T157 Getriebe abdichten

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22. Mai 2011
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Hallo DDR-Technikfreunde!

Bin seit neuestem Besitzer eines T157. Das Problem ist allgemeine Inkontinenz. Am schlimmsten und akutesten sind die Simmeringe durch, die auf der Antriebswelle der Hydraulikpumpe sitzen. Habe deswegen schon das Forum durchforstet, ziemlich ohne Erfolg. Kann ich die Simmeringe wechslen, ohne die Welle auszubauen? Kann ich den, in Fahrtrichtung, vorderen Ring nach entfernen des Lagers von hinten durchschlagen? Oder muß dazu die ganze Getriebeölwanne entfernt werden?
Die nächste Aktion sind dann die Steuerschieber der Hydraulik. Was sind da für Dichtringe verbaut? Habe leider keine techn. Unterlagen für das Gerät.

Für euer Hilfe schonmal vielen Dank.
 
Du hast dir einen T157 geholt und willst jetzt die Dichtringe wechseln. Dann mach gleich alle neu, von denen du denkst, dass sie undicht sind. Dies stellst du nämlich erst dann fest, wenn du Öl gekauft und aufgefüllt hast. Also vorbeugend handeln und sich Arbeit ersparen.
Um festzustellen, ob noch andere Ringe undicht sind, würde ich alle Ölstände kontrollieren bzw. auffüllen und zwar mit gebrauchtem Öl. Dann die Maschine mal auf Betriebstemperatur bringen, d.h., mal eine Stunde lang damit arbeiten. Da siehst du nämlich meist noch andere undichte Stellen.
Wenn du nämlich die WDR der Zapfwelle wechselst, musst du die Getriebewanne ausbauen. Wenn ich mich nicht täusche, muss da ein Sprengring rausgenommen werden, damit man die Welle ziehen kann.

mfG Silvio

PS: Du sagst am schlimmsten/akutesten!! Wenn du einmal anfängst mit abdichten, mach doch gleich alles neu. Die WDR der Fahrantriebe am Getriebe, WDR am Endvorgelege würde ich da auch gleich mit kontrollieren/erneuern.
 
Hallo.

Also vom Zapfwellengetriebe gibt es ja 2 Varianten.
Bei der älteren ’09 Variante ist der Wdr doch nur in einer Art Deckel gegen geschraubt und es gibt nach hinten nur den einen.
-Also die Verbindung zur Pumpe lösen (Hardyscheibe), den Aufsatz auf der Zapfwelle abziehen und dann kann auch schon der Deckel vom Zapfwellengetriebe demontiert werden wo der besagte Wdr drin sitzt.

Bei der GT Variante ist es da schon etwas schwieriger. Der hat nach hinten gesehen 3 Wdr, wofür dann die Zapfwelle auch ausgebaut werden muss.

Am besten mal nen Foto einstellen.

Gruss, Sebastian
 
Erstmal danke für die fixen Antworten.

@Silvio: Die beiden Simmeringe des Pumpenantriebes sind aktuell am schlimmsten undicht. Die Fahrantriebe und Endvorgelege sind im WDR-Bereich dicht. Da muß ich nur das Gewinde der Kontrollschraube nachschneiden - ist im Moment M12 Steckgewinde. Dann mach ich mich an die Steuerschieber der Hydraulik und dann muß das Teil erstmal gehen. Ab und zu noch diesen und jenen Schlauch wechseln und gut. Habe leider nicht so viel Zeit, das Gerät durch zu reparieren. Aber wird so nach und nach gemacht.

@ Sebastian:

Mal sehen, ob ich das mit dem Foto auf die Reihe bekomm. Davon abgesehen sinds bei meinem Getriebe 3 WDR. Einer dort, wo die Welle aus dem Gehäuse kommt und dann 2 vor und hinter dem Zwischenlager.

Na wird schon werden. Muß mich da mal an einem der kommenden Wochenenden mit befassen. Zu viele bunte Flecken auf dem Hof ist auch doof.

MfG Falko
 
Hallo zusammen!

Falls es jemanden interessiert, ich habe das Getriebe abgedichtet - ohne den Deckel ab- oder die Welle auszubauen. Ging eigentlich ziemlich gut, wenn man sich ein paar Hilfsmittel bastelt.
Jedenfalls ist es an der Stelle dicht. Die Hydraulikpumpe habe ich mir auch vorgenommen. Ich denke mal, daß da normalerweise Papierdichtungen zwischen den Segmenten sind, Da hatte sich der Vorbesitzer schon dran versucht, aber die Dichtungsreste nicht sorgfältig genug entfernt. Habe es alles schön abgeschliffen und nun ist die auch dicht. Die Elektrik habe ich auch auf Vordermann gebracht.
Beim Ölwechsel vom Getriebe mußte ich feststellen, daß das Getriebe bisschen Karies hat. Habe also mal den Deckel oben aufgemacht. Also so ein verdrecktes Getriebe habe ich noch nicht gesehen. Die Platte mit der Schaltkulisse total rostig und Sand lag drauf und im Getriebe. Habe also erstmal alles sauber gemacht - soweit ich ran kam, und die Schaltkulisse schön gängig gemacht. Wäre auch wieder schick. Hat sich rausgestellt, daß ein Zahn vom 2. Gangrad fehlt. Werd den also nicht mehr nutzen.

