Hallo,
ohje, schwieriges und komplexes Thema. Tja der einstige Auftrag von Herrn Mehdorn die Bahn Börsenfähig zu machen hat der Bahn einen Todesstoß versetzt, aber es war halt der Auftrag! Dieser drastische Rückbau macht sich heute bemerkbar. Und er hat gespart und zurückgebaut wo es ging. Zu DDR-Zeiten wurde ganz klar ab 50 km mit der Bahn gefahren, Basta.
4x umspannen von Kassel-Bettenhausen nach Mercer, nun das ist nun mal notwendig, mit Strippe von Anschluß zu Anschluß geht es nun mal nicht wenn ich ein Kranbares Gleis brauche! Und Kassel-Bettenhausen ist eh nur Industrie, dort gibts zig Anschlüsse, deshalb gibts da nun mal keinen Draht. Es wird also alles mit Diesel bis Kassel Rbf gezogen. Dort kommt die Elok dran. Damit gehts bis Stendal. Dort ist Lokwechsel auf die Nebenstrecke nach Niedergörne. Die ist nicht elektrisch, dafür war eben früher kein Bedarf weil nix los. Und dann ist nochmal Lokwechsel weil der Anschluß Mercer in Privathand ist, dort der Betreiber halt mit seiner eigenen Werklok fährt. Wenn jetzt da soviel fährt könnte man sicher überlegen Stendal-Niedergörne zu elektrifizieren um gleich bis hier zu fahren, aber ob sich das letztlich rechnet für ein paar Minuten Zeitersparnis auf ein paar km? Und 1h für Lokwechsel, da weiß ich nicht was man da so macht in der Zeit, das geht schon schneller....

Im Gesamtwirkungsgrad ist die Diesellok immer noch haushoch vorn, denn es müssen Masten gesetzt werden, und der Strom fließt auch nicht einfach so in die Leitung. Es braucht eben Infrastruktur. Die Diesellok baue ich zusammen und kann fahren wo immer ich will.
Ja es ist halt ein riesen Räderwerk, und wenn ein Zahnrad klemmt, dann klemmt halt oft das ganze Getriebe.
Viele Grüße Jan