MTS 50 - Anlasser dreht schwer

MTS-Schrauber

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Hallo an alle erstmal. Ich bin der Neue.

Nun gleich zu meinem Problem.
Der Anlasser meines MTS 50 dreht den Motor nicht ordentlich durch, d.h. er dreht eine Umdrehung, bleibt dann stehen, dreht mal wieder eine vielleicht auch zwei Umdrehung, bleibt dann wieder stehen, usw. Während der "Standzeit" frisst er natürlich ordentlich Strom, so dass der Anlasser anfängt zu qualmen und auch die Klemmen eines Starthilfekabels glühen.
Ich habe daraufhin einen der neuen hochgelobten Getriebeanlasser gekauft, alle Batteriekabel gegen neue dickere Kabel getauscht und auch zwei neue 84Ah-Batterien eingebaut. Die Masse zum Anlasser ist auch perfekt. Alles dieser Maßnahmen haben nichts gebracht. Daraufhin habe ich die Einspritzdüsen ausgebaut um zu sehen ob sie ordentlich arbeiten und der Anlasser den Motor wenigstens so durchdreht. Das war alles ok. Düsen wieder rein und selbes Problem wieder. Wenn der Motor gut drauf ist, springt er mit den paar Umdrehungen auch an und läuft dann auch wunderbar. Auch im Warmzustand dreht der Anlasser schwer, aber Motor springt an.
Mir wurde gesagt, dass das bei dem schon immer so war, aber mit dieser Aussage gebe ich mich nicht zufrieden. Leider habe ich keinen Vergleich zu einem anderen MTS 50. Ich habe nur die Videos von youtube gesehen und von denen hört sich keiner so an wie mein Sorgenkind. Die starten alle relativ sauber durch. Daraufhin habe ich mich hier angemeldet und hoffe auf eure Hilfe, da ja hier scheinbar sich richtige Experten rumtreiben.

Habt ihr eine Ahnung was das sein kann? Ich weiß erstmal nicht weiter. Noch zur Info, den Zylinderkopf habe ich noch nicht angefasst.

Danke im Vorraus
 
hallo,
du hast ja ganz schön ausprobiert.ich selbst bringe meinen mts 50 mit einer 88 ah batterie los.auch mit altem anlasser.probiere mal die batterie ganz na am anlasser anzuschliesen,also ganz kurze kabel.da müßte er ja drehen.desweiteren würde ich mal den hauptschalter überprüfen.
mfg jungpionier
 
Den Hauptschalter habe ich schon abgeklemmt und bin direkt mit dem Kabel zum Anlasser. Das Einzige, was den Anlasser einigermaßen in Schwung bringt ist Starthilfe mit einem PKW. Da bekommt der er auch 14V von der Lichtmaschine.
Probiere das mit der Batterie ganz dicht am Anlasser mal aus, werde es dann berichten. Danke für die Antwort.
 
Ja, die Kupplung wird getreten. Sollte es dadurch nicht auch leichter gehen? Muss ich mal ausprobieren bzw. mal darauf achten, dass die nicht getreten wird. Ich bin für jedes Experiment zu haben, ich weiß im Moment sowieso nicht mehr weiter.
Wir haben über Weihnachten schon so viel rum experimentiert, vielleicht liegt es ja daran. Das mit der Batterie wird auch noch getestet.
Danke für die Antwort.
 
Hallo,

generell: Vorsicht mit Starthilfekabeln die können einen ganz dünnen Quershcnitt haben. Mein Onkel hatte mal eines das war eigentlich Zündkabel (also wenig Draht und viel Ummantelung). Des weiteren wir ein Anlasser als E-Motor sehr stark überlastet, dass die also warm werden ist auch normal.

Da ich nicht jeden Punkt / Experiment sofort nachvollziehen kann, bring ich für mich mal bisschen Struktur rein.

- Normales Anlassen: da dreht der Anlasser schwer

- Anlassen mit dem Getriebeanlasser; da dreht es auch schwer

- Anlassen mit abgeschrauben Einspritzdüsen (Dieselleitung getrennt); da dreht es normal leicht

- Anlassen mit aus dem Brennraum entfernten Einspritzdüsen, was passiert da?

- Was passiert, wenn Du den Anlasser leer (also ohne Rückmagnet) durchdrehen läßt [beide dicken Anschlüsse am Anlasser mit dicken Schraubenzieher, Hammer o.ä. brücken], wenn i.O. sollte der Anlasser sehr schnell hochdrehen

- Was passiert wenn du direkt am Anlasser anläßt (Hauptplusleitung am Anlasser mit dem dünnen Kabel mit Schraubenzieher brücken; es sollte jemand drin sitzen und die Kupplung treten)

- Sind die Kohlen am Anlasser noch richtig festgeschraubt (Anlasserkappe öffnen und überprüfen, ob die Lötfahne mit der die Kohlen festgeschraubt werden auch fest sitz und das es keine Hitzprobleme dort drin zu sehen sind (Alutropfen, fehlendes Material, ....)