;-)

Nun mal sehen, was sich noch für Probleme auftun.

Gruß
 
Hallo Namenloser,

Jetzt machst Du mich aber sowas von Neugierig! Das was Du da beschreibst bezüglich der Wellenabdichtung für die Pumpe ist ja wie eine Frau schwängern ohne gepoppt zu haben. Wäre nett von Dir die Katze mal aus dem Sack zu lassen.

Gruß Bernd
 
Hallo

Also mir macht die Auflösung jetzt schon irgendwie etwas Angst..
 
Na Zauberei war es nicht. Erstens den hinteren Ring angebohrt und mittels - ich sag mal Schlagauszieher - rausgezogen. Das gleiche mitdem vorderen Ring, der erstmal auf der Welle bleibt. Der kann aber auch kaputt gemacht werden. Dann beide Sprengringe raus und das Lager nach hinten raus geschlagen. Die Flächen im Gehäuse sauber machen, auf eventuellen Grat achten. Das Problem ist die Nut in der Welle für den inneren Sprengring. Dafür habe ich mir sehr dünnes Blech gesucht - weit unter einem Millimeter. Daraus eine Hülse gebogen, die ich auf die Welle geschoben habe. Das Gehäuse, die Hülse und den neuen Simmering schön mit Fett und Öl einstreichen ( Fett und Öl als Mischung sind "flutschiger" als beides allein). Dann den Simmering vorsichtig auf die Hülse fädeln und das ganze auf der Welle zum Gehäuse schieben. Ich war vorher bei dem Heizungsbauer meines Vertrauens und habe mir ein 2,5 Zoll Wasserrohr und eine da drauf passende Muffe geliehen. Die hat genau den Außendurchmesser, der in das Gehäuse paßt, weil ich ja den Simmering verkehrt rum durchschlagen muß und somit hat man nur die kleine Fläche. Also den Ring ganz durchschlagen und das ganze Fett abwischen. dann wieder den inneren Sprengring montiert. Das Lager wieder einbauen und den äußeren Sprengring rein. Jetzt den sich auf der Welle befindlichen Simmering außenrum mit einem Dichtungsmittel der Wahl ( z.B. Loctite Flächenddicht) einschmieren und einbauen. Den hinteren Simmering habe ich auch auf die Dünnblechhülse gefädelt, damit er sich nicht auf der Verzahnung der Welle verwurstelt. Auch mit Flächendicht eingekleistert und mit der 2,5 Zollmuffe eingeschlagen. Dann Pause machen, damit das Dichtzeug fest wird, Öl drauf und Probelauf - alles schick.

Habe fertig! ;-)

MfG Falko
 
Zauberei war es nicht! Aber halten wird das auch nicht ewig. So wie du das hier beschreibst, könnte man denken, du hast seit deiner letzten Nachricht vom 23. Mai bis heute das Ding dicht gemacht. Dabei dauert das nicht mal ne halbe Stunde, wenn man halbwegs Ahnung hat.
Andernfalls eben etwas länger, wie bei dir.
Und was denkst du, warum irgendwann mal jemand einen Wellendichtring in das Getriebe verbaut hat???
Weil der ABDICHTET! Und wenn der kaputt ist, besorgt man sich nen neuen und baut den ein.

Ich hätte noch ne Lösung: Unter dem Getriebe ne Ölwanne dranbammeln, die das heraus tropfende Öl auffängt. In die Wanne dann ne kleine 12V-Pumpe gestellt, die das Öl wieder oben ins Getriebe befördert.

Tut mir leid - aber auch nach dem dritten Mal lesen, kann ich mir nicht mal ungefähr vorstellen, was du da gemacht hast. Das soll aber nicht heißen, dass du uns hier deine Arbeit noch genauer beschreibst.

Bin gespannt, wie lang das hält, wenn in der großen 3 gearbeitet wird... (ich meine damit den eingelegten Gang)

mfG Silvio
 
Hallo Silvio,

die Idee ist nicht schlecht, haben wir auch schon so gemacht und das hält.

Die dünnen blech Hülsen sind nur zum Schutz der Lippen beim Einbau da und werden natürlich entnommen. Es geht schneller und vorallem mit weniger Lackschäden als die normale Methode. Und du darfst nicht vergessen das Fett zum montieren vorm entgültigen Sitz abzuwischen.

