Schalten l60

zt303rr

Traktorist
Registr.
04. Okt. 2015
Beiträge
44
Hallo zusammen 

Ich bin am Überlegen mir einen l60 zuzulegen .

Ich würde   mir  vorher gerne ein paar Informationen einholen .

Hat jemand von euch den l60 schon mal auf 60 km/h gedrosselt  funktioniert das überhaupt ? 

Er soll als Zugmaschine laufen wenn es funktioniert. 

Wie sieht es mit dem  handling aus ich habe gehört das es mit dem schalten nicht so einfach ist oder sind das nur Mythen. 

Er wird  doch über Druckluft geschaltet, wenn die Kessel voll sind müsste das doch ziemlich leicht gehen oder nicht ,syncroniesiert ist das Geriebe  doch auch im Gegensatz zum w50 oder täusche  Ich mich da ?

Bin euch für jede Info dankbar. 

MfG Rene 
 
Hallo,

der L 60 schaltet sich eigentlich wie eine Eins.

Luft brauchst du, da beim Schalten irgendwo zwischen den Gängen 4/3 und 5/6 mit einem Luftzylinder etwas umgeschaltet wird. Ähnlich wie beim Unimog. Wenn der L 60 leer ist, kannst du auch bequem jeden zweiten Gang schalten.

Das einzige Problem, was ich bei den L 60 kenne, sind die ganzen Railles. Die machen öffter mal die Hufe. Bei meinem ehem. Brötchengeber laufen noch 14 Stück und das nach fast 30 Jahren noch.

MfG

Tobias
 
Moin. 

Eigentlich fahren sich L60 wunderbar, darfst beim schalten nur nicht mit Gewalt die Gänge rein würgen sondern sanft rein drücken, aber das sollte eigentlich selbstverständlich sein. 

Wieso willst du den auf 60 drosseln? 

W50 sind auch synchronisiert.

Zwischengas und Zwischenkuppeln hat aber noch kein Getriebe geschadet. 

Gruß Robert
 
Hallo...

Ich denke nicht das man den IFA L60 so einfach auf 60km/h drosseln kann. Technisch gesehen ist das mit erheblichem Aufwand verbunden.

Mein Tipp wäre, lass Dir beide IFA LKW´s mal in natura zeigen und erklären, weil es hier sehr schwierig sein wird das recht komplexe Thema zu erörtern. 

Nur soviel: Die Getriebe beider LKW-Typen sind syncronisiert, und der L60 "schaltet" nicht mit Luft, es wird lediglich die Nachschaltgruppe (5. bis 8. Gang) pneumatisch unterstützt zugeschalten. Die Druckluftanlage ist im Gegensatz zum W50 sehr komplex, was hingegen Vorteile an Fahrkomfort und leichteres Bedienen mit sich bringt, aber dann auch Nachteile wie einen hohen Wartungsaufwand hat.  

Ob eine Z-Zulassung heutzutage überhaupt rechtlich möglich ist entzieht sich meiner Kenntnis, wenn ja sicherlich sehr schwierig und mit hohen Umbaukosten verbunden. (alternativ wäre eine H(historisch)-Zulassung die bessere Variante.

Gruß Tom

 
 
Moin moin zusammen 

Drosseln wollte ich den l 60 , weil ich nur den Grossen Traktorführerschein habe und ihn dann auch nur fahren darf wenn er auf 60 km/h gedrosselt und mit grünen Nummernschildern lof halt oder seh ich das falsch ?

Bei H Kennzeichen  müsste ich ihn dann ja auf 7,5 t ablassten dann dürfte mein gesamter Zug  mit Anhänger    auch nur 12,5t  wiegen .

Bleibt für Zuladung nicht mehr viel über .

Ja das mit dem schalten sollte man dann ja hinbekommen .

Ich wollte mir auch noch Reparatur und Bedienungsanleitung zukommen lassen damit ich mich mit der Technik auch etwas anfreunde. 

Wie sieht es eigentlich mit der Ersatzteile Versorgung aus ?
 
