LPG Gützkow 1987 / 1989

Sauber Alexander,

ein schöner Zeitzeuge, danke.

Und wer hats damals noch gesehen? Die Aktuelle Kamera ;-)

Grüße,

Daniel
 
Hallo Alexander,

danke, danke. Toll schon das Intro mit den ganzen ZT´s.

Nein, die Welt war damals nicht nur gut. Oder schlecht.

Aber manchmal vielleicht sinnvoller strukturiert, möge sie dem Unwissenden und/oder Zuspät - bzw. Seitenfalschgeborenem auch unökonomisch und antiquiert erscheinen.

Sehr bedenklich: Einige Grundprobleme der heutigen Welt werden auch schon benannt, natürlich als Symptom der staatlich gelenkten DDR - Welt. Weißt Bescheid, oder?

Da denke ich doch wieder an meine Oma, Jahrgang 1919. Die hat sich ihre Kindheit und Jugend in der Erinnerung auch nicht umdrehen lassen, heute bin ich in der gleichen Situation.

Schönes WE und frohe Pfingsten

Uwe
 
Schön gesagt Uwe. Es gibt nicht nur schwarz oder weiß...

dazwischen herrscht viel,viel grau.

und die heutigen Staatsorgane sind internationale Konzerne die den Ablauf lenken und manipulieren. Methoden sind gleich, die Mitspieler sind andere.

in dem Sinne,

schönen Abend noch...
 
Hallo Männer’s,

ja schönes Video. Da kommnt vieles bekannt drin vor. ;-)

Aber mal ne Frage. Man hört oft von "leeren Läden"....hier im Video ja auch "vlt waren die Regale auch nur gefüllt weil wir (das Filmteam) da waren?" Also ich kann mich da nicht dran erinnern, daß die HO oder der Konsum leer oder die Regale übermäßig leer waren...? Und ich mußte wahrlich oft einkaufen fahren! Wer kennt das von Euch?

Viele Grüße Jan
 
Servus und guten Abend,

Also ich als Kind der 80er in der DDR, kann mich nicht daran erinnern das im HO oder Konsum die Regale leer waren. Was man nicht kannte, hat man auch nicht gesucht  ;-) . In der Kaufhalle oder dem HO wo ich immer war, gab es das nicht. Suchte man jedoch etwas von der so genannten Bückware, war es von Vorteil wenn man einen Bekannten oder Freund hatte, der im Exquisit, Intershop oder Zentrum -Warenhaus arbeitete. Und im Intershop gab es eh alles, wenn auch nur für harte DM oder Forumschecks. Kurz um: ich kenne die 60 & 70er Jahre in der DDR nicht, doch in den 80er gab es das bei uns in der Region Halle/Leipzig nicht! Viel schlimmer war der Jährliche Ansturm auf die FDGB Urlaubsplätze! Mal eben nach den Strandtag Essen gehen war da nicht! Da kam schon öfters die Aussage: Broiler, ham wer nich...Is aus! Oder sich mit 3 anderen Familien auf dem Darß einen Bungalow teilen... Das war schon eher an der Tagesordnung!

grüße,

Daniel
 
Hallo,

also ich kann mich noch daran erinnern, dass in der Heimatkleinstadt, im Thüringer Wald, in der meine Schwiegereltern gelebt haben, zur Eiweckzeit der Zucker ausverkauft war und Weihnachten nur Eltern mit Kindern, pro Kind, einen Schokoladenweihnachtsmann zu kaufen bekamen. Sicher war nicht alles schlecht und satt sind wir auch geworden. Ich bin aber ganz froh, dass ich jetzt Fischstäbchen oder Bananen essen kann, wenn ich Appetit darauf habe.

Gruß

Uwe
 
Hallo,

da hat Alex wirklich ein interessantes Zeitdokument gefunden. Ich frage mich nur, ob der Mitarbeiter, der sich die westliche Technik herbei wünscht, heute auch noch so denkt. Man könnte ja auch sagen, die ZT kennt man und kann sie jederzeit selbst reparieren. Ob die westlichen Hersteller zur Wende überhaupt auf die Anforderungen der LPG und ihrer Nachfolger vorbereitet waren, weiss ich nicht.

Gruß Andreas
 
Genau Andreas,

die ersten Grubber, Schlepper & Erntemaschinen mussten erst einmal für die Großflächen "Fit" gemacht werden. Da hat so mancher West-Maschinenhersteller böse Lehrgeld bezahlt!

