Traurig

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Glyphosat

... und ich bin,weiß Gott, kein Grüner...

Bei der Abschaffung der gemeinen Glühlampe war das europäische Establishment konsequenter - ob es wohl am Geld lag?

Gruß Thomas
 
Hallo

Geld regiert die Welt und der Knüppel den Hund.treffender kann das alte Sprichwort nicht sein.

mfg Roland 
 
Wieso traurig? Diverse Umweltverbände wollten, dass Glyphosat als krebserregend eingestuft wird. Die Methodik dabei war hoch- wie heftig umstritten.

Was mich eher nachdenklich stimmt ist, dass mancher Landwirt mit dem Zeugs recht großzügig umgeht und es zu ersten Toleranzbuildungen kam (zumindest in Nordamerika).
 
Hallo und Guten Morgen,

ich denke, den Artikel mit "Traurig" zu überschreiben ist zu kurz gedacht. Um Glyphosat zu verbieten, muß dann wohl alternativ z.Bsp. das gesamte Förderprogram für die Landwirtschaft überarbeitet werden!

Gerade jetzt im Frühjahr beobachtet:

Nach Z.-Rüben im letzten Jahr blieb der Acker über den Winter liegen; vor Ostern Grunddüngung und gleichzeitig "Tot-Spritzen" der Unkräuter. Nach ca. 3 Wochen Ruhe selektives Grubbern und Maisaussaat genau in diese Rillen; Strip-Till-Verfahren genannt Link. Dafür bekommt der Landwirt (nur in Sachsen?) Fördermittel. ... 

In einem anderem Betrieb wird nach Gras (-silage) Mais angebaut. Direkt auf dem Häcksler folgte die Spritze. ... Meine Frage an den Planzenschutz - Verantwortlichen: Warum nicht Pflügen? Antwort: Wenn immer gegrubbert wurde, zerstört der Pflug die obere Humusschicht, da diese untergeflügt wird ... Wurde mal probiert; die Folge war Minderertrag, weil die obere Bodenschicht nach dem Pflügen "tot" war ...

Übrigens waren in den Hallen der agra zwei interessante Stände, die zum einen über Strip-Till und die Folgen eines Glyphosat-Verbotes für den landwirtschaftlichen Betrieb unter der gegenwärtigen Förderpolitik! informierten!

Gruß Wolfram

https://www.maiskomitee.de/web/upload/documents/Strip-Till-Verfahren_bei_Mais.pdf
 
Guten Morgen,

solche Sachverhalte kommen hier ja immer mal wieder zur Erörterung.

Hier meine Meinung zum Thema vom 18.11.2013 aus dem Thema "Roundup/Glyphosat", die ich auch heute noch so vertrete:

"Hi Leute,

ist ja wieder voll n Thema für mich.

Tja ich denke viele Millionen Jahre kam das Leben ohne Menschen ganz gut zu recht so im Großen und Ganzen. Da hat auch keiner gespritzt und kunstgedüngt und der Kram ist prächtig gewachsen. Aber wir meinen wir könntens besser. Bei soviel Ignoranz hilft nur Galgenhumor.
Die Tasache das der Kram (Kunstdünger) vor dem ersten Weltkrieg erfunden wurde und untrennbar mit der Sprengstoffproduktion verbunden ist, finde ich bezeichnend. Das Haber-Bosch-Verfahren ist übrigens sehr energieintensiv.Ein anderer nachhaltiger Aspekt neben umkippenden Gewässer usw.

Dünger und Sprengstoff

Zum Rounup:
Ich hab mal den Film "Good Food, Bad Food" gesehen, da wurde gezeigt wie man Herbizide und Pestizide auf natürlicher Basis herstellen kann. Wäre ja vielleicht auch ein Ansatz. Und dann muss es eben mit etwas weniger Flächenertrag gehen. Wer den streamen will, soll aber gewarnt sein das letzte Drittel ist etwas esoterisch. Den ersten Teil find ich aber nachvollziehbar und plausibel.

Ich denke eingesetzt wird der Spaß aus finanziellem Druck und Bequemlichkeit. Warum heute jeder Krebs kriegt, dass fragen sich in diesem zusammen wohl auch nur sehr wenige. Wir vergiften uns aus Faulheit und die Medizin solls dann richten. Is halt bequemer zu McD zu fahren, anstatt Pflanzen zu ziehen und dann selber was zu kochen. Und da muss ich mich an die eigene Nase fassen. Das mache ich auch viel zu selten.