Hallo, ich hoffe es ist in ordnung wenn ich mein Thema hier mal mit einmische würde sowas auch irgendwie beim W50 Allrad Kipper gehen das man den mit dem T Führerschein fahren darf? Und wie würde das gehen bei ein W50 LA mit dem Ablasten auf 7,5t?

Gruss Nico
 
Also auf 60 drosseln und mit Klasse T fahren ist meiner Meinung nach nicht möglich. 

Einen W50 auf 7,5t ablasten geht schon, haben ein par Kumpels von mir auch schon gemacht, macht schon wegen der entfallenden SP Sinn, ich weiß aber nicht was aus der Anhängelast ist. 

ABER man darf sich nicht überladen erwischen lassen. Wer mit einem überladenen Fahrzeug welches abgelastet ist erwischt wird muss sich für jedes Gramm einzeln vorm Staatsanwalt rechtfertigen. 

Gruß Robert
 
Hallo, okay ich dachte das würde irgendwie gehen wenn das ein LA/Z ist oder so

Naja gut mit überladen könnte bei mir nun nicht passieren weil ich will mit ihm eigentlich nichts mehr fahren nur aus pass an der freude mal zum Treffen und so mal fahren

Gruss Nico
 
Die Überladung wird auch bei abgelastetem Fahrzeug nur nach Bussgeldkatalog gehandhabt. Es sei denn, man kann Vorsatz nachweisen (Also etwa ein Wiegeschein von der Kiesgrube) oder die Fahrt erfolgt gewerblich, was die Steuer sehr interessant finden könnte. Ein Führerscheinvergehen ist es nicht.

www.bussgeldkatalog.org/ueberladung/

Man muss es aber auch nicht riskieren, weil es hier ab einer gewissen Überladung auch schon unangehm wird.

Vorsichtig wäre ich dagegen mit der Führerscheinklasse T. Das birgt sehr viele Stolperfallen, die man am besten umgeht. Auch ein Traktor fällt nur unter die Klasse T, wenn der Zweck der Fahrt lof ist. Fährt man mit dem ZT und einem HW-80 Bauschutt vom Hausumbau, wird der Führerschein Klasse CE benötigt. 

Vor einer teuren Umrüstung und den damit verbundenen Formalien würde ich mal bei einer regionalen Fahrschule nachfragen, was eine Fahrerlaubnis der Klasse C oder CE kostet. Das wird zwar auch nicht ganz billig, aber man spart sich eine Menge Theater.
 
An Klasse L und T nur LoF hab ich gar nicht gedacht. Also ist die Fahrt zum Oldtimertreffen usw. auch tabu.

Was den Führerschein Klasse CE angeht, da frag ich mich echt wozu manche Leute für eine Sicherheitsfirma namens BW knechten gehen wenn die ohne LKW Schein nach Hause kommen. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten günstig an den Schein zu kommen. 

Gruß Robert
 
Es kommt darauf an wann du deinen Führerschein  gemacht hast .

Es gibt einen bestimmten Stichtag, falls du Schlüsselzahlen  in deinem Führerschein hast schau sie dir genau an die Entschlüsselung gibt es im Netz .

MfG Rene 
 
Hallo, mal eine frage an euch wie geht das eigentlich vorstatten mit dem ablasten bei einen W50 Kipper?

Gruss Nico
 
Wie wäre es einfach den richtigen Führerschein für die Fahrzeuge zu haben? Nicht umsonst gibt es Führerscheinklassen.

W50 oder L60 es sind und bleiben einfach Lastkraftwagen für die Regeln gibt. 

Man sollte sich auch im klaren sein wie hoch allein die Haftpflichtversicherung für ein solches Fahrzeug ist wenn er als das versichert wird was er ist. Sei denn als Oldtimer da gibts sicher günstige Offerten. Mit Oldtimerversicherung ist dann Kies, Rüben, Mist, Kartoffeln fahren weitgehend tabu.

Steuern betragen bei einen nicht abgelasteten L60 ca. 950 Euro. Bei einen ebenfalls nicht abgelasteten W50 immerhin noch ca. 750 Euro. Sei denn man hat das H auf dem Kennzeichen dann in beiden Fällen 191 Euro.

