölwechsel kamen mir aber die knappen 40 Liter Öl die rausgekommen sind etwas spanisch vor. Ich beschloss die Sache zu beobachten. Da das Kühlwasser bereits abgelassen war und sich dennoch die Flüssigkeit in der Ölwanne vermehrte kam für mich nurnoch Diesel oder Hydrauliköl in Frage.
Nach einer weiterem Woche war der Hydrauliköltank schließlich leer und ich wusste wo ich suchen musste
Nach kurzer Zeit stellte sich heraus das die Wellendichtringe der Hydraulikpumpe falsch eingebaut wurden..


Der rest der Pumpe sah noch Brauchbar aus, somit habe ich sie wieder eingebaut.
Als nächstes wurden noch die Kraftstoffschläuche, Hydraulikschläuche und Saugleitungen erneuert, dann ging es ans zerlegen der Maschine.
Als die Maschine zerlegt war habe ich dann alle Öle und Flüssigkeiten erneuert. Filter wurden natürlich auch gewechselt
Da die Maschine schon komplett grundiert war, habe ich sie nur fettfrei gereinigt und dann mit der Pistole lackiert.


Als der Rahmen lackiert war wurden die "Anbauteile" lackiert. Vorne gab es zwei gut gebrauchte Reifen von einem Weinbergtraktor. Das montieren von Hand ging nicht gerade einfach
Die Anbauteile habe ich zuerst abgebeizt dann grundiert und dann mit 3 Schichten Lack überzogen. Da ich kein Freund von Hochglanz Traktoren bin habe ich mich für Kunstharzlack in Seidenmatt entschieden und auch selbst lackiert. Die Maschine muss ja auch noch arbeiten.