Das totgespritzte Getreide darf glaube nicht in menschlische Nahrungsmittel, an Tiere wird es aber wohl verfüttert und dann nimmt man sicherlich noch einen Teil über deren Fleisch auf.

Ich habe auch den Eindruck der Hersteller von diesem Zeug probiert die Landwirte voll von seinen Produkten abhängig zu machen. Wenn das so ist, finde ich das ne sehr ungesunde Entwicklung.

Für mich gibts da nur einen weg. Auf lange Sicht alles erarbeiten was notwendig ist, um sich selbst zu versorgen. Eigene Samen, eigenes Land eigene Maschinen, kein Kunstdünger, keine Pflanzen- oder Insektenvernichtungsmittel. Wünscht mir Glück. ;)

Gruß Thomas"

Der Link von Wolfram ist doch sehr aufschlussreich. Nur die dicksten Maschinen im Bild. Erst mit x-tonnen schweren Maschinen über den Acker und den Boden verdichten. Hinterher mit dem Bodenmeißel/Tiefenlockerer wieder lockern.

Wobei es an sich gut klingt, was dort beschrieben wird. Aber da steht nirgendwo was von Pestiziden und Herbiziden. Da ist der Denkfehler meiner Meinung nach. Wenn die Mikroorganismen im Boden vorhanden sind, kann die Grünsaat einfach eingearbeitet werden, wird dann zersetzt und steht als Dünger zur Verfügung. Vermutlich stehen die Nährstoffe durch eine langsamere Zersetzung länger und konstanter zur Verfügung. Wenn im Garten Mist mit eingegraben wird, entspricht das in etwa dem Einarbeiten der Gülle oder anderen organischen Düngerm wie in dem Link beschrieben. Ich denke nicht, dass das beschriebene Verfahren nicht ohne Planzen und Insektengifte einzusetzen ist.

Interessant, dass der Mais die Beispielpflanze ist. Ich glaube direkt esse ich im Jahr kein Kilo Mais. Aber näturlich Fleich und Wurst und Strom brauche ich auch zuviel...

Dennoch kann ich verstehen, dass es so läuft. Am Ende muss unter dem Strich unter der Jahresbilanz eine schwarze Zahl stehen. Und sicher trage ich mit meine Konsumverhalten auch dazu bei, dass es es ist, wie es ist. Ich bin da kein Freund von Doppelmoral, nach dem Moto ich fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit und kaufe Bio, jetzt habe ich eine weiße Weste und darf an anderen herumkritisieren.

Ich frage mich einfach wie lang das alles noch so gut geht. Vor allem, wenn Öl und Gas alle sind und eine Alternative zu diesen Treibstoffen in Massen gebraucht wird und der Klimawandel die Landwirtschaft gleichzeitig noch schwieriger macht, davor graut es mir. Einen ersten Geschmack auf das was da kommen könnte, bieten die Flüchtlingswellen aus Afrika.

Ich finde das hängt alles sehr voneinander ab. Ich habe oft das Gefühl, wenn ich in Städte fahre oder als ich selber in welchen gewohnt habe, dass dort viele nichts so recht mit sich anzufangen wissen (Ich weiß, dass ist sehr vereinfacht und pauschal.). Gleichzeitig reden alle von Industrie 4.0 und das viele Tätigkeiten wegfallen. Das heißt zu der zeitlichen Kapazität die an vielen Stellen schon frei ist, kommt nochmal welche hinzu. Ich finde, es ist ein guter Zeitpunkt darüber nachzudenken, wie man diese Menschen dafür gewinnen könnte sich mit Garten-/ oder Landwirtschaft zu beschäftigen, denn wenn wieder mehr Menschen diese Arbeit machen, dann werden technische ( riesen Maschinen) und chemische ( zb. Glyphosat) Helfer wieder unwichtiger und ein paar Menschen mehr haben am Ende vom Tag das zufriedene Gefühl was vollbracht zu haben.