Bei den MB-Trac‘s z.B. hat es reiheweise Getriebe- & Kupplungsschäden gegeben, wenn es darum ging 3000ha unterm Pflug zu bearbeiten. Vom Komfort her waren es natürlich schon ganz andere Dimensionen. keine Frage...
 
zetor5011:

Hallo,

da hat Alex wirklich ein interessantes Zeitdokument gefunden. Ich frage mich nur, ob der Mitarbeiter, der sich die westliche Technik herbei wünscht, heute auch noch so denkt. Man könnte ja auch sagen, die ZT kennt man und kann sie jederzeit selbst reparieren. Ob die westlichen Hersteller zur Wende überhaupt auf die Anforderungen der LPG und ihrer Nachfolger vorbereitet waren, weiss ich nicht.

Gruß Andreas
Kommt auf die Zeit an. Wer heute einen modernen Traktor fährt, würde sich sicherlich nicht mehr freiwillig den ganzen Tag auf einen ZT setzen wollen.
Zu DDR-Zeiten waren die ZT bei vielen ja als ständig kaputt verschrien. Das der Westen da auch nicht besser war, zeigte sich dann. Heue, 25 Jahre nach der Wende, hat sich die Technik aber meilenweit weiterentwickelt.
Mir persönlich (Zerspaner), ging es noch bis 2001 so, dass ich die Arbeit an CNC-Steuerungen West nach Möglichkeit umging, weil mir die Robotron CNC600 persönlich mehr zusagte. Weststeuerungen waren mir zu umständlich in der Bedienung. Allerdings musste man für die 600er sicherer in der Programmierung und im Einrichten sein. Andere waren der Meinung, das DDR-Zeug sei Schrott und wollten lieber mit der Westtechnik arbeiten.
 
Hallo,

ich habe meine Antwort auf die Äußerung des Mitarbeiters bezogen, der sagte, man könne die ZT nicht mehr einsetzten. Ich weiss ja nicht, woher die Bauern der LPG zur Wendezeit das Kapital bekommen haben, um die westlichen Maschinen zu kaufen. Da wurden sicher riesige Kredite aufgenommen, um die Westtechnik zu kaufen. Wie wollte man denn damals sicher stellen, dass man die auch unter veränderten Eckdaten (Geldzuflüsse der EU) abbezahlen konnte?

Da ist doch ein ZT kein so großes wirtschaftliches Risiko. Oder, liege ich mit meiner Ansicht falsch?

Gruß Andreas
 
Hallo Andreas,

manchmal wurden Bürgschaften mit westdeutschen oder ausländischen Geldgebern abgeschlossen. Quasi als Startkapital. Oder der Millionen schwere Rübenbauer aus der Hildesheimer Börde oder Niederbayern stand mit einmal vor der Tür und kaufte teilweise von der Treuhand den ganzen Laden. Ich will nicht wissen, was die Treuhand damals alles verramscht hat.
 
Also nach dem 3. Oktober 1990 bist du als Wiedereinrichter an sagenhaft günstige Fördermittel gekommen - das ist 1991 schon wieder abgeschafft worden. Und auch da waren die Konditionen noch sehr gut, davon kann man heute nur träumen. Wie es bei den Kolchosen war ist mir unbekannt. Aber auch dort wird es FDördermittel gegeben haben. Die hatten damals aber ganz andere Probleme mit Umwandlung in andere Rechtsform, Abfindung von Mitgliedern (wobei die meisten die Mitglieder sehr großzügig beschissen haben) und Abbau von Sozialeinrichtungen (Kindergarten) oder Mitarbeitern (der komplette Feldbau, die Handwerkerbrigade, die Tischlerei und sonstige LW-fremde Sachen)... zumal der Markt mit Schweinen oder Kühen förmlich überschwemmt wurde weil alle gleichzeitig reduziert haben oder mussten

Die meisten Kolchosen haben in bestimmten Bereich schnell (Traktoren und Rübenerntetechnik), weniger schnell (Mähdrescher und Düngerstreuer so bis 97) und garnicht/wenig (Anhänger) oder langsam umgestellt. Das hat aber auch was mit Verschleiß zu tun...

Thema ist unter Garantie ausbaufähig
 
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