Kirovetz Traktoren beim Militär ?

ZT304

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04. März 2009
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Hallo ,
Ich wollte mal fragen ob man Kirovetz-Traktoren (K700 , K700A , K701) beim Militär als Zugmaschinen genutzt wurden . Mir ist aus div. Literatur bekannt das man den K700 , neben der landwirtschaftlichen Nutzung , auch als Raketenschlepper genutzt haben soll . Ich kann mich auch entsinnen mal vor Jahren in einem russischen (?) Forum ein Bild eines K700A oder K701 als Militärfahrzeug gesehen zu haben . Der Einsatz solcher Schlepper bei der NVA ist mir bis dato nicht bekannt . Wer kann einige Informationen oder sogar Bilder beisteuern ?

ps : Nach laaaaaaangem suchen hab ich das Bild doch noch in einem tschechischen Forum gefunden : Kirovetz
(etwas runterscrollen)

Schöne Grüße
Jérome
 
Hallo Jerome
Also mir wurde mal gesagt das die K700 (A,...)
eigentlich wegen dem Militär in die DDR kammen,als Raketenschlepper. Aber weil die Fahrzeuge und die anderen Sachen bei der NVA begrenzt wurden durch die Siegermächte des 2.Weltkrieges, hat man sie einfach als Ackerschlepper importiert.
Ob das so stimmt konnte mir bis heut noch keiner bestätigen. Vielleicht weiss ja jemand hier im Forum mehr zu diesem Thema.

MfG Andreas
 
Hallo
Der K700 ist ursprünglich in der Sowjet Union als Raketenschlepper entwickelt worden,die aussermillitärische Laufbahn schlug er erst ein als ein Grosstraktor für die Kolchosen benötigt wurde.Das Hubgestänge wurde sozusagen nachträglich entwickelt um Landmaschinen in der Hydraulik fahren zu können.Ich habe das vor vielen Jahren in einem Buch über den Traktor gelesen,kann aber nicht sagen in welchem,da meine Büchersammlung zu dem Thema Traktoren sehr gross ist.
Mit freundlichen Grüssen Dirk

Achtung Lesen gefährdet die Dummheit!!!
 
Hi !

In der DVD "DDR Traktoren im Einsatz Teil 3".
Wird von Dr. Krupp erzählt wie der K700 zur DDR Landwirtschaft kam. Er entwickelte damals Geräte mit größeren Arbeitsbreiten und benötigte eine PS-Starke Zugmaschine (~300PS) dafür. Diese fand er in Form des K700 in der Sowjet-Union.

mfg Martin
 
Hallo ,
So etwa war mir das auch bekannt , mich würde aber interessieren ob es auch zu einem Einsatz bei den Armeen gekommen ist . Da ich zumindest Bilder de K700A/K701 mit Sattelkupplung gesehen habe , ist dies durchaus möglich .

Schöne Grüße

Jérome
 
Hallo
In einem Buch über die Trassenbauer der DDR in der Sowietunion habe ich Bilder von K700 mit Satteltieflader und Sattelkippern gesehen.Solche Bilder gibts auch im Internet auf einer Trassenbauerseite,einfach mal googeln.
Gruß Robby
 
Hallo,

ein Bekannter erzählte: das zum Höhepunkt des kalten Krieges, in seiner Firma alle K 700 nach der Arbeit wieder vollständtig getankt und mit Schmierstoff versorgt werden mußten. Er erzählte auch das es für den Notfall eine Sattelplatte gab, sie wurde aber nie gebraucht ( zum Glück)

Grüsse Sven

P.S. suche alles über diese Maschinen oder auch nur Halbkette: Fotos,Literatur,Standorte und Ersatzteile

 
;-)

Mfg Michi

f992ed39b7.jpg
 
sage mal Michi wie lange wurden die gelben gebaut! und nach deutschland imp!weiß du das zufallig!

Mfg Marco
Fortschritt die Macht aus dem Osten
 
Hallo Micha ,
Danke für das Foto und auch danke an alle anderen für die Informationen . Bin zu dem Thema um einiges schlauer geworden .
Schade das du deine Seite über diese Traktoren nicht mehr betreibst . Wo wurde dein Foto eigentlich aufgenommen ? Sicherlich nicht in Deutschland .

Gruß Jérome
 
Ich kann euch nur raten, keine Fotos von anderen Seiten hier ins Forum zu stellen!!! Das könnte ziemlich teuer werden!!!
 
