Kompressor, taugt der was???

Bauer Peter

LPG-Vorsitzender
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22. Mai 2005
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Hallo, seit einiger Zeit suche ich schon nach einem bezahlbaren Werkstattkompressor.

Nun habe ich dies hier gefunden.

 http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/kompressor-becker-u-soehne/275793547-84-7869ch

Zwei Kolbenkompressor , 80 Liter Kessel, alles gut, nur verwirrt mich das Typenschild.

Hochdruckkompressor 35 atü 75L je minute . Das ist doch Nichts für einen Zweizylinder!

Brauchen tut man doch privat nur max 10 Bar aber doch min 300 Liter je min.

Wie geht das zusammen?

Der Preis ist ja das eine, aber bei der Literzahl wird sich doch bei 10 Bar  nichts ändern ! ODER???

Also kurze Rede langer Sinn, kaufen oder doch nur Schrott?

Für Vorschläge offen Peter
 
Der größere Zylinder macht vorkompressierung und führt direkt in den kleineren ( ich schätze auf ca4-6 atü) und der kleinere macht den Hochdruck

manny
 
Na es gibt aber auch diese Hochdruck-Kompressoren.....die haben weniger Luftmenge, dafür aber einen höheren Druck. die gehen tw. bis 300bar zb um Atemluftflaschen zu füllen.     die sind aber als Werkstattkompressor nur bedingt zu nutzen....

axel
 
Hallo Peter,

ein Vorteil (und wahrscheinlich der einzigste) bei dem Kompressor ist, dass der 80l-Tank bei 35bar, ungefähr den gleichen Luftvorrat hat, wie ein 300l-Tank bei 10bar. Das spart enorm Platz in der Werkstatt. Die abgegebene Luftmenge die man bei 10 bar abnehmen kann, liegt mit ca.250l auch auf normalem "Baumarktkompressorniveau".

Kommen wir nun zu den Nachteilen.

Ein Nachteil ist der hohe Stromverbrauch, da der Kompressor immer in einem eigentlich zu hohen Druckbereich arbeitet, gegenüber dem eigentlich nötigen Druck (ineffizient). Falls am Kompressor nicht bereits ein Druckminderer verbaut ist, zwingt einen der hohe Druck immer zur Nutzung eines zusätzlichen Druckminderers. Die sind aber imho nur bis 16bar gängige Ware (also relativ günstig). Abgesehen davon muss der Druckminderer auch einen ausreichend großen Durchlass gewährleisten, was die Sache eventuell nochmal verteuert. Wenn der Druckminderer dann versagt oder vergessen wird oder falsch eingestellt wird, kann das zum Platzen von Schläuchen und Werkzeugen führen. Auch meine zarte Lackierpistole für 1-3 bar Arbeitsdruck hält im Versagensfall den Maximaldruck, also 10bar, aus. Bei 35 bin ich mir da nicht mehr so sicher. Zusätzlich schreibt der Verkäufer in der Beschreibung, dass es anscheinend keinen Druckwächter gibt. Der Kompressor wird dann also wahrscheinlich durchlaufen und den Überdruck über ein Überdruckventil abpfeifen (So eine Uralt-Technik kann ich mir bei dem Kompressor aber eigentlich nicht vorstellen). Da wären wir wieder beim Punkt Stromverbrauch und ineffizient.

Bei diesen Nachteilen würde ich die Finger davon lassen.

Gruß Matthias
 
Heute war ich mir den Kompressor ansehen. Der Druckbehälter hatte wirklich eine beeindruckende Wanddicke. (Bombenfest) Aber wirklich nur 75L/min bei 35 atü auf dem Schild.

Alles sehr massiv und beeindruckend. Beim Probelauf dann die Wahrheit. Es dauerte ewig bis sich am Manometer etwas tat . Leider habe ich nicht auf die Uhr geschaut bis wir 10 Bar auf dem

Kessel hatten. es war nur ein Manometer für 6!!!!!Bar auf dem Kessel verschraubt. Da wollte wohl schon jemand was basteln. Ein Druckschalter gab es offensichtlich nicht ab Werk.

(Richtig Matthias)

Nur Überdruckventile am Zylinder und am ( Wasserabscheider?). Bei ca 10 bis 12 Bar hat das 

Manometer aufgegeben und der Kompressor weitergedrückt. Irgendwann hat er abgeblasen.

Naja, wär ein günstiger Kauf geworden und sicher im Lager bei den anderen Sachen gelandet,

die man mal gekauft hat um in der "nächsten Woche" herzurichten. Kennt das vielleicht hier jemand?

Was mir noch immer nicht klar ist, wofür braucht man 35 atü?

Beim Bund Flugzeugmotoren oder Panzermotoren starten.....oder nen Pio mit Druckluftstartanlage Beine machen?

Ein kleiner Elektra Bekum mußte aber noch mit, sonst hätte sich das nicht gelohnt.

Peter
 
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