Hallo Marco,
die Fahrgestell- und auch die Motornummer sind meines Wissens nach eigentlich fünfstellig. Bei den Zylinderköpfen für den Rogge-Motor (Diesel-Pionier mit 2 Köpfen) gibt es äußerlich verschiedene Ausführungen, warum kann ich dir auch nicht sagen. Vor dem 2. Weltkrieg gab es noch keinen Pionier. Damals gab es den Famo Radschlepper aus Breslau, mit eigenem Famo-Motor und Benzinanlasseinrichtung oder mit Kämper-Motor. Mit Teilen und Unterlagen von Famo aus Breslau wurde dann in der DDR der Pionier gebaut (mit einigen Änderungen gegenüber dem Famo, z.B. andere Getriebeabstufung). Die ersten Pioniere hatten die Benzinstarteinrichtung (ein Zylinderkopf für alle 4 Zylinder), dann kam der sogenannte Rogge-Motor mit Druckluftanlasser und 2 Zylinderköpfen (laut einigen Büchern wohl etwa 1953) und dann wenig später elektrische Anlasser. Im Zuge der durchgeführten Reparaturen wurden wohl die meisten Pionier von Benzin- oder Druckluftanlasser auf elektr. Anlasser und 2 Zylinderköpfe umgebaut/modernisiert.
Eine logische Reihenfolge bei den Motor- oder Fahrgestellnummern konnte ich noch nicht erkennen, dazu besitze ich zu wenig Daten. Aber es gibt einige Merkmale am Traktor wo man im Zusammenhang mit den Nummern ein grobes Baujahr schätzen kann. Außerdem bleibt die Frage wie original die Traktoren noch sind, ein mehrmaliger Motor- oder Getriebetausch ist nicht ausgeschlossen, irgendwann war es üblich den Traktor nur auf ein fertiges "Tauschfahrgestell" (Motor und Getriebe) zu schrauben und dessen Nummern im Fahrzeugbrief einzutragen. Als Beispiel wir haben 2 Briefe, in denen neue Nummern eingetragen sind.
MFG René