Wir der W50 auf 7,49 Tonnen abgelastet kostet er ohne H trotzdem noch ca. 500 Euro Steuer / Jahr

Zum H Kennzeichen selber: Man kann dieses uneingeschränkt nutzen!!! Der Knackpunkt liegt wie gesagt bei der Versicherung. Versichere ich als Oldtimer für einen echt günstigen Preis fällt eben Kies, Mist usw. fahren aus. Versichere ich wie einen ganz normalen LKW kann ich damit fahren was ich möchte. Sogar gewerblich!!! So ich denn eine Güterverkehrsgenehmigung oder gar EU - Lizens habe, wenn es sich nicht um nur genehmigungspflichtigen Werkverkehr handelt.

Man sollte auch überlegen welche Kosten für Ersatzteile anfallen. Diese gibts werksneu und haben natürlich ihren Preis. Die Zeiten das diese verschenkt werden um sich den lästigen Weg zum Schrottplatz zu sparen sind längst vorbei. Ein Satz Ballonreifen W50 - also 5 Stück mit Reserverad ist man schon mal bei 1500 Euro /minimum. 

Andernfalls schreibt man sich auf der Suche nach Ersatzteilgeschenken auf einen gewissen Kleinanzeigenportal die Finger wund. Ich suche, ich suche, ich suche.....

Allen die ein solches Fahrzeug nun als Hobby haben möchten empfehle ich: Ja am besten den LKW Schein der Klasse C oder CE zu haben, dann das Fahrzeug schön aufzubauen und ein H Kennzeichen mit normaler Versicherung. Dann kann man ihn für sich nutzen schön was damit fahren und Freude haben.

Will man nur auf Treffen usw. fahren kann man auf 7,49 Tonnen ablasten und auch H dran. Es genügt der alte 3er Führerschein. Es entfällt die jährliche SP die je nach Werkstatt so ca. ein Hunderter kostet - oder auch gern mehr. Und man hat kein Sonntags- und Feiertagsfahrverbot. Oldtimerversicherung wählen.

Die fette Fuhre ist dann passe´.

Ich allein habe 3 Bekannte deren Traum vom "eigenen LKW" in den letzten Jahren in Ermangelung der erwähnten Punkte wie eine Seifenblase geplatzt ist obwohl die Böcke schon angeschafft waren was das kleinste Problem darstellt. Aber dann.....

 
 
Hallo Schrauber, 

ich stimme dir, in fast allen Punkten, zu. Es gibt aber auch Versicherungsgesellschaften, die erlauben mit deinem Oldtimer, deine Güter zu befördern.  natürlich nicht gewerblich. Die alte Leipziger ist solch eine Gesellschaft.

Es gibt dann auch noch die Möglichkeit der Zulassung als landwirtschaftliche Zugmaschine, dann musst du den Kasten um gute 50 cm kürzen. Da gibt es eine Formel für, steht hier auch irgendwo im Forum.

Ob es mit der Drosselung auf 60 kmh klappt bezweifele ich. Denn bei 6 kmh heißt es auch bauartbediengt und das wird so ausgelegt, dass  diese Zulassung nur noch möglich ist wenn das Fahrzeug, im Auslieferungszustand,  nur 6 kmh fährt also keine nachträglichen Veränderungen vorgenommen wurden.

Gruß 

Uwe 
 
Die Vielzahl gesetzlicher Vorschriften und Beschränkungen, teils sinnvoller aber manchmal auch absurder Natur, haben mich bislang von solchen Gedanken zuverlässig abgehalten. Mit Nichteinhaltung dieser Vorgaben wird ja auch nicht gespaßt. Auch wenn so ein W50 oder L60 ein sehr attraktives Fahrzeug darstellt, wären mir der Aufwand und die Risiken zu hoch, als dass ich mit Ablastung oder gar Zugmaschinendefinition experimentieren würde. Der LKW-Führerschein kostet wohl irgendwas jenseits der 2000€, falls meine Informationen nicht schon gar zu veraltet sind. Das ist zwar viel Geld, aber ein Verfahren und ggfs. Schadensersatz im Unglücksfall kostet im Zweifel mehr.

Meine gedankliche Alternative wäre, einen Robur oder eine Schischiga (GAZ-66) anzuschaffen. 
 
