Ostprignitz-Ruppin/17-unsichere-Traktorengespanne-erwischt

Guten Morgen Timo,

in dem Artikel werden ja gleich drei :( ! Probleme der Maistransporte angesprochen: Ladungssicherung, Fahrzeuglänge und Genehmigungen.

Das Abdecken der Ladung ist bei den "Seitenkippern" ein Problem. Schub- oder Rollboden -Fahrzeuge haben da oft ab Werk schon eine hydraulisch klappbare Plane ...

eup-1130352098-988cfa6a44542d39ce85d0726c743ab7-1474098263_big.webp

Das Frontgewichte die Gesamtlänge beeinflussen ist bekannt; gerade bei HW 80-Zügen. Wie sich das Zugverhalten der Traktoren ohne Frongewicht verändert auch ...

Ein neuartige Variante ist da der gebrochene Transport mit Umladung am Feldrand  ;-)

eup-1130352098-b227374ddc823c8f3950b5c008a3f331-1474096904_big.webp

Bei den Ausnahmegenehmigungen und Streckenerlaubnissen bekomme ich da schon, wenn ich gerade aus dem Fenster schaue, Probleme. Wie soll der Lohnunternehmer Freitag? (oder schon Donnerstag?) für das Wochenende Genehmigungen planen und einholen? Die neue Woche beginnt dann erst, wenn die Fahrstrecke aktuell genehmigt ist ... Der Dumme ist am Ende der Kette der Fahrer  :( .

Habe selbst die letzten Tage erlebt, wie am Silo entschieden wird, wo wann gehäckselt wird. -Der trockene Mais unten ins Silo, der "grüne" Mais oben zum Abdecken-. Da der Reifezustand von Feld zu Feld unterschiedlich ist, ist ein Umsetzen der Häcksler zwingend notwendig.

Die Landwirtschaft produziert immer noch wetterabhängig unter freiem Himmel!

Gruß Wolfram

Edit: Bilder eingefügt
 
Moin,

Ja ein Glück daß die Pappnasen nichts dringlicheres zu tun haben.

Denken die eigentlich auch daran was ihr Bürokratenwahnsinn für einen Rattenschwanz nach sich zieht?

Die Affen die sowas melden/ anzeigen müsste man eigentlich verhungern lassen. Leute die wegen solchen Lapalien die Landwirtschaft behindern dürften überhaupt kein Recht auf Nahrung haben.

Gruß Robert
 
Hallo 

Ist ja wie in der Getreide Ernte.  Mähdrescher ab 3m Breite müssten mit Polizei um gesetzt werden! Nach vorheriger Anmeldung!  Weil ja genügend Polizei auf dem Lande vorhanden ist!  Und Schwertransporte wer jetzt von Privaten Firmen begleitet,  mangels Polizei! ;-D ;-D 

Gruß Timo 
 
Klar ist, egal ob Landwirtschaft oder nicht, der Kutscher ist immer der Dumme...

Aber manches lässt sich sicher klären, ohne dass es Lärm gibt. Das Thema Fahrzeuglänge kann man klären, ohne das der Zug vom Hof rollen muß, Zuggabellänge und Anbringungsmöglichkeiten des Gewichts wären mal nachdenkenswert.  Wobei man nicht dazu schreibt, ob es noch originale oder modernisierte Anhänger sind.

Das Problem Verschmutzung der Fahrbahn haben zB. Baufirmen auch öfters, aber da wird dann auch mal ne Kehrmaschine aktiviert, was natürlich wieder extra kostet. Ladungssicherung ist auch Sache des Kutschers, ER ist für die die betriebssichere Verladung verantwortlich, nicht jedoch ob das Ladegut während der Fahrt kaputt geht. Manchmal hilft vielleicht auch etwas weniger laden. Verlorene Ladung hat schon manchen Haftpflichtschaden produziert.

Im übrigen wollen wir mal nicht daruber reden, wenn die Rennleitung mal die Waage ausgepackt hätte.

VG Gerd
 
Ist doch lustig! Erst wird im Rahmen der CO2-Ideologie der Maisanbau immer weiter aufgeblasen und nun kann man dessen Ernte noch als zusätzliche Einnahmequelle für Ordnungs- und Bußgelder heranziehen. 

Selbstverständlich sind die Bauern selbst schuld, sie können ja auch alle zwei Jahre neue und konforme Technik nach den aktuellsten Ergüssen bundesdeutscher oder europäischer Politik kaufen. Wenn man kein Brot hat, kann man schließlich auch Kuchen essen. 