Ich finde die Technisierung der LW hat es durch die freigesetzten Arbeitskräfte möglich gemacht, dass die Produktion von Konsumgütern und Dingen des täglichen Bedarfes heute soweit technisiert ist, dass die nun dort wieder frei werdenden Arbeitskräfte sich eigentlich wieder mit LW beschäftigen könnten. Nicht weil es sein muss, sondern weil es vielleicht gut tut. Wir haben dieses Jahr das erste mal den Garten bestellt und ich finds super alles so wachsen zu sehen und neuerdings freue ich mich über Regen, weil ich dann nicht gießen muss und die Wasserfässer wieder voll werden. Ein weiterer positiver Effekt, in der Bevölkerung würde sich vielleicht wieder mehr Verständnis und Anerkennung für die Bauern entwickeln.
Ohne Essen trinken, sind alle Autos, Urlaube und schicken EFH nichts wert. Ich finde es nicht gut, wenn die breite Bevölkerung kaum einen Bezug zu der Arbeit mehr hat, die mit der Erfüllung dieser Bedürfnisse verbunden ist. Es gibt nur wenige Tätigkeiten die wichtiger sind!

So das war mein Plädoryer (eines an sich Ahnungslosen) zur Lage der Landwirtschaft. Irgendwie fühle ich mich gerade noch dazu genötigt was zu ökonomischen Effizienzsteigerungen und dem ständigen Bedarf nach Wirtschaftswachstum zu schreiben. Aber lass ich. Der Beitrag ist eh schon zu lang.;)

Gruß Thomas
 
Hallo,

die allgemeine Wirtschaft bringt das ganze schon mit sich.

 Das Hauptproblem liegt dabei in der Wirtschaftlichkeit und ind der Wettbewerbsfähigkeit.

Welcher Landwirt pflügt denn heute noch mehrmals im Jahr eine Fläche? In der Regel wird doch nach der Ernte der Acker liegen gelassen bis zu nächsten Bestellung. Die mechanische Unkrautbekämpfung kommt doch durch hohe Dieselpreise sowie durch erhöhten Arbeits- und Zeitaufwand immer mehr ins Hintertreffen. Da ist man bei einer Kosten-Nutzen-Rechnung mit einer Ladung Glyphosat viel besser dran als mit mehreren Arbeitsgängen zur Bodenbearbeitung. Des Weiteren fallen Fruchtfolgen nicht mehr so ins Gewicht und man kann sich mehr auf Kulturen mit den derzeitig höheren Marktpreisen konzentrieren. Die Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem durch Monokulturen werden dabei aus wirtschaftlichen Gründen weniger betrachtet.

Meiner Meinung sollten die Förderprogramme dahingehend auch angepasst werden, damit die Vorhaltung von entsprechenden Bodenbearbeitungsgeräten und auch der erhöhte Material-und Arbeitsafwand das Ganze ausgleicht. Es ist einfach gesagt, dass das Glyphosat abgeschafft wird, aber man muss den Landwirten auch Aternativen bieten. Ansonsten bekommen wir unsere landwirtschaftlichen Rohstoffe bald alle aus dem Osten und ob da dann kein Glyphosat mehr eingesetzt wird ist fraglich.

Ich selbst habe ein paar Hektar im Nebenerwerb und verzichte dabei ganz auf Produkte mit Glyphosat. Ich betreibe teils Bio-Flächen und teils konventionelle Flächen. Den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wäge ich dann auch bei den konventionellen Flächen ab. So wie es in diesem Jahr witterungsmäßig bei uns war, habe ich noch keine Behandlung benötigt. Wenn ich so in der Gegend schau, wird auch bei sauberen Flächen ersteinmal alles drauf gepulvert, was geht. Es ist halt so mit dem Motto soviel wie nötig, so wenig wie möglich.

Am Ende sind halt WIR als Verbarucher dafür zuständig zu sagen was wir wollen. Wer halt tiefer in den Geldbeutel für die eigene Ernährung greift, der kann dan auch am Ende etwas bewegen. (Nur in der Masse versteht sich) Dann sehen sich vielleicht die Aufsichtsbehörden auch in der Möglichkeit etwas ändern zu können.

VG Tobias
 
Pflanzenschutzmittel sind im Prinzip Monokulturschutzmittel. Die Schädlinge der Monokulturen werden ja nahezu eingeladen, sich auf ihnen niederzulassen, nur der Mensch gibt ihnen die Gelegenheit dazu.