Also ich habe mal gehört das genug sattelplatten beim Militär waren, im ernstfall wären einfach die K 700 eingezogen worden, waren ja durch die LPG‘s genug vorhanden und vorallem in der ganzen DDR gut verteilt.

Gruß Swen
 
Hallo Fortschritt-Freaks!

Der K700A wurde in erster Linie für militärische Zwecke entwickelt. Nach und nach hielt er dann in der Landwirtschaft Einzug, da die Stimmen nach einem leistungsstarken Traktor laut wurden. Da kam dieses PS- Monster vom "Großen Bruder" gerade recht.Schwachpunkt an den Traktoren war jedoch die Antriebswelle, die für den Rückwärtsgang mit Heckschieber bei Silierarbeiten nicht ausgelegt war.
Daraufhin gab es verschiedene Verbesserungen, von den "Notfallsattelplatten" habe ich auch schon gehört.
Gruß Jan

Wir bringen Profil auf´s Feld.
FORTSCHRITT.
 
Hallo Jungs,

also mir ist nicht bekannt, daß die NVA über K700 in ihrem Fuhrpark verfügte, und wenn dann nur in bestimmten Einheiten in Kleinststückzahl. Für den Transport von Raketten war ander LKW-Technick vorhanden, so z.B. Zil, Kraß und auch Ural. Alle drei LKW-Typen verfügten über Sattelplatten und waren sehr gut geländegängig. Das Problem beim K700 ist die Höhe der Sattelplatte was nur das ankoppeln originaler russischer Auflieger möglich machte. Diese Auflieger bestehen aus einer Art "Schwanenhals-Auflieger", die im Zivielleben der DDR überhaubt nicht einsetzbar waren. Ich glaube auf Grund dessen war es nicht sinnvoll sich solche Gespanne nur für den Ernstfall hinzustellen. Übrigens verfügte die NVA über sehr gute kettengetriebene Einsatz- und Bergetechnik wogegen der K700 keine Chance gehabt hätte.
Die K700 mit angekoppelten Sattel sieht man übrigens heut noch sehr oft im russischen Straßenverkehr.

MfG Jens
 
Hallo Martin.

Da würde mich schon interessieren in welcher Einheit Dein Onkel gedient hat,wo K700 als Panzerschlepper ihre Funktion erfüllten.Der Kasi ist weder bei Einheiten der NVA noch der GT irgendwo erwähnt.Panzerschlepper in der NVA waren russische MAZ Sattel sowie auch bei den GT verwendete Tatra 813.Bei unserer Einheit hab ich noch als Soldat einen Kraz 214 mit Zremb Tieflader für das BLG gehabt,aber nur weil die Planstelle für einen 813er mit Uffz.nicht belegt werden konnte.Prinzipiell konnte der K700 als Sattel eingesetzt werden,entsprechende Sattel ausschließlich russischer Herkunft vorrausgestzt.NVA sowie GT haben aber nie über solche Sattel verfügt.Genau so ein Gerücht,das der K700 gesperrte Gänge hatte,er sollte wohl um die 60 km/h laufen.Zweifelsfrei ist die Tatsache das der K700 eine Entwicklung des Militärs war,die zivile Nutzung war von Anfang an nicht eingeplant.Meist wurden in Russland 12 zyl.Kasi für die Satteltransporte eingesetzt wegen der höheren Leistung.Hab ich einige Bilder von,für Panzertransporte zweifel ich aber die Aufsattellast an.Da die gesehenen Auflieger nur 2 Achsen hatten wäre die Sattellast zu hoch gewesen.Der 4 achser Zremb war oft genug mit dem BLG 60 (Brückenlegepanzer)weit überladen.Das die K700 im Fall einer Mobilmachung eingezogen woren wären kann ich mir dagegen vorstellen.Hier gab es Pläne dafür,ebenso wie für sämtliche in der DDR vorhandenen Kraz.Die Sattelplatten dagegen halte ich für ein Gerücht,was bitte hätte man laden sollen.Selbst Raketenauflieger hatten viel niedrigere Kopplungspunkte.

Viele Grüße Lutz
 
Hallo Jungs,
hier mal ein Bild von einem ziviel genutztem K700- Sattel, wie er in den Weiten Rußlands noch fast zum täglichen Straßenbild gehört. Die Walze war übrigens nicht gesichert!!

 
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