Übern Tellerrand nach SH geschaut: Das Landwirtschaftsmuseum Schleswig-Holstein in Meldorf

Top Beitrag Stefan. Vielen Dank für die Vorstellung. Ich kenne sogar noch jemanden, der aktiv an den Spra Coupés gearbeitet hat. Die hatten in der Fangemeinde ihren festen Platz gehabt. Vor allem, weil wegen des geringen Gewichts eine Befahrbarkeit der Äcker möglich war, wo andere schlichtweg nicht drauf konnten. Schöne Grüße, Daniel
 
Was allerdings das Schiffsradar auch dem Dach macht, entzieht sich meiner Kenntnis.
England = Nebelland? ;-) ;-)

Kenne das Spra Coupe noch aus meiner aktiven Zeit - war ein kurzer Trend, aber hatte einen viel zu kleinen Chemikalienbehälter. Dürfte in Europa nicht oft gekauft worden sein.

Vor allem, weil wegen des geringen Gewichts eine Befahrbarkeit der Äcker möglich war, wo andere schlichtweg nicht drauf konnten. Schöne Grüße, Daniel
Na nee - der Sinn des Spra Coupe war es damit vergleichsweise schnell zu fahren und einen ähnlichen Wirkeffekt zu erzielen wie es bei Sprühflugzeugen der Fall ist. Auch diese kommen mit vergleichsweise wenig Wasser/ha aus.

Aber ... die zu kleinen Räder, das limitierte Einsatzspektrum (für Flüssigdünger z.B. ungeeignet) war halt ein gewichtiger Minuspunkt.
Wie Fastrack oder Unimog - teure Nieschen, aber nicht Massenmarkttauglich.
 
Hallo Joachim. Der eigentliche Sinn, der schnellen Fahrt, daher auch die Motorradgleichen Federbeine usw. Ist mir bekannt. War aber irgendwann nicht mehr vertretbar, wegen der zu hohen Abdrift und den immer strenger werdenden, gesetzlichen Auflagen. Und als Glyphosat als Teufel in Person thematisiert wurde, war es dann eh nur eine Frage der Zeit, dass die Coupés verschwanden. Und ja, zu kleine Räder und ein 1000l Brühebehälter gaben diesen Exoten den Rest. Neben allen Nachteilen, blieb das geringe Gewicht, fast der einzige Vorteil.
 
Ja, wir haben das vor Jahren mal anders gelöst (also auch schnell fahren, wenig Liter/ha und wenig Abdrift da zu der Zeit auch sehr viele windige Tage in der Saison waren...

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Hardi Alpha VariTrack 2500i - der erste seiner Art in Deutschland zugelassene damals. War noch einige Jahre mein Arbeitsgerät in der Spritzsaison.
2500l Wasser, dazu vollgefedert (Mechanische Schraubenfedern), Fahrwerk während der Fahrt in der Spurbreite verstellbar von 1.60 bis 2.30m, sehr hoher Durchgang (wichtig bei der Zünslerbekämpfung im Mais z.B.), dazu Ultraschallgesteuertes Spritzgestänge und ein 160 PS 6 Zyl. Deutzmotor.

Aber das uns wichtigste war die Luftunterstützung, womit man massiv Abdrift reduzieren oder vermeiden konnte, weniger Wasser/ha und tief in den Bestand rein spritzen konnte (Zünsler oder im Getreide).

Hab das Ding ganz gern gefahren, Glyphosat z.B. bei 15kmh ohne weiteres möglich bei sehr wenig Wasser (bessere Wirkung).

Damman hatte ja auch die Luftuntzerstützung, aber bei Hardi (ich mein die waren die ersten damit) kann man den Luftstrom von der Kabine aus gezielt lenken, also z.B. mehr nach vorn, senkrecht bzw. nach hinten um z.B. im Getreide mit dem Luftstrom den Bestand zu "öffnen" und dann das Spritzmittel tiefen in den Bestand zu aplizieren um so die Aufwandmenge an PSM runter zu schrauben. z.B. in der Mehltaubehandlung oder wie schon gesagt beim Zünsler im Mais wenn der schon 1,50 m hoch ist. Im Mais war zusätzlich GPS hilfreich, ohne hätte man keine Spur gefunden im Bestand. Dazu hatte unser VariTrack maximal 13 Teilbreiten (frei programmierbar) bei 24m AB, und konnte auch diese per GPS schalten, so dass man an Keilen oder bei versehentlicher Überlappung keine Doppelbehandlung hatte.

Außerdem war der Selbstfahrer vergleichsweise leicht, was uns bei den damals noch sehr nassen Jahren extrem wichtig war.
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Da war dann auch mal schluss - das war das Jahr wo wir sogar mit Wasser in den Fahrgassen gedroschen haben bei 38°C weil immer wieder Starkregen und Sonne im Wechsel kamen - ganz anders wie in den letzten Jahren wo man von Regen nur noch träumen kann. ;-)

Der hatte einen Leiterrahmen wie ein LKW, war auch ein Aufkleber drauf: Rahmen aus Schwedenstahl, nicht Bohren! :D Der konnte sich krass verwinden ohne zu brechen und war dennoch leicht.

Ist heute vieles Standard bei Selbstfahrern, war damals aber der Einizge der all das in einem Paket anbieten konnte.


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Der MF 8480 DynaVT wurde in der Spitzsaison auch mal als Wasserfassfahrer eingesetzt, den fuhr damals oft meine Frau. Hinten dran ein HTS 80...
 
Schöner Beitrag über Euren damaligen Hardi. Der war damals aus technischer Sicht, dass Maß der Dinge. Weißt Du noch, von wem die über Ultraschall-Sensoren gestützte Gestängeführung kam? War das Müller Elektronik, Norac oder ein Hardi-Eigenes System? Grüße, Daniel
 
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