Aber die Schädlinge der Monokulturen sind irgendwie auch Teil der Natur und damit der Nahrungskette, also die haben ganz sicher ihren Stellenwert in der Natur. Denn umsonst gibt es da quasi nichts. Die Evolution ist schon ziemlich gnadenlos. Was nicht gebraucht wird und/oder nicht überleben kann, fliegt raus (vielleicht sogar eines Tages der Mensch!?). Die Welt geht dadurch nicht zu Grunde. Ganz im Gegenteil. Die Erdgeschichte zeigt es ja sehr eindrucksvoll, da ist wesentlich Schlimmeres passiert als Glyphosat. Die Monokultur. Oder der Mensch.

Aber ich bin kein Landwirt.

Jedoch noch was zum Krebs. Alleine die höheren Raten an Krebserkrankungen irgendwelchen Umwelteinflüssen zuzuschreiben, ist sicher recht heikel.

Machen wir uns nichts vor, es ist gar nicht so lange her, da starb ein nicht unerheblicher Teil - übrigens und gerade - der Männer um den Renteneintritt herum einfach mal so. Herzinfarkt. Ging meistens ganz schnell. Heute rettet die moderne Medizin nicht wenige von denen, eigentlich ja toll, doch reden wir mal über den Preis dafür, ich meine nun weniger die monetären Kosten, die sollte ein reiches Land wie die BRD einfach aufbringen können. Ich meine eher so das, was danach kommt, was an Leben noch vorhanden ist. Reicht teilweise dazu aus, um noch 10 Jahre die Leuchtstoffröhre an der Zimmerdecke anschauen zu können, an - aus - an - aus usw., aber sie wurden gerettet. Also müssen diese Geretteten ja nun irgendein anderes Leiden ausbrüten, um den Weltausgang zu erreichen. Und sie haben auch die Gelegenheit dafür, da der Infarkt sie nicht holen konnte. Bleibt irgendwann nur noch der Krebs, übrigens eine sehr logische Folge des Altwerdens. Denn auch das Immunsystem wird schlechter und träger im Alter, aber genau das bewahrt uns vor dem Krebs, denn Krebszellen brütet jeder von uns an jedem Tag tausendfach aus, ein intaktes Immunsystem erkennt diesen Zellmüll und sortiert ihn aus in ein sicheres Endlager. Insofern sind die Zahlen der absoluten Neuerkrankungen differenziert zu betrachten.

Interessant wäre, ob PSM etc. in der Lage sind, das Immunsystem derart negativ zu beeinflussen, dass die Erkennung von Krebszellen dadurch beeinträchtigt wird auch bei jungen Menschen. Bei vielen Krebsarten steigen in den vergangenen Jahren die Zahlen der sehr aggressiven Formen bei jungen Menschen.  Aber da kommen dann auch noch allerlei andere Substanzen ins Spiel, Weichmacher z.B., auch Aromaten und Geschmacksverstärker, Färbestoffe und Ozon und und und.

Es ist also insgesamt ein sehr komplexes Problem.

 
 
Hallo,

letztendlich finde ich es traurig, ...wie lange wird schon über Glyphosat diskutiert...

Tobias schrieb u.a.:

Es ist einfach gesagt, dass das Glyphosat abgeschafft wird, aber man muss den Landwirten auch Aternativen bieten.
Wolfram schrieb u.a.

Um Glyphosat zu verbieten, muß dann wohl alternativ z.Bsp. das gesamte Förderprogram für die Landwirtschaft überarbeitet werden!
Ich frage mich:

Will man das überhaupt? (Hat vielleicht Roland die passende Antwort?)

Warum muß Landwirtschaft gefördert werden, weshalb bekommen Landwirte Ihre Leistungen für die Umwelt und das Tierwohl usw., nicht angemessen über den Preis ihrer Erzeugnisse honoriert, wenn Sie sich an verbindliche Standards halten.

Meine Antwort (für mich) auf meine zweite Frage lautet: Dann hätten die Verbraucher geringere Mittel für die Segnungen der Marktwirtschaft zur Verfügung. (Brot und Spiele?)

Der Meinung von Thomas kann ich mich weitestgehend anschließen, ebenso den Gedanken von Uwe zu den Monokulturen.

Uwes Gedanken zu den Krankheiten erscheinen einleuchtend.

Farbstoffe, Aromaten, Geschmacksverstärker warum müssen Sie in Lebensmitteln sein bei einer so leistungsfähigen Landwirtschaft, man könnte ja auch die Anteile des Naturproduktes erhöhen. Als Krönung dann noch alles schön in Kunststoff verpackt.

