Grundierung für Restaurierung

r.schulz

Lehrling
Registr.
11. Aug. 2010
Beiträge
16
Hallo Gemeinde,

ich wende mich an alle aus dem Forum die hier schon Ihre Fahrzeuge restauriert haben. Ich möchte diesen Sommer meinen Tih-445 wieder herrichten. Nun brauche ich von euch mal einen Erfahrungs- und Empfehlungsbericht von Euch. Welche Rostschutzgrundierung habt Ihr verwendet??? Was habt Ihr für eure Restaurationen verwendet, wie habt Ihr die schönen Ergebnisse in Grau auf eure ZT etc. hinbekommen?

Danke für eure Hilfe.
 
Hallo.
Ganz wichtig ist die erste Rostschutzfarbe.
Ich nehme seit Neustem "Rostegal".
Preis: 750 ml = 16,90 Eur
Die Farbe ist sehr dünnflüßig und kriecht in die kleinste verbliebene Pore des Eisens und unterbindet nachhaltig den weiteren Rostprozeß.
Der Nachteil ist, das es ewig dauert bis es abbindet.
Ich habe schon mal 3 Wochen gewartet.
 
Hallo,

ich nehm "Brunox Epoxy" ein Rostwandler, -stopper. Es muss nur der lose Rost entfernt werden und dann 1-2 Gänge naß in naß. Am nächsten Tag dann entweder gleich den Decklack drauf oder besser nochmals eine normale Grundierung und dann den Lack - dann hat man Ruhe.

Wichtig - nie die Brunox Epoxy Grundierung über Monate ohne Decklack draußen stehen lassen, dann darf man noch mal ran... also immer kurzfristig den Decklack drauf.

Im Gegensatz zum Fertan muss man nicht mit Wasser herum matschen. ;-)

Zu haben bei Ebay oder im Rostschutzdepot. Rostegal ist auch nicht schlecht, aber dazu hab ich keine eigenen Erfahrungen.

Gruß, Joachim
 
ich verwende das seit jahrzehnten bewährte gelbe penetriermittel aus ddr zeiten, das wird von baufan in leipzig weiter hergestellt und kostet im schnitt 13€ pro 750ml. man sollte es im sommer anwenden, bei mindestens 20 grad. sonst dauert es monate, bis es nicht mehr klebt. man muss nur den losen rost entfernen, dazu nehme ich einen nadelentroster. dieser macht das metall nicht blank, sondern schafft zusätzlich eine rauheit, die für die bindung des penetriermittels von vorteil ist. dann entfette ich meine teile gründlich mit muron, einem speziellen reinigungsmittel, was auch das letzte tröpfchen fett in staub verwandelt. das ganze dann mit einem ordentlichen hochdruckreiniger abwaschen und ab in die sonne zum trocknen. das penetriermittel trage ich mit einem pinsel mit groben borsten auf, dass es schön in die oberfläche einmassiert wird. bei kniffligen stellen gebe ich 10% terpentinersatz zu. das macht das penetriermittel noch kriechfähiger. diese stellen streiche ich dann gewöhnlich ein zweites mal unverdünnt über. das ganze lasse ich dann gut eine woche bei mindestens 20 grad trocknen und lackiere dann einkomponentig über, dass der lack elastisch bleibt.
viel spass beim restaurieren :)
 
das Produkt aus Mullins Vorschlag werde ich beim nächsten Mal auch probieren, hört sich vielversprechend an, vorallem weil es schneller trocknet und im endeffekt auch noch recht günstig ist. die übrigen Eigenschaften sind ja dem DDR Penetriermittel identisch und das Zeug war einfach richtig gut.
 
Zurück
Oben