Na wer weiß was das letzte Teil ist?
Als ich mit den Lackierarbeiten fertig war stellte ich fest das wieder Flüssigkeit in mein Motoröl gelaufen war...
Somit war klar die ESP musste auch überholt werden. Zuerst erneuerte ich die Vorförderpumpe, da diese einfach zu tauschen und günstig ist. Leider lag es an dieser nicht
Dann habe ich mir die Explosionzeichnung der ESP geholt und ich muss sagen ich war begeistert...
Eine so gut durchdachte und gut aufgebaute ESP habe ich bis jetzt noch nie gesehen. Eigentlich nichts anderes als Einzelne Pumpe aber trotzdem in kompakter Bauform mit gut zugänglichem Reglergehäuse.
Kurzerhand waren auch hier die O-Ringe ausgetauscht und die Pumpe wieder dicht. Lediglich das Synchronisieren der einzelnen Pumpen war nicht ganz einfach, lag aber wohl auch am Verschleis und der fehlenden Übung.
So da jetzt alle Mängel der Maschine behoben waren ging es ans zusammenschrauben. Davor wurden aber noch die Kabel eingezogen und das Armaturenbrett angeschlossen.
Insgesamt benötigte ich ca. 16 Liter Farbe und 4 Liter Verdünnung.
Gruß
Marco
Will euch mal Bilder von meinem Fuhrpark zeigen... Hat sich doch einiges getan in den letzten Jahren bei mir.
Noch etwas zu mir.
Man nennt mich Marco, wurde im Februar 1992 geboren komme aus Berglen, das liegt ca. 25km nord-östlich von Stuttgart und habe schon mein ganzes Leben mit Traktoren zu tun. Mein Opa handelte in den 80igern und 90igern damit und mein Vater ist Vorstand eines Oldtimerclubs.
Angefangen hat bei mir alles mit dem Pionier, daher auch der Username. Ich habe ihn von meinem Opa bekommen und im Rahmen eines Schulprojekts "Instandgesetzt". Die Zylinderkopfdichtung war kaputt. Restauriert wurde das Fahrzeug bereits 1993.
Zu meinem 16. Geburtstag habe ich mir dann einen ZT 303 gekauft, diesen dann Stück für Stück Instandgesetzt und ihn dann schließlich nach 3 Jahren wieder verkauft da ich nach etwas anderem strebte...
Mittlerweile arbeite ich als Landmaschinenmechaniker und leite eine kleine Werkstatt mit Verkauf von Spezialtraktoren für Obst und Weinbau.
Da ich aber vom ZT nie ganz los lassen konnte musste es früher oder später wieder einer sein. Genau das passierte dann im Juni 2014.
Durch Zufall bin ich im "ebay" auf einen umgebauten ZT 303 mit L60 Motor gestoßen. Der ZT war "fast" fertig, lediglich die Farbe, Elektrik und ein paar Kleinigkeiten fehlten...Da der Startpreis bei 1€ lag versuchte ich mein Glück und es kam wie es kommen musste. Ich habe den ZT für 1200€ bekommen... Zuerst war die Freude natürlich groß, legte sich aber allerdings schnell als ich herausgefunden habe wo der ZT stand... nämlich bei Cottbus, knappe 650km weit weg. Tja hätte ich mal lieber vorher geschaut...
Es dauerte dann nochmal 4 Wochen bis ein passender Spediteur gefunden war der den ZT und Palettenweise Ersatzteile, die es gratis dazu gab kostengünstig lieferte... Insgesamt war es ein komplette Sattelzug voll.
Als er dann angekommen war, ich immernoch beeindruckt von dem grandiosen Sound, wurde erstmal eine Bestandsaufnahme gemacht...
Zuerst habe ich den ZT sauber gemacht.
Dann musste er sich an einem Zapfwellenprüfstand beweisen. Der Motor war sehr gut eingestellt. Er brachte 185Ps am Zapfwellenstummel, allerdings zu lasten der Kopfdichtung, diese war nämlich leicht undicht, so das er nach außenhin Öl verlor. Da ich mir wohl bewusst war dass das Getriebe vom ZT eigentlich nur auf 100Ps ausgelegt war, beschlossen wir die Leistung auf 145Ps zu reduzieren.
Des weiteren zeigte sich nach dem ersten Probelauf das es ein paar kleine Undichtigkeiten gab, aber ansonsten alles gut lief und es keine größeren Mängel gab. Diese zeigten sich erst später....
Somit wurde angefangen zu zerlegen und die fehlenden Teile zu beschaffen.
Zuerst kümmerte ich mich um die Kopfdichtungen. Ich beschloss kurzerhand alle 6 neu zu machen. Erfreulich war das die Zylinderlaufwände überhaupt keinen Verschleiß aufzeigte, diese wurde wohl erst erneuert. Auch die Einspritzdüsen waren neu. Somit war die Reperatur schnell erledigt.
Beim Motorölwechsel kamen mir aber die knappen 40 Liter Öl die rausgekommen sind etwas spanisch vor. Ich beschloss die Sache zu beobachten. Da das Kühlwasser bereits abgelassen war und sich dennoch die Flüssigkeit in der Ölwanne vermehrte kam für mich nurnoch Diesel oder Hydrauliköl in Frage.
Nach einer weiterem Woche war der Hydrauliköltank schließlich leer und ich wusste wo ich suchen musste
Nach kurzer Zeit stellte sich heraus das die Wellendichtringe der Hydraulikpumpe falsch eingebaut wurden..
Der rest der Pumpe sah noch Brauchbar aus, somit habe ich sie wieder eingebaut.
Als nächstes wurden noch die Kraftstoffschläuche, Hydraulikschläuche und Saugleitungen erneuert, dann ging es ans zerlegen der Maschine.
Als die Maschine zerlegt war habe ich dann alle Öle und Flüssigkeiten erneuert. Filter wurden natürlich auch gewechselt
Da die Maschine schon komplett grundiert war, habe ich sie nur fettfrei gereinigt und dann mit der Pistole lackiert.
Als der Rahmen lackiert war wurden die "Anbauteile" lackiert. Vorne gab es zwei gut gebrauchte Reifen von einem Weinbergtraktor. Das montieren von Hand ging nicht gerade einfach
Die Anbauteile habe ich zuerst abgebeizt dann grundiert und dann mit 3 Schichten Lack überzogen. Da ich kein Freund von Hochglanz Traktoren bin habe ich mich für Kunstharzlack in Seidenmatt entschieden und auch selbst lackiert. Die Maschine muss ja auch noch arbeiten.
Na wer weiß was das letzte Teil ist?
Als ich mit den Lackierarbeiten fertig war stellte ich fest das wieder Flüssigkeit in mein Motoröl gelaufen war...
Somit war klar die ESP musste auch überholt werden. Zuerst erneuerte ich die Vorförderpumpe, da diese einfach zu tauschen und günstig ist. Leider lag es an dieser nicht
Dann habe ich mir die Explosionzeichnung der ESP geholt und ich muss sagen ich war begeistert...
Eine so gut durchdachte und gut aufgebaute ESP habe ich bis jetzt noch nie gesehen. Eigentlich nichts anderes als Einzelne Pumpe aber trotzdem in kompakter Bauform mit gut zugänglichem Reglergehäuse.
Kurzerhand waren auch hier die O-Ringe ausgetauscht und die Pumpe wieder dicht. Lediglich das Synchronisieren der einzelnen Pumpen war nicht ganz einfach, lag aber wohl auch am Verschleis und der fehlenden Übung.
So da jetzt alle Mängel der Maschine behoben waren ging es ans zusammenschrauben. Davor wurden aber noch die Kabel eingezogen und das Armaturenbrett angeschlossen.
Insgesamt benötigte ich ca. 16 Liter Farbe und 4 Liter Verdünnung.
Gruß
Marco