Die Methodik bei der Darstellung der Unbedenklichkeit von Glyphosat soll wohl ähnlich umstritten sein.

Ich allein kanns nicht ändern, ist mir klar - nur am Glyphosat kann mans auch nicht festmachen -

mich persönlich macht die Richtung, in die es geht, nicht glücklich (ich denke da z.B. auch an die bestäubenden Insekten)

Gruß Thomas
 
Hallo

Leute, Leute, Ihr macht hier ja Fässer auf.

Das Grundproblem: geht in den Supermarkt und schaut was die Grundnahrungsmittel kosten, und macht euch mal gedanken darüber wie das für diese Preise erzeugt werden kann.

zu Stripptill und Pflugloser Bodenbearbeitung:

Gerade im Maisanbau  besteht wegen des Großes Reihenabstandes starke errosionsgefahr (Abschwemmung von Boden)

mit dem Stripptill verfahren wird nur noch ein schmaler streifen bearbeitet in den das saatkorn abgelegt wird der rest bleibt unbearbeitet und wird von pflanzenresten aus einer zwischenfrucht die nach der ernte im vorrjahr gesät wurde festgehalten, im manchen wintern frieren diese pflanzen aber nicht ab weil nicht genug frost war oder eine dicke schneeschicht hat das abfrieren verhindert. man kann dies pflanzen aber nicht einfach stehen lassen deshalb spritzt man diese mit round up.

Neben erhöter errosionsgefahr bei gepflügten flächen ist die wasserverdunstung ein großes thema, jeder arbeitsgang bei dem boden bewegt wird fördert die verdunstung von wasser, welches dann nicht mehr für die pflanzen bzw die grundwasserneubildung zur verfügung steht.

gruß alexander
 
Hallo Feldschreck,

keine Vor- ohne Nachteile: Stichwort Zünsler... zudem ist die Gefahr durch Pilze beim Ackern geringer. Amazone wird sich auch Gedanken gemacht haben, warum sie die Pflugproduktion haben wieder anlaufen lassen
 
hi ulli

zünslerbekämpfung erfolgt nach dem maisanbau und dort ist ein pflugeinsatz teilweise nicht möglich wenn viele wildschweine vorhanden sind, die wühlen dann nämlich den boden bis auf die pflugsohle wieder auf, hab ich selber schon erlebt, das wichtigste bei der zünslerbekämpfung ist das mulchen der maisstoppeln.

amazone hat den pflugbau wieder aufgenommen weil die händler das gerne wollten (fulliner  konzept)

ich bin auch feind des pflügens, da ich selbst 50-60% meiner flächen jedes jahr pflüge

gruß alexander
 
Hallo.

RE:Neben erhöter errosionsgefahr bei gepflügten flächen ist die wasserverdunstung ein großes thema, jeder arbeitsgang bei dem boden bewegt wird fördert die verdunstung von wasser, welches dann nicht mehr für die pflanzen bzw die grundwasserneubildung zur verfügung steht.

Mist und abgestorbene Pflanzenteile/zugefürter Humus speichern Wasser im Acker.

Bodenbearbeitung ist kein Problem, wenn der Acker "gesund" ist.

Gruß Udo.
 
Hallo Udo

ganz recht hast Du mit deiner Wasserverdunstung nicht!

Bei einigen Bodenbearbeitungsgängen z.B Scheibeneggen, Feingrubbern,

wird das Kapillarsystem des Bodens zerstört und damit die Wasserverdunstung eingedämmt.

manny
 
Hallo, Ein Ansatz könnte ja auch sein Den Einsatz von Glyfosat erstmal einzudämmen. Wieso muss Getreide totgespritzt werden damit man es trockener ernten kann? Fakt ist auch,das man Glyfosat in der Muttermilch und im Hautgewebe nachgewiesen hat.Diese Aussage hier das die Leute nichtmehr an Herzinfakt sterben, sondern dann eben später an Krebs und das sei völlig normal,finde ich echt bedenklich. Ich hab gerade eine Stammzelltransplantation hinter mir und bin dadurch gerade sehr sensibel im Umgang mit Giften ect. Wer nicht betroffen ist kann natürlich große Reden schwingen und der Politik alles in die Schuhe schieben.Hier sind aber die Landwirte auch mal selber in der Pflicht von sich aus was zu tun!! Das nächste Thema wäre da die Tierhaltung.Mein Nachbar hat 500 Schweine natürlich auf Spaltenböden.Wenn er selber mal eine Nacht darauf schlafen müsste würde sich vieleicht mal was ändern. Der Hofplatz ist komplett Unkrautfrei selbst da wird immer schön gespritzt. Fakt ist das sich was ändern muss,sonst sehen wir Bienen und andere Tiere nur noch auf Bildern. Es liegt nicht daran das keiner mehr bezahlen will. Wir verkaufen Eier und halte noch Gänse für Weihnachten. Trotz höherer Preise werde ich alles reissend los. Die leute interressieren sich heute vilemehr dafür wo alles herkommt und wollen hinter die Kullissen sehen . Ich hoffe das hält an und verstärkt sich noch!!!! Gruß Matthias
 