- die Idee mit der Batterie und den Kabeln ist nicht schlecht

- dito mal bitte (wenn möglich) während des Anlassen messen welche Spannung am Anlasser anliegt (Hauptplusleitung zu Masse)

So mehr fällt mir im Moment nicht ein, ganz klar müssen wir versuchen einzuordnen, ob du ein Anlasser oder Motorproblem hast.

Gruß erstmal Ulf
 
Hallo Ulf

Also, die Einspritzdüsen habe ich richtig entfernt, da dreht er ganz leicht den Motor. Das zeigt natürlich auch, dass der Anlasser i.O. ist.
Düsen rein und es geht wieder schwer. Den Getriebeanlasser habe ich als Neuteil gekauft und der sollte auch eigentlich in Ordnung sein.
Ich habe mich heute mit einem alten W50-Schrauber über dieses Thema unterhalten und er ist sich ziemlich sicher, dass entweder die Ventilstellungen nicht stimmen oder der Motor "Frühzündung" hat, oder Beides. Das mit der Batterie schließt er aus, da der Anlasser ja Strom frisst wie Sau, wenn er zum stehen kommt. Kabel sind ja auch alle neu.
Am Samstag werde ich der Sache auf den Grund gehen und alles mal ausprobieren und überprüfen. Ich gebe Bescheid wie es ausgegangen ist.

Danke für die Tipps

Gruß Martin
 
das mit der frühzündung kann schon stimmen, wenn der kolben sich noch nach oben bewegt und schon zu früh eingesprizt wird dann dreht der motor schwerer, so war es bei mir als die zündung nicht stimmte.
 
Hallo,

es stimmt schon Du hast ein Problem mit dem Motor (sprich Einspritzpumpen etc. seitig).

Ich würde auschließen, dass Du ein Anlasserproblem, Stromproblem hast.

@Sandstrahler: Ich glaube wir reden vom gleichen, aber probier doch mal aus, was passiert wenn Du beide dicken Anschlüsse am Anlasser brückst.

Gruß Ulf
 
Habe mein Sorgenkind zwar noch nicht angefasst, aber kann man an der Einspritzpumpe eigentlich den Einspritzzeitpunkt (Zündung) verstellen?
Oder gibt es sonst irgendetwas, auf das ich evtl. bei der Pumpe achten sollte?
Ventile einstellen bzw. überprüfen ist kein Thema, aber eine Dieseleinspritzpumpe habe ich bisher noch nie anfassen müssen.

Gruß Martin
 
Hallo Martin,den Förderbeginn deiner Einspritzpumpe kannst du verstellen indem du den Deckel vor der Einspritzpumpe(zwischen Motor und Kühler,3 Schrauben)abschraubst.Da kommst du an den Antrieb der Pumpe,dort sind verschiedene Bohrungen in einem Lochkreis mit denen du die Zündung verstellen kannst.Die Vorgehensweise ist hier schon öfter beschrieben nutz mal die Suchfunktion.Denke mal das der Motor extrem viel Frühzündung haben muß nach deinen Schilderungen.
MfG Jürgen
 
Hallo ,
schau dir mal den Beitrag vom 18.Dezember 2009 an,findest du mit der Suchfunktion wenn du "Russe geht nicht an " eingibst.Dort ist ein recht seltener Fehler beschrieben und behoben worden.
Gruss Ralf

http://www.albert-line.de
 
Hallo

So, Anlasser dreht jetzt wunderbar und der MTS springt auch dementsprechend spitzenmäßig an.
Nun die Frage, was war das Problem.

Jetzt aber mal etwas zum lachen.

Nachdem ich fast alles neu gemacht bzw. überprüft hatte und Ventilspiel und Einspritzpunkt i.O. waren, habe ich gleich den schon schon lange vorgehabten Ölwechsel gemacht. Als ich in den Ölfilter reingesehen hatte, fragte ich erstmal wann der letzte Ölwechsel gewesen sei. Die Antwort, so ca. vor 25 Jahren, aber auch nur einen Ölwechsel, keine Filterreinigung. Ich dachte ich fall um. Das war kein Öl mehr, sondern Sirup. Nachdem ich dann die ca. 2cm dicke Dreckschicht von der Filterwand gekratzt hatte, neues Öl aufgefüllt und beim Starten die Kupplung NICHT getreten hatte, war es wie ein Wunder. 2 Umdrehungen und der Motor lief und dann noch so etwas von leise. Unglaublich. Mit Kupplung ging es wieder schwer, allerdings nicht ganz so wie vorher, warum auch immer.
Was meint ihr wie der Vorbesitzer geguckt hat, der kannte das ganicht, dass der Anlasser sauber durchzieht und das 25 Jahre lang. Ich musste leider den Getriebeanlasser gegen den alten wieder tauschen, da dieser in Rauch auf ging. Na ja, der Alte tuts halt auch.

Gruß Martin
 
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