Die Polizei wird ja auch nicht anderweitig benötigt. No-Go-Gebiete in deutschen Städten gibt es schließlich keine, auch keine organisierte Kriminalität, sexuelle Übergriffe usw.. Da kann man sie schon mal auf die "wirklichen Kriminellen" hetzen: Menschen, die ihr Geld noch mit richtiger Arbeit verdienen müssen. Denen kann man die ganze Macht des Staates entgegenstellen.
 
Maitre V.:Selbstverständlich sind die Bauern selbst schuld, sie können ja auch alle zwei Jahre neue und konforme Technik nach den aktuellsten Ergüssen bundesdeutscher oder europäischer Politik kaufen. 
Die hier betroffenen Normen über Fahrzeugabmessungen sind schon über viele Jahre unverändert mit der hier nicht relevanten Ausnahme der Teillängenregelung für Lastzüge. Eine weitere Änderung gab es noch sogar zu Gunsten der Fahrzeughalter, nämlich die Erhöhung der Fahrzeugbreite auf 2,55 bzw. 2,60 m. Was sich regelmäßig ändert, sind die Abgasnormen, die aber hier auch nicht relevant sind.

Entsprechende Fahrzeugbegleitungen von überbreiten Fahrzeugen können auch durch eigene Leute durchgeführt werden, da braucht es keine Polizei und auch keine Fremdfirma.

Also was soll das Geheule, viele andere Firmen und auch Bauern kriegen das ja auch hin.

Im übrigen steht nicht dabei, wieviele Gespanne bei diesen Kontrolle mängelfrei waren.

VG Gerd
 
daf-molli-driver:
Die hier betroffenen Normen über Fahrzeugabmessungen sind schon über viele Jahre unverändert mit der hier nicht relevanten Ausnahme der Teillängenregelung für Lastzüge. Eine weitere Änderung gab es noch sogar zu Gunsten der Fahrzeughalter, nämlich die Erhöhung der Fahrzeugbreite auf 2,55 bzw. 2,60 m. Was sich regelmäßig ändert, sind die Abgasnormen, die aber hier auch nicht relevant sind.

Entsprechende Fahrzeugbegleitungen von überbreiten Fahrzeugen können auch durch eigene Leute durchgeführt werden, da braucht es keine Polizei und auch keine Fremdfirma.

Also was soll das Geheule, viele andere Firmen und auch Bauern kriegen das ja auch hin.

Im übrigen steht nicht dabei, wieviele Gespanne bei diesen Kontrolle mängelfrei waren.

VG Gerd

Doch, doch, das steht da schon: Bei 17 kontrollierten Gespannen wurden 17 Verwarngelder wegen Ladungssicherungsverstößen ausgesprochen. 

Und grundsätzlich sind Regeln sicherlich einzuhalten. Nur gibt es eben solche und solche Regeln und nicht jede davon scheint wichtig zu sein. Als nachts auf mein Firmengelände eingestiegen wurde, war zunächst "kein Streifenwagen verfügbar". Erst als sie hörten, dass ich schon dorthin unterwegs sei und mich dann eben selbst umschauen werde, wurden die Herren aktiv. 

Das ist exakt, was mich so anstinkt: Bei wirklichen Verbrechen, Gewalttaten etc. kommt keiner. Selbst wenn sie einen Täter haben, passiert dem nichts. Hast du aber deine Ladung nicht gesichert (und die Begründungen für derartige "Verstöße" werden neuerdings immer absurder), sind sie zur Stelle und du bekommst das volle Programm geliefert.
 
Da hab ich was überlesen, das wäre ja dann eine Beanstandungsquote von 100 %!!!

Damit dürfte sich ja der Elan der Beamten in solchen Dingen noch steigern....

Das die Beamten meist nicht dann da sind, wenn man sie braucht, weiß wohl jeder hier, oft werden sie ja auch mit sinnlosen Sachen beschäftigt. Vorallem beim Fußball staunt man immer wieder, wieviele Beamte da aufgeboten werden, wobei da auch einige von den örtlichen Revieren abgezogen werden.

Im übrigen scheint das Nachmessen von Fahrzeugen auch ein recht spezielles Hobby der Polizei, vor allem der Autobahnpolizei, zu sein. Hier werden zu gerne Standardlastzüge vermessen, hier ist neben Länge und Breite vorallem die Höhe interessant. Nebenbei werden die öfters glleich komplett gefilzt und im ungünstigsten Fall in die nächste Werkstatt eskortiert, um da weiterzumachen.