Hallo.

In den USA gibt es schon Super-Unkräuter, die resistent gegen Unkrautvernichtungsmittel sind.

Gruß Udo.

RE Manny: Ok....,
 
Glyphosat wird eines Tages auch ein stumpfes Schwert werden, weil sich Resistenzen dagegen entwickeln, man nennt es Selektionsdruck. In dessen Ergebnis überleben Vertreter einer Art deshalb, weil sich durch eine kleine Laune der Natur bei ihnen etwas einstellt, was die Beständigkeit gegen Glyphosat ermöglicht. Die anderen Vertreter der Art werden sterben, vielleicht in kleinen Restpopulationen überleben, vielleicht auch nicht. Da braucht es dann also ein neues Gift, an dem sicher schon längst gearbeitet wird und gegen das sich auch wieder Resistenzen einstellen werden. Der ewige Wettlauf. 

Letztlich ist dieses Prinzip die Triebfeder des Lebens in all’seinen Variationen. Man muß das nicht sympathisch finden.

In meinem Gewerbe erlebe ich zunehmend, daß Erreger von Harnwegsinfektionen, die vor 10 Jahren nahezu durchweg bestens auf Ciprofloxacin ansprachen, mittlerweile resistent dagegen sind, als neue Wunderwaffe bleibt Fosfomycin, gelegentlich auch einige Uraltmittel wie Doxycyclin oder Cotrimoxazol, aber was wird in weiteren 10 Jahren wirksam sein? Der ewige Wettlauf...

@matthias aus kappeln

Moment mal, damit wir uns nicht mißverstehen. Und ganz sicher bist Du da in einer sehr besonderen Situation, von der ich jetzt nicht behaupte, daß ich sie gut verstehen kann, denn das kann ich nicht im Gegensatz zu Dir, mir fehlt da die persönliche Erfahrung, ich hatte bisher gerade mal 20 Minuten existentielle Sorge um mich, als ich eine Frau ohne jede Hilfe aus der 2° kalten Ostsee geholt habe, aber das ist natürlich lächerlich im Vergleich zu dem, was Du erlebt hast. 

Ich wollte lediglich sagen, daß es ziemlich schwierig ist, die Existenz und den Einsatz einer Substanz in Zusammenhang zu bringen mit dem Auftreten von Krankheiten. Dafür sind die Wechselwirkungen teils doch sehr komplex. Und es müssen Variablen betrachtet werden, die völlig losgelöst sind von der Existenz einer Substanz. Natürlich ist z.B. der Einsatz von Agent Orange so ein ganz klassisches Beispiel für die statistisch sehr gut nachweisbare und dokumentierte Wirkung von aufbereiteten Giftstoffen - denn eines muß uns klar sein, die Menschen nutzen nur, was im Grundsatz schon vorhanden ist (Blausäure als berüchtigtes Beispiel) - aber da reden wir über Extreme. 

Der Verweis auf den überlebten Herzinfarkt als Möglichkeit, daraufhin überhaupt erst an Krebs erkranken zu können, ist natürlich unvollständig, um den Herzinfarkt zu erleben, mußte vorher die in früheren Zeiten viel größere Gefahr, einer - aus heutiger Sicht - banalen Infektion zu erliegen,  beseitgt werden, davor waren es sicher Hunger und Kälte oder sehr unvorteilhafte Frakturen, was ich im Grunde sagen will, ist, daß jedes gelöste Problem (in der Medizin recht oft) mindestens ein neues Problem hervorruft, oft sogar mehrere.

Ist leider so. Und das Leben eines Jeden ist endlich. Ist leider auch so eine Wahrheit.
 
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