Hallo,
an sich ein schöner Artikel, aber mir haben die ganzen handwerklichen Fehler im Artikel nicht gefallen.Das geht damit los, dass kein wassergekühlter Famulus verglichen wird. Konrad hat zwölf Stück, warum hat man da keinen anderen genommen?
Auf Seite 13 wird behauptet, der Favorit spiele technisch in einer anderen Liga als der Famulus, wobei diese Behauptung nirgends erhärtet wird.Das Fahrwerk ist bei beiden eine starre Hinterachse mit Untersetzung, sowie eine gefederte Pendelvorderachse. Der Fendt kann seine Portalbauweise an der Hinterachse jedoch nicht in Bodenfreiheit umsetzen. Die Vorderachse des Fendt hat im Gegensatz zum Artikel keine Einzelradfederung.
Der Motor des Favorit 1 ist gedrosselt, hat im Favorit 2 ungedrosselt 46PS - allerdings bei einer höheren Drehzahl. Auf die gleiche Drehzahl normiert sind beide Triebwerke vergleichbar, der Fendt hat hier keinen Technologievorsprung. Anders gesprochen hat der Famulus im Vergleich zum gedrosselten Fendt bei allen Drehzahlen eine höhere Leistung und damit ein höheres Zugmoment - bei 1650 Upm hat der Famulus 36 PS, der Favorit 1 aber nur 31.
Den Hinweis auf die Federung des Sitzes, dass dieser ja ein Motorradfederbein sei, finde ich tendenziös und unangebracht. Oder anders gesagt, dann musste man auch sagen, dass die Lenkung des Favorit ursprünglich vom Autobau kommt und dann in einem Traktor verwendet wird. Bei beiden Traktoren hat man sich aus einem Baukasten verfügbarer Komponenten bedient, aber nur bei den ‘Ostprodukten‘ bekommt das ein Geschmäckle.
Sind die Scheinwerfer des Famulus tatsächlich original außen dran? Die wurden doch stets unter der Haube verbaut, war meine Erinnerung.
Das unscharfe Bild auf Seite 17 und die schlechte Fotomontage auf der Titelseite tun ihr übriges.
Zum Schluss habe ich den Eindruck, dass der ganze Artikel eine Mischung aus Meinung, recherchierten Fakten sowie ‘alternativen‘ Fakten ist. Bei Famulus ‘sollte ein... ruhiger Lauf erreicht werden‘, während der Fendt ‘ganz wunderbar auf der Straße liegt‘. Meines Erachtens geht seriöser Journalismus anders.
Gruß Bobbin