Hallo Marco,
ich hab mit Auspufflack jetzt schon ein paar Erfahrungen gesammelt (beim Auto). Das wichtigste dabei ist das er langsam erwärmt bzw. "eingebrannt" wird (1-2 Stunden bei ca. 200 °C). Wenn man das hinbekommt, hält der Auspufflack eigentlich sehr gut.
Mit laufendem Motor (beim Fahren) klappt das "Einbrennen" aber nicht, da er zu schnell und zu ungleichmäßig heiß wird. Als ich meinen Auspuffstrang beim Auto (ab Krümmer) das erste mal entrostet und mit Auspufflack (bis 800 °C) lackiert habe, habe ich vesucht den Lack mit vorsichtigem Einfahren einzubrennen. Nach 5 km ohne Belastung hat sich der Lack am Krümmer, aufgrund Überhitzung in Luft aufgelöst (weggedampft),währenddesssen sich am Endschalldämpfer gar nix getan hat (war immernoch kalt).
Der Lack der nicht sofort weggedampft ist, war kurze Zeit später grösstenteils auch wieder weg.
Beim zweiten Versuch hab ich mir wegen der Bauteilgrösse eine "Einbrennkammer" aus einer Metallmülltonne, einer Rettungsdecke und einem Infrarotstrahler gebaut, mit der ich immerhin ca. knapp 100 °C erreicht habe. Dadurch hat der Lack immerhin drei Jahre gehalten. Nur an den beanspruchten Stellen (Übergang Rohr-Endschalldämpfer/Katalysator) hat er nur ein gutes Jahr gehalten.
Fazit:
Wenn man keine Möglickeit hat, den Lack langsam zu erhitzen und dabei nicht zu überhitzen (>200 °C) ist die Lackierung eigentlich sinnlos weil binnen kürzester Zeit der Lack an den kritischen Stellen wieder weg ist.
Aber wenn man den Lack ordentlich einbrennt, ist die Lackierung mit Auspufflack eine feine Sache.
Gruß Matthias