Auf manchem Autohof sieht man auch manchmal stillgelegte Fahrzeuge stehen, meist aus Osteuropa.

VG Gerd
 
Mir ist das ganze Echauffieren von Maitre V. suspekt. Der Fahrer weis selbst, wenn was nicht stimmt und ansonsten sollte er nicht fahren. Regeln sind dazu da, sie einzuhalten - wer es besser weis, muss mit den Konsequenzen rechnen. Und der Vergleich zwischen "Polizei nicht da wenn man sie braucht" und "dort haben sie Zeit" hinkt gewaltig. Die haben ihren Job und als Beamte sind sie verpflichtet, Unregelmäßigkeiten nachzugehen.

Man kann sich natürlich auch doof stellen und Birnen mit Äpfeln vergleichen...

Soweit mal meine unmaßgebliche Menung
 
daf-molli-driver:

Da hab ich was überlesen, das wäre ja dann eine Beanstandungsquote von 100 %!!!

Damit dürfte sich ja der Elan der Beamten in solchen Dingen noch steigern....

Das die Beamten meist nicht dann da sind, wenn man sie braucht, weiß wohl jeder hier, oft werden sie ja auch mit sinnlosen Sachen beschäftigt. Vorallem beim Fußball staunt man immer wieder, wieviele Beamte da aufgeboten werden, wobei da auch einige von den örtlichen Revieren abgezogen werden.

Im übrigen scheint das Nachmessen von Fahrzeugen auch ein recht spezielles Hobby der Polizei, vor allem der Autobahnpolizei, zu sein. Hier werden zu gerne Standardlastzüge vermessen, hier ist neben Länge und Breite vorallem die Höhe interessant. Nebenbei werden die öfters glleich komplett gefilzt und im ungünstigsten Fall in die nächste Werkstatt eskortiert, um da weiterzumachen.

Auf manchem Autohof sieht man auch manchmal stillgelegte Fahrzeuge stehen, meist aus Osteuropa.

VG Gerd
Diese Ladungssicherungsgeschichte ist mein eigentliches Problem bei der Geschichte. Wenn das Schule macht, würde es für die meisten HW-80 mit SHA/ EAS das Ende bedeuten. Ebenso für die meisten bei mir in der Region im Einsatz befindlichen Anhänger mit Nachwendebaujahr. Bei der Geschichte "Abmaße von Fahrzeugen" stößt mir schon mal auf, dass du dich nicht auf die Abmessungen in den Fahrzeugpapieren verlassen kannst. Bestes Beispiel ist das Befahren von breitenbeschränkten linken Fahrspuren in Autobahnbaustellen. Da darfst du nämlich nicht auf die Breite in den Fahrzeugpapieren heranziehen, da diese ohne Spiegel bezogen ist. Hand aufs Herz: Hast du die Breite deiner Fahrzeuge schon einmal über die Spiegel gemessen? Ich habe es getan.
Diese ganze Anwenderei von neuen Regeln auf bestehende Maschinen und Geräte greift immer mehr um sich und schafft vor allem eines: Rechtsunsicherheit. Mir wollte man letztens nahelegen, eine selten genutzte Anlage doch bitte durch eine Neuinvestition zu ersetzen. Das gute Stück ist zwar 50 Jahre alt (WMW), dafür aber in einem hervorragenden technischen Zustand und hat in 50 Jahren keine gravierenden Arbeitsunfälle verursacht. Jedoch entspricht sie nicht der aktuellen Maschinenrichtlinie- wie sollte sie auch? Neunanschaffung kommt für mich jedoch nicht in Frage. Sollte man mir also zukünftig Anlagen stillegen wollen, werden entsprechend Arbeitsplätze abgebaut werden. 
Und das ist bei weitem nicht alles. Ich durfte vor zwei Jahren sämtliche Warnschilder (Fluchtwege etc.) ersetzen, da diese nicht mehr den aktuellen Regelungen entsprächen. Gib bitte 100 € hier aus, 500 dort, 1000 dort etc. pp.
Willst du wirklich alle Vorschriften erfüllen, kannst du eigentlich dichtmachen. Tust du es nicht, kann man dir immer mal wieder ein Verwarngeld, Bußgeld, Geldstrafe, Beitragserhöhung reinrühren. 
@ ulli-wgs: Du musst im aktuellen Regulierungs- und Kontrollwahn auch keinen Betrieb am Leben erhalten und die Verwantwortung für fast 20 Arbeitsplätze tragen. Da kannst du meinen Frust selbstverständlich nicht verstehen. Das nehme ich dir nicht übel. Eher beneide ich dich ein wenig.
 
