Hallo Andreas alias zetor5011,
Entschuldigung, ich habe Deine Fragen leider erst heute gelesen, die Antworten hast Du im Prinzip schon bekommen.
Die Schlepptendervariante der 64er, also die BR 24, hieß übrigens Steppenpferd, wohl deshalb, weil sie auf vielen Nebenstrecken gleich Steppe gelaufen ist, deshalb auch der Schlepptender wegen der größeren Vorräte.
Petroleum- P8 deshalb, weil die BR 110 und Varianten so häufig war wie die P8 / BR 38.
Du hast da eine sehr interessante 52er aufgenommen mit 52 5448, war eine der GR - Maschinen, recht selten, diese spezielle Maschine hat im Herbst 1986 wohl auch den Einsatz der nichtrekonstruierten 52er in Deutschland beendet, jedenfalls den Plandienst. Altbau-52er, die strenggenommen gar nicht so heißen dürfen, da Kriegslokomotive, nur nichtmodernisierte Einheitsmaschinen gelten eigentlich als Altbau, sind heute noch im ehemaligen Jugoslawien auf einer Werkbahn im Einsatz, es spricht für die Ingenieurskunst unserer Vorfahren, daß Maschinen, die eigentlich vor der ersten HU dem Hochofen übereignet werden sollten, heute noch fahren und arbeiten.
Hallo Sebastian alias Brüllschwein, wenn die Lok tatsächlich 4 Treibachsden hatte, so sieht es jedenfalls aus, dann kämen 3 Baureihen in Frage: 22/39, 41 oder 19. letztere können wir wohl ausschließen, die wurden - soweit rekonstruiert, verschrottet. Eine 22 / 39 wäre eine Seltenheit, die meisten wurden zerschnitten, die Kessel landeten z.T. auf 03ern (Salondampfer genannt), die damit in die Bereiche der Altbau -01 kamen, leider zu spät. Eine 22er steht heute inkomplett in Nördlingen.
Oder es ist eine 41(Mikado/Ochsenlok), die dann aber mir nicht bekannt wäre. Die Mikados waren die Universaldampfloks, in beiden deutschen Staaten bis zum Schluß im Betriebspark stehend, bei der DB mit Ölhauptfeuerung teilweise versehen, bekannt von der Emslandstrecke und dem langen Heinrich (4000t - Erzganzzüge, zusammen mit 44ern, ebenfalls Öl, auch Rost). In der DDR war Oebisfelde die letzte standesgemäße Heimat, hier übrigens 1982/83 mit D447 noch unterwegs, ein Interzonenzug und damnit im Selbstbild der DDR ein internationaler Schnellzug. Göschwitz/Saalfeld war ebenfalls wie Staßfurt Heimat der Mikados, auch in Göschwitz mußten die Mikados bis 1986 gelegentlich den D 1504 glaube ich fallweise bespannen, also die Loks haben bis zum Schluß auch mal rennen müssen. Die letzte 41er im Plandienst war 41 1231, die im mai 1988 in Staßfurt den Dienst quittierte.
Der Tender dürfte ein 2’2’T 32 oder 34 sein, die Bude ist eine Einheits-oder Neubaubude.
Der Kessel ist dann wohl ein E 39 ?, der wurde bei allen 3 genannten Baureihen im Rahmen der Rekonstruktion durch die DR verwendet.
Gruß Uwe