Naja ich wollte auf keinen Fall etwas vergraulen. Im Gegenteil wäre sehr schön wenn wieder so ein alter Schatz erhalten wird. Aber es ist halt nicht ganz einfach -leider.

Zugmaschine ist natürlich auch gut und geht.

Naja 2000 Euro der LKW Schein das reicht wohl glaube ich nicht. Der Fahrlehrer bei dem ich vor 2 Jahren die vorgeschriebenen Module für Berufskraftfahrerqualifikation gemacht habe warf da mal 7500 Euro in die Runde mit IHK Prüfung und und und. Weiß nicht ob es stimmt und ob anderswo auch so Halsabschneider am Werk sind.
 
Ich habe mein C/CE vor 6 Jahren gemacht und da hat der ca. 3200€ gekostet. 

Gruß Robert
 
SCHUI-RS88:

Ich habe mein C/CE vor 6 Jahren gemacht und da hat der ca. 3200€ gekostet. 

Gruß Robert
Da sind meine Informationen wohl wirklich schon sehr veraltet. Da muss man sich natürlich überlegen, ob es das wert ist. Praktisch hat man damit aber wenigstens Rechtssicherheit.
 
schrauber73:

Naja ich wollte auf keinen Fall etwas vergraulen. Im Gegenteil wäre sehr schön wenn wieder so ein alter Schatz erhalten wird. Aber es ist halt nicht ganz einfach -leider.

Zugmaschine ist natürlich auch gut und geht.

Naja 2000 Euro der LKW Schein das reicht wohl glaube ich nicht. Der Fahrlehrer bei dem ich vor 2 Jahren die vorgeschriebenen Module für Berufskraftfahrerqualifikation gemacht habe warf da mal 7500 Euro in die Runde mit IHK Prüfung und und und. Weiß nicht ob es stimmt und ob anderswo auch so Halsabschneider am Werk sind.
Naja, bei den 7500€ sind eben auch die erforderlichen Scheine für Berufskraftfahrer enthalten. Wenn du nur privat mit dem W50 fahren möchtest, brauchst du die alle nicht. Diese drastisch verteuerte Ausbildung neben dem Wegfall der Wehrpflicht (viele machten früher beim Bund ihren LKW-Lappen) führen aktuell ja auch zu einem dramatischen Fahrermangel bei den Speditionen. Gib mal als Spediteur 7000 - 10 000 Euro für eine Kraftfahrerausbildung eines neuen Mitarbeiters aus, der dir im schlimmsten Falle nach zwei Monaten abgeworben wird. Das und die anderen Späße (Maut etc.) wird uns noch allen auf die Füsse fallen bzw. tut es jetzt schon in Form drastisch steigender Speditionskosten.

Mit ein Grund, warum ich mich im Betrieb auf den 3,5-Tonner ohne Anhängerkupplung beschränke. Da fährt man zwar gelegentlich zwei Mal, dafür entfällt aber eine Menge Regulierungsfolklore. 
 
Muss ich dir voll zustimmen.

Ich habe nämlich für die Privatkundschaft also Häuslebauer, Gartenbesitzer etc. einen W50 LA/Z am laufen und es war noch nie ganz einfach denen zu verklickern das auch eine Fuhre Sand,Kies,Splitt,Mutterboden usw. mit dem W50 geliefert Geld kostet. Nächstes Jahr kommt noch die Maut auf ganz normalen Bundesstrassen dazu.

Dann ist wohl Ende im Gelände damit! Zumindest mit den Privaten denen man das alles gar nicht erklären kann. Dieses Jahr bereits mehr den gewerblichen zugewendet auch auf größeren LKW. W50 wird wohl nun wirklich bald endgültig Oldtimer - hat er sich verdient!

Die Speditionskosten werden wachsen und wachsen und wachsen.....

Kennt ihr doch sicher das nette Foto einer gewissen Dame das vor einiger Zeit hinten an vielen LKW prangte mit dem Spruche: Steuererhöhung, Maut und Inflation haben einen Schutzpatron. 

Danke Frau Mer....!
 
Zurück
Oben