Hallo,
danke für Eure rege Beteiligung, die Fotos zeigen die aus PVC-Rohr gefertigte Tauchhülse eines Mietenthermometers.
Etwas überraschend für mich, scheinen diese Mietenthermometer - auch bei den älteren Forumsmitgliedern - nicht mehr allzusehr bekannt zu sein.
Aus eigenem Erleben bin ich der Meinung, daß diese in der Zeit bis Ende der 1960iger -Anfang 1970iger Jahre in Größenordnungen zum Einsatz kamen, später bis 1989 noch vereinzelt wo Mieten angelegt wurden.
Es war die Zeit bevor es zum flächendeckendem Bau der Kartoffellagerhäuser kam. Die gesamte Kartoffel und Futterrübenernte der LPGs mußte in den Kellern der bäuerlichen Anwesen bzw. LPG-Güter frostfrei über den Winter gebracht werden.
Da diese Lagerkapazitäten doch sehr beschränkt waren, mußte ein sehr großer Teil der Ernte eingemietet werden. Deshalb auch die Entwicklung der Mietenzudeckmaschinen T 955 (Erdwolf) und T 956.
Die Mietenthermometer wurden in regelmäßigen Abständen (10m? 15m? 20m? hab damals nie nachgemessen) in den First der Miete so eingebaut, daß der Verschluß etwas über die Erdabdeckung herausschaute. So konnten die Thermometer von außen gezogen werden, um die Temperatur, im Inneren der Miete, zu überprüfen.
Natürlich haben wir Kinder auch die Temperatur kontrolliert, aber wehe wir wurden dabei erwischt ...
Bemerkenswert erscheinen mir die "falschrum" zusammengebauten "Waschbeckenstöpsel" als Tauchhülsenverschluß. (Entwicklungskosten sparende Mehrfachnutzung von Produkten

)
Ich glaube in meiner Kinderzeit war der Verschluß eine Art "Korkstöpsel" an dem das Thermometer mit Angelschnur hing.
So, nach der Theorie noch paar Bilder:
Gruß Thomas