Hallo Lars,
also, ich kann mich an einen Beitrag vom Uwe "Eicherfahrer" erinnern, in dem er schrieb, man habe bei den KraZ-Kippern, die defekt in der Werkstatt standen, die Reifen getauscht, damit andere Fahrzeuge fahrfähig waren. Desweiteren kann ich mich erinnern, dass bei meinem Opa auf der LPG sein Zetor 5011 mal drei Monate stand, weil ein Ersatzteil gerade nicht vorhanden war. Die Idee des Sozialismus mag sich ja gut angehört haben, aber, wenn sie dann auf eine Wirtschaft oder Wirtschaftspolitik trifft, die nicht so ist, dass die Gesellschaftsordnung ohne Mängel umgesetzt wird, dann ist das schon wert, darüber kritisch zu diskutieren.
Zum Schießbefehl an der Mauer in Berlin fällt mir eine Episode ein, die mein Vater mir erzählte. Er war Mitte der 70er Jahre als Wehrpflichtiger in einer Grenztruppeneinheit als Kraftfahrer stationiert. Man besprach im kleinen Kreis, was man wohl tun würde, wenn einer über die Mauer möchte. Mein Vater berichtete mir, dass es auf der einen Seite dort Leute gab, die den Schießbefehl umsetzen würden. Er sagte mir aber auch, dass es dort Leute gab, die sinngemäß sagten, sie würden das Ding einfach in die Luft halten, wenn es zu einem Fluchtversuch käme.
Was ich damit sagen will, ist, dass die empfindlichste Stelle eines Systems der Mensch ist.
Jemanden, wie den Uwe als engstirnig zu bezeichnen, das halte ich für falsch. Wenn ich vielleicht jünger als andere bin und eine bestimmte Erfahrung nicht habe, mich aber Dinge interessieren, dann frage ich auch schon mal Menschen, die durch ihr höheres Lebensalter verglichen mit mir, Erfahrungen haben, die ich nicht habe.
Ich möchte keinen User persönlich beleidigen, aber, wir sollten bedenken, dass wir unterschiedliche Erfahrungen und Erlebnisse mit und in der DDR hatten, wir sollten das respektieren, was wir erreicht haben und erreichen möchten, aber, nur die eigene Meinung als die einzig richtige Meinung zu betrachten, das halte ich für falsch.
Gruß Andreas