Gruß Jonas
 
Also das Patent wie Falko beschrieben hat verstehe ich nicht so ganz bleibt denn dann die Eigenbau Buchse mit drin?? denn das dichtet doch dann überhaupt nicht wenn da noch was wenn zwischen Welle und Dichtring ist! mfg Eric
 
Nein der Ring/Buchse kommt raus er ist bloß dazu da dass die Lippe beim schieben über die Welle nicht beschädigt wird.

Gruß jonas
 
hallo,
ich hab das abdichten der welle auch schon paarmal gemacht.leider habe ich da immer feststellen müssen das die lager diese welle enorm luft hatten.außerdem war immer die stelle wo der dichtring läuft,eingelaufen.also muß da dann auch etwas getan werden.deshalb würde ich die komplette wanne abbauen.zu zweit geht das wunderbar.grüße frank
 
@Mullifreak
die Idee ist nicht schlecht, haben wir auch schon so gemacht und das hält.
Das war nicht ernst gemeint!
@Jungpionier
Und dass mit der Zeit ein WDR auf der Welle Spuren hinterlässt, ist auch nicht neu. Wenn Platz ist, kann man den ja auf der Welle neben der eingelaufenen Stelle platzieren - notfalls außen fixieren (kleben).
Und wenn ein Lager Luft hat, ist das auch nicht im Sinne des Erfinders. Der Kollege "T157 mit Fordmotor " hat da was von Loctite geschrieben - die stellen etwas her, dass sich Lagersicherung nennt. Es gibt auch Passcheiben, die man nach Bedarf verbauen kann, damit das Lager ordentlich sitzt.

mfG Silvio
 
hallo,
@ derzumscher
du hast ja recht mit dem wdr und dem loctite.
ich rede ja von meinen erfahrungen.ich habe das alles ausprobiert und das ging nie lange gut.deshalb bin ich der meinung die ganze wanne abbauen ist besser als im eingebauten zustand.aber es kann ja jeder machen wie er will.mfg frank
 
Nabend.

Von welcher Variante des Zapfwellengetriebes wird denn hier nun eigentlich geredet?

Gruss
 
Hallo zusammen ;-)
Mit meiner Anfrage hier wollte ich nur die Möglichkeiten zu dieser Arbeit in Erfahrung bringen. Wenn ihr die Zeit habt, wegen diesen Ringen das Gehäuse drunter wegzu bauen, ok. Und wer die Sache anders machen will, auch ok.
Klar habe ich die Hülse nur zum einbauen gebraucht. Und zwischen den Besuchen hier im Forum habe ich auch noch andere Sachen gemacht. Und mit dem Loctite habe ich den WDR eingeklebt, damit er nicht raus rutscht. Das Lager habe ich logischerweise überprüft und für gut befunden. Die Welle war auch im Bereich der Dichtlippe nicht eingelaufen.
@ Silvio: Hast du es nun nicht verstanden, wie ich es gemacht habe oder wie kommst du dann darauf, daß es eine halbe Stunde dauert? Nur so als Gedankengang.....
Es sei denn, du bockst das Teil auf, machst Hinterräder und Bremsgehäuse ab, baust die Getriebeölwanne ab und die Welle aus, machst die WDRs neu und alles wieder zusammen in einer halben Stunde...
Scheinst Deutschlands bester Schrauber zu sein.
;-)

Wie auch immer, ich habe es so gemacht, wie ich es mir dachte. Da es mein Gerät ist, brauch ich keinem Rechenschaft ablegen, ob und wie lange es hält. Und wenns nicht hält, kann ich immernoch die Ölauffangwanne drunter bauen....

Schönen Abend noch.
 
Hallo Falko,

Wichtig ist doch, daß es hinterher funktioniert!
Es gibt oftmals verschiedene Lösungswege. Wer ich nicht draufgekommen den Wechsel der WDR so zu realisieren. Geht sicher leichter als allein das Zapfwellengetriebe ab- und anzubauen. Laß Dich von andere Meinungen nicht entmutigen. Jetzt laß mal die Katze noch aus dem Sack was es mit dem Fordmotor auf sich hat.

Gruß Bernd
 
Ich meinte nur, dass man deinem Text folgend ohne Bilder etwas schwierig dem Verlauf deiner Reparatur nachvollziehen kann - ich zumindestens. Liegt vielleicht auch daran, dass ich es so mache, wie du es auch beschrieben hast. Ich schreibe niemandem vor, was er in seiner Freizeit zu machen hat.
Anmerkung: Um die Getriebeölwanne abzubauen muss man nur die Imbusschrauben und die untersten drei Schrauben des Achstrichters am Getriebe herausschrauben - so steht es auch in der Reparaturanleitung. Falls da jemand ein paar Seiten brauch, helfe ich gern.

mfG Silvio
 
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