den steuerschieber selbst oder die hydraulik des ut kenne ich nicht, habe aber recht viel mit hydraulischen systemen gearbeitet. deshalb äußere ich hier vermutungen,die ich mir über das verständnis der einzelnen bauteile herleite. du hast geschrieben, dass der druck direkt von der pumpe übers orbitrol in den steuerschieber und dann über den rücklauf zum tank gelangt. wie ist denn dann dein kreuzhebel eingebunden? ist die hydraulik soweit noch orginal wie im et-katalog oder hat da schonmal einer gebastelt?
vllt kannst du mal eine skizze reinstellen, wie deine hydraulik aufgebaut ist und dranschreiben, welche funktion genau gegeben ist und was nicht. ohne genauen überblick ist es schwer eine diagnose zu finden.
die 120bar sind weder für die pumpe noch für das orbitrol ein problem. wenn bei defekt des orbitrols der motor ausgeht, ist das sogar gut so, denn fahren ohne lenkung macht wenig sinn.
das orbitrol wird in der beschriebenen schaltung über das überdruckventil des steuerschiebers druckbegrenzt auf max. 120bar systemdruck. das überdruckventil hat aber mit der lenkung selbst nichts zu tun, weil ja nur der max systemdruck begrenzt wird. sind alle hebel in 0-stellung, so hat der steuerschieber einen drucklosen umlauf. wenn jedoch ein orbitrol vorgeschaltet ist, muss der steuerschieber einen gewissen vorwiederstand haben, der über einen staudruck das orbitrol versorgt. dieser liegt aber unter dem systemdruck, denn die lenkung gibt sich auch mit wenig druck zufrieden. das bedeutet, dass bei dir sicher der staudruck da ist und deshalb die lenkung funktioniert. wenn du aber einen hebel betätigst und das überdruckventil zu zeitig öffnet, funktionert deine ackerschine oder kipper nicht.
wie aber schlepperopa schon richtig gesagt hat, kann es auch eine defekte pume sein, die gerade noch den staudruck für die lenkung aufrecht erhalten kann, aber zum heben deiner arbeitsgeräte nicht mehr ausreicht. der test mit einem hebel in anschlag und rücklauf prüfen sollte gewissheit verschaffen.