Hallo,
ich hab mir heut mal den 3.Teil angeschaut und muß leider sagen, was dort über den D4K gesagt wird, ist äußerst schwach und obendrein noch falsch dazu. Schade, das nicht eimal Sammler über ihre eigenen Maschinen und deren Werksgeschichte Bescheid wissen. Da braucht man sich nicht zu wundern, das dann Bücher rauskommen, wo die Redakteure auf solche Aussagen zurückgreifen und genauso falsch schreiben.
Also der D4K ist bereits in den frühen 60íger Jahren entwickelt worden(erste Ideen waren schon ende der 50´iger Jahre vorhanden). Der Grund für die Entwicklung war die damals stetig wachsende motorisierung der Landwirtschaft und die Nachfrage nach starken Allradtraktoren. Die damalige DDR hatte sehr großes Interesse an solchen Traktoren und hat darum auch die Konstruktion in Ungarn unterstützt. Nachdem der D4K-A erfolgreich gefertigt wurde, machte auch (vorallem) die DDR den Wunsch nach größeren Traktoren in Ungarn laut. So kam es zur Weiterentwicklung und zum D4K-B, der in großen Stückzahlen in die DDR geliefert wurde. Und das von 1965 bis 1969. Danach wurden keine nennenswerten Stückzahlen mehr importiert. Ab 1970 wurden die D4K in Ungarn auch weiterentwickelt (z.B. Dutra 1000, Hydraulische Bremsen, anderes Fahrerhaus) und man suchte nach anderen Abnehmern. Der Importstopp 1969 wurde von höchster Stelle angeordnet, um die anlaufende Produktion in Schönebeck (ZT 300) an den Mann zu bringen. Ebenso falsch ist die Aussage, das der D4K nur im Acker gelaufen ist, auch wenn er dafür konstruiert war ist er doch als Zugtier für schwere Lasten genutzt worden(es war auch gar keine vergleichbare Maschine vorhanden, die 2 vollbeladene
Anhänger mit Sand,Rüben, Kartoffeln usw. hätte ziehen sollen).
Ich denke, wenn man einen Film dreht, der zum Verkauf angeboten wird, sollte vor der Veröffentlichung schon mal einer, der Ahnung von der Materie hat eine Art "Zensur" machen. Im großen und ganzen ist ja die DVD sonst nicht schlecht.
MfG Jens