Zum Thema Ladungssicherung: 

Mancherorts werden Tage der Ladungssicherung veranstaltet, wie zB. auf dem Autohof Dresden  - siehe Link.

Zu so einen Termin darfst du gerne mit deinem Gespann vorfahren und das begutachten lassen und viele viele Tipps mitnehmen.... nur mal so am Rande. Es gibt auch hier in den neuen Ländern zum Glück viele Ladungssicherungstechnik, von der wir vor 1990 nur träumen durften, aber bei mittlerweile 25 Jahre Erfahrung mit dem Zeug sollte es doch langsam der letzte gelernt haben, wie es geht.

Ja und zu dem HW80 mit SHA usw.: Wieso muss das das Aus fü diese Anhänger bedeuten??? Dafür gibt es keinen Grund, es kommt auf die Ladeweise an. Es geht natürlich nicht an, wenn der Fahrer nicht schaut wie der Hänger wirklich geladen ist. Da bleibt halt nichts weiter übrig als wie mal hochzukrabbeln und notfalls händisch etwas umzuverteilen. Nebenbei bleibt noch das Thema Überladung, hier kann man sich auch als alter Hase auch schnell verschätzen.

Dieses Problem haben übrigens auch alle Kipperfahrer, egal ob sie Baustoffe oder Abbruch oder sonstwas fahren, da wird beileibe das wenigste abgeplant gefahren genauso wie im Containerdienst. Nur scheinen offensichtlich diese Fahrer lernfähiger zu sein wie andere.

VG Gerd

http://www.svg-dresden.de/aktuell/veranstaltungen/archiv/articles/tag-der-ladungssicherung-2016.html
 
Ich gebe allen Parteien recht, jeder hat seine Argumente, alleine, was ist denn nun richtig?

Das Problem ist doch komplex. Verkürzt bedeutet es, daß die Vorschriften teilweise absurd und praxisfremd sind, betrifft aber nicht nur dieses Gewerbe, aber schaffst du eine Ausnahme, kann sich jeder darauf berufen.

Ich möchte auch kein Polizist sein. Da bist du genau so der Doofe wie der arme Fahrer. Nur für den hat mancher wieder vollstes Verständnis. Wie eng gelegentlich der eigene Gedankenkosmos ist, das überrascht mich doch imme wieder.
 
ich habe gestern in Erfurt bei den "Grünen Tagen" mal mit den Tüv gesprochen zu dem Thema

Fazit: bei technischen Sachen, Übergrößen und Änderungen in die BE und Zulassung eintragen, an sonsten (auch meine Anmerkung) der Fahrer hatt seine Fahrerlaubnis gemacht und damit hbe er die gestzlichen Vorgaben zu kennen und ein zu halten.

manny 
 
Absolut richtig....auch die Herren Traktoristen und Landwirte haben sich an Regeln und Gesetze zu halten. Sowieso 5 Nummern zu Groß die Technik von Heute,....warum nicht einfach mal nen Gang runter schalten.

gruß
 
Ich habe hier auf der Insel Rügen das Problem, daß ich auf normalen Kreis - und Landesstraßen im Prinzip einen modernen Traktor mit Anhänger, geschweige denn eine selbstfahrende Erntemaschine, nicht einfach so überholen kann, Gerät zu breit oder Straße zu schmal. Beim Entgegenkommen selbiger bleibt die Frage, wer wohin? Da reden wir noch nicht über das Zusammentreffen eines Wohnmobils, noch schlimmer Linienbusses, mit einem entsprechenden (und genannten) landwirtschaftlichen Apparat. Verschärft wird das Problem dadurch, daß immer mehr Straßen beidseitig mit Leitplanken versehen werden. Was ich unter sicherheitstechnischen Aspekten verstehe.

Wenn die Zunahme der Außenabmessungen so weiter geht, was passiert dann?

Ich versuche ja, die ökonomischen Zwänge zu verstehen, aber damit kann man nun nicht alles erklären. Auch nicht damit, daß wir alle jeden Tag was Eßbares auf dem Teller haben wollen. Unter dem Aspekt bringe ich meine Eltern um und verlange vor Gericht mildernde Umstände, da ich ja nun Vollwaise bin. Überspitzt, ganz sicher, aber konsequent zu Ende gedacht, kommt man dann dahin.

 
 
